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Studium an der Uni Norte – Resümee nach Klausurenphase #1

Nachdem die Vorlesungen in Kolumbien zum Alltag geworden sind und die erste Klausurenphase überstanden ist, wage ich einen Rückblick: Wie studiert es sich so Universidad del Norte? Doch Moment – ERSTE Klausurenphase? Ich studiere hier doch nur für ein Semester?

Der erste Eindruck zählt: So sieht es auf dem Campus aus!

Nicht wie an einer Uni, wie man sie aus Deutschland kennt!

Auf dem Campus der Universidad del Norte wachsen Palmen
Grüner Campus

Mit ca. 16.000 Studenten ist die Uni Norte relativ klein, weshalb auch der Campus überschaubar ist.

Einige Gebäude sind dabei einzelnen Fakultäten zugeteilt, während in dem Hauptgebäude verschiedenste Vorlesungen stattfinden. Hier findet man ebenfalls einen kleinen Buchladen, ein Geschäft mit Drogerieartikeln, Rucksäcken und Snacks und die Hauptmensa. Leider sind die Vorlesungsräume in diesem Gebäude meistens sehr klein und es gibt nur Einzelplätze mit Klapptisch.
Die anderen Gebäude sind hingegen sehr modern, dafür aber auch besonders kalt. Da kann es sich lohnen ein Jäckchen einzupacken.

Aussicht aus dem Ingenieursgebäude der Universidad del Norte
Aussicht aus dem Ingenieursgebäude

Neben der Hauptmensa gibt es noch einige weitere Möglichkeiten, Hunger und Durst in der Uni zu stillen. Die Auswahl und Qualität sind dabei sehr gut, doch dafür auch die Preise etwas höher. Um den Geldbeutel zu schonen, kann man einfach in eins der Restaurants gegenüber der Universität gehen.

ein Bistro am Campus
Das „Express“-Bistro

Vorlesung oder Schulunterricht?

Die Vorlesungen sind sehr schulisch gestaltet. So gibt es sehr häufig Gruppenarbeiten oder eine Aufgabe wird gemeinsam mit dem ganzen Kurs bearbeitet. Da die meisten Kurse nur aus 10-20 Personen bestehen, ist dies meist problemlos möglich.

Studenten, denen es in Deutschland häufig zu schnell ging, sind hier gut aufgehoben. Die Inhalte werden sehr langsam vermittelt und bei Fragen wiederholen die Professoren das Thema auch noch ein drittes mal.
Wie ist das möglich? Die Regelstudienzeit im Bachelor beträgt zehn Semester und somit viel mehr als in Deutschland. So kann man sich natürlich mehr Zeit für die einzelnen Themen nehmen.

Zudem gibt es eine allgemeine Anwesenheitspflicht. Fehlt man in mehr als 20 Prozent der Unterrichtsstunden, ist eine Teilnahme an der finalen Klausur nicht möglich. Da einige Dozenten die Anwesenheit jedoch auch in ihrer Notenvergabe berücksichtigen, ist ein zu häufiges Fehlen zunächst nicht empfehlenswert. Doch häufig kann man sich durch eine kurze E-Mail mit Begründung des Fehlens entschuldigen lassen.

Klausurenphase – Bib oder Beach?

Der Schock vorweg: drei Klausurenphasen im Semester! Ist das auszuhalten? Ja!

Wie die Noten am Ende des Semesters entstehen, ist in jedem Modul unterschiedlich. Meistens gibt es drei Zwischenprüfungen und eine finale. Zudem werden Hausaufgaben(!) und Gruppenarbeiten bewertet, die Anwesenheit berücksichtigt und es kann kleine Zwischentests geben.

Daraus folgt, dass man über das gesamte Semester hinweg fleißig sein müsste. Doch keine Sorge! Die Prüfungen und Tests beinhalten meiner Erfahrung nach entweder Fragen, die man beantworten kann, wenn man einigermaßen in der Vorlesung zugehört hat, oder Gruppenarbeiten bei denen die Nutzung unseres Freundes Internet erlaubt ist.

Somit ist das Semester mit wenig Aufwand einfach zu meistern und einem Tag am Strand, bevor man Abends eine Prüfung schreibt, steht nichts im Wege!

Und sonst so? Freizeitangebote der Universidad del Norte

Nach und zwischen den Vorlesungen muss natürlich nicht Siesta sein.

Die Uni bietet ein sehr breites Programm extramatrikulärer Kuse an. Diese sind für alle Studenten kostenlos und sehr empfehlenswert!

Die Sportkurse sind sehr vielfältig und beinhalten sowohl typische Sportarten wie Fußball oder Volleyball als auch außergewöhnliches wie Capoeira.
Ich selbst probiere mich momentan z.B. an Gymnastik und bin positiv überrascht. Das Training ist recht hart, doch macht auch sehr viel Spaß!

Außerdem werden Kuse unter der Rubrik Kunst und Kultur angeboten. Hier findet sich vor allem eine große Auswahl an Tänzen die erlernt werden können. Ich bin bei der Auswahl den allgemeinen Empfehlungen gefolgt und habe mich für den Rumbakurs angemeldet. Gut, dass mir vorher niemand gesagt hat, dass Rumba „Party“ bedeutet und man auf jeden Fall keinen klassischen Rumbaschritt lernt. Dafür wird jetzt schön viel zu Reggaeton, Merengue und Champeta getanzt und sich auf das kommende Wochenende vorbereitet. Auch nicht schlecht.

Wer jedoch einfach etwas Zeit zwischen den Vorlesungen überbrücken möchte kann im „Salon“ entspannen und sich einen Film ansehen, schlafen oder Videospiele spielen.

Sessel und Bildschirme
Hier vergisst man schnell mal, dass man in der Uni ist.

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