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5 Gründe, in Groningen zu studieren

5 Gründe, in Groningen zu studieren

Viele Deutsche zieht es für das Studium in die Niederlande: Top-Universitäten, ein lebendiges Studierendenumfeld und die Nähe zur deutschen Grenze sprechen für sich. Wenn ihr auch überlegt, in den Niederlanden zu studieren, dann erfahrt ihr hier, warum ihr gerade Groningen in Erwägung ziehen solltet!

Groningen habe ich hier schon einmal vorgestellt. Wenn ihr mehr über Groningen an sich erfahren möchtet, könnt ihr also mal gerne hier vorbeischauen.

Die Niederlande sind beliebt. Etwa 25.000 Deutsche leben und studieren momentan beim nördlichen Nachbarn. Vor allen Studiengänge, die hierzulande mit einem hohem Numerus clausus belegt sind, erfreuen sich großer Beliebtheit.

Auch mich hat es zum Studieren ins schöne Holland verschlagen. Wobei Holland in meinem Fall nicht ganz richtig ist. Obwohl wir in Deutschland umgangssprachlich oft von Holland sprechen, wenn wir die Niederlande meinen, bezeichnen wir damit eigentlich nur zwei niederländische Regionen: Nord- bzw. Südholland. Das ist dann ein bisschen so, als würden wir von Bayern sprechen, wenn wir eigentlich ganz Deutschland meinen. Ich wohne nämlich auch gar nicht in Holland, sondern in Groningen, umschlossen von der Region Friesland. Und warum ich euch dieses Städtchen nur ans Herz legen kann, erfahrt ihr jetzt.

Man sieht aus dem Zugfenster. Man sieht ein kleines Dorf mit Kirchturmspitze, umgeben von grün.
Auf meinem Weg nach Groningen!

1. Mal schnell mit der Bahn nach Hause geht immer!

Na ja, nicht immer. Zumindest nicht inmitten einer weltweiten Pandemie. Ohne pandemiebedingte Quarantäneauflagen wäre man aber je nach dem, wo ihr herkommt, ganz schön schnell zu Hause. In weniger als einer Stunde seid ihr mit dem Bus in Leer und Oldenburg ist schon ausgeschildert, bevor ihr Groningen mit dem Auto überhaupt verlasst. Die meisten meiner deutschen Kommiliton*innen antworten deshalb auf die Frage, wo sie herkommen, auch mit Hamburg (297 km), Bremen (179 km)  oder Oldenburg (132 km). Ich hab da etwas weniger Glück. Mein Zuhause liegt etwa 400 km von Groningen entfernt. Das ist mit dem Zug aber auch machbar.

Auf diesem Bild sieht man das Gebäude der Rijksuniversiteit Groningen. Es ist ein altes, hohes Gebäude, das rot gepflastert ist. Vor der Uni stehen Fahrräder.
Top 100 Universität!

2. Top-100 University

Die Unis in den Niederlanden sind top. Von den 14 Unis hier befinden sich acht unter den 100 Besten weltweit. Darunter zählt auch die Rijksuniversiteit Groningen (RUG). Die RUG, die im Jahre 1614 gegründet wurde, ist eine der ältesten Universitäten in den Niederlanden. Viele der Studiengänge sind auf Englisch. Das Englischlevel der Studierenden und Lehrenden ist meiner Erfahrung nach extrem hoch. Die Uni Groningen bietet neben der Uni in Maastricht als einzige niederländische Hochschule den begehrten Studiengang Medizin auch auf Englisch an. Auch historisch kann sich die RUG sehen lassen: Mit Aletta Jacobs durfte in Groningen die erste Frau in der Geschichte der Niederlande offiziell die Universität besuchen und promovieren. Ihre Statue ziert die Groninger Innenstadt und auch einige Gebäude sind nach ihr benannt.

 

Hier sind man, angeleuchtet, denn es ist Nacht, die Statue Aletta Jacobs.
Ein – zugegeben – etwas schiefes Bild der Aletta Jacobs Statue vor einem der Unigebäude.

3. Vergleichsweise niedrige Lebenserhaltungskosten

Die Niederlande ist vergleichsweise ein relativ teures Pflaster. Für Studierende aus der EU halten sich die Studiengebühren mit um die 2000 Euro im Vergleich zu anderen Destinationen zwar noch in Grenzen, dafür schlagen aber die Mieten gehörig ein. In großen Städten wie Amsterdam gehen die Mieten gut und gerne bei 500 Euro pro Monat los, in Groningen kann man mit 350 Euro für ein Zimmer rechnen. Die niedrigeren Lebenserhaltungskosten waren ein Grund, warum ich mich für Groningen und nicht für Leiden als Studienort entschieden habe.

4. Das Studentenleben

Jede*r vierte Einwohner*in in Groningen ist Student*in. Die Einführungswoche für Erstis, die KEI-week, ist die größte und älteste Einführungswoche in den Niederlanden. Der Pub De drie gezusters ist der größte Pub in ganz Europa. In Groningen profitiert man von einem lebhaften Studierendenumfeld. In Nicht-Corona-Zeiten können Studierende die Nächte durchtanzen, solange sie wollen. Die Klubs schließen erst, wenn auch der allerletzte Nachtschwärmer ihn freiwillig verlässt.

Hier sieht man Häuser, die in den Himmel ragen.
Das sind die Gebäude, in dem sich der Pub de drie Gezusers befindet. Insgesamt ganze vier Häuser zählen zu diesem Pub!

5. Groningen ist wie ein Dorf, aber auch eben nicht

Okay, zugegeben, der letzte Punkt ist sehr subjektiv. Ich bin in einem 2.000 Seelen Dorf aufgewachsen. Nach meinem Abitur habe ich dann ein halbes Jahr in der Millionenstadt Brisbane gelebt. Dabei habe ich gemerkt, dass ich es ganz gerne mag, wenn man keine zwei Stunden braucht, um von einem Ort zum anderen zu kommen, wenn jeder immer noch jeden kennt und man nicht von der Anonymität verschluckt wird. Groningen bietet mir genau das, aber eben auch die Vorzüge einer etwas größeren Stadt: mehr Angebote, mehr Freiheiten und ein wenig Großstadtflair. Na ja, größere Stadt-Flair. (Ich will noch mal wiederholen: Ich komme aus einem 2000 Einwohnerdorf. Für mich ist jeder Ort, in dem nach sieben Uhr noch ein Bus kommt, eine Großstadt.)

Vielleicht konnte ich euch ja ein bisschen überzeugen, Groningen für euer eventuelles Niederlande-Vorhaben in Erwägung zu ziehen.

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