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Mein (Arbeits-)Alltag in einer der grössten Städte der Welt

Mein (Arbeits-)Alltag in einer der grössten Städte der Welt

Seit inzwischen drei Monaten bin ich nun schon in Mexiko-Stadt. Genug Zeit, dass ich mir schon eine tägliche Routine angeeignet habe. Wie so ein klassischer Tag bei mir ausschaut, zeige ich euch hier.

Natürlich ist hier nicht jeder Tag gleich, ganz im Gegenteil, da mir hier so viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung geboten werden, ist jeder Tag mehr oder weniger ein neues Abenteuer. Trotzdem probiere ich hier, euch einen klassischen Freitag zu zeichnen, der einerseits Wochentag aber auch schon Wochenende ist.

Der Vormittag: Ein Kampf gegen das Zuspätkommen

08:15 Uhr: Der Wecker klingelt.

08:30 Uhr: Der Wecker klingelt ein zweites Mal. Ich stehe auf, frühstücke ganz gemächlich und informiere mich ein bisschen über die Nachrichten aus Deutschland.

09:15 Uhr: Ich merke, ich bin spät dran. Muss mich beim Duschen beeilen und komme danach nur 5 Minuten zu spät zur Arbeit (was bestimmt daran liegt, dass ich auch nur 5 Mintuen von der Arbeit entfernt wohne).

09:35 Uhr: Ich komme auf der Arbeit an, richte mich ein, mache mir einen Tee und fang an, die Mails zu lesen. Meistens gibt es nicht zu viel zu tun, sodass ich auch erstmal meine privaten Mails lesen kann. Bis 13 Uhr mache ich relativ gewöhnliche Büroarbeit, also arbeite ich sehr viel mit Word, Excel und co.

Garten in einem Innenhof meiner Arbeit
Das Gebäude des Bildungsministeriums, in dem ich arbeite, hat sogar einen kleinen, sehr süßen Garten und ist generell sehr schön.

Mittagszeit: Ich schlag mir den Magen voll.

13:00 Uhr: Zeit für Mittagspause! Da es keine Mensa oder Kantine gibt, besuche ich mit meiner Arbeitskollegin eigentlich immer den gleichen Stand, der direkt in der Nähe der Arbeit ist. Dort gibt es klassisches mexikanisches Streetfood, also Quesadillas, Huaraches, Sopes, Tlacoyos und Tortas. Keine Sorge, wenn ihr nicht versteht, was das alles ist, hier kommt eine kleine Zusammenstellung meiner Lieblingsgerichte:

14:00 Uhr: Nach der Stärkung begebe ich mich wieder an meinen Arbeitsplatz und gehe meinen Aufgaben vom Vormittag weiter nach. Sehr viel länger geht mein Arbeitstag allerdings nicht, da gegen 15:30 Uhr meine Chefin Mittagspause macht und mir dann sinngemäß mitteilt, dass ich gehen kann, wenn ich will.

Nach der Arbeit ist vor dem Sprachkurs

15:30 Uhr: Ich lasse mich nicht lange bitten und mach mich auf den Heimweg. Fünf Minuten später bin ich schon wieder zuhause, ruhe mich kurz aus, packe meine Sachen für den Sprachkurs und mache mich direkt mit der Metro auf den Weg dorthin.

Von Keith Haring angemalte Metro
Selbst die Fahrt mit der Metro ist hier schon aufregend: In den Stoßzeiten so warm wie in der Sauna, aber immerhin schauen die Wagons schön aus, so wie hier mit einem Muster von Keith Haring.

16:30 Uhr: Ich treffe mich mit einer weiteren kulturweit-Freiwilligen und unserem Spanischlehrer in der Bibliothek. Dort lernen wir 1,5 Stunden lang ein bisschen was über die spanische Grammatik und gleichzeitig etwas über mexikanische Kultur, Literatur, Politik und Geschichte. Danach fahre ich (wieder mit der Metro) zum Handballtraining an die UNAM, eine der größten und prestigeträchtigsten Universitäten Lateinamerikas.

19:00 Uhr: Das Training fängt mit einer Stunde Krafttraining an. Danach geht es noch zwei Stunden in die Halle, wo wir Handball spielen und die Mannschaft sich auf die kommende Partie vorbereitet. Da ich nicht an der Universität eingeschrieben bin, kann ich allerdings nur an den Trainingseinheiten teilnehmen und nicht bei den Liga-Spielen.

23:00 Uhr: Eine einstündige Metrofahrt später bin ich wieder zu Hause und geschafft vom Tag. Ganz fix mache ich mir etwas zu Essen (meistens Tortillas mit angebratenem Gemüse), trinke einen Mezcal mit meinen Mitbewohnern und falle dann todmüde ins Bett.

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