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Ein Ausblick in meine Zukunft in der Schweiz?

Ein Ausblick in meine Zukunft in der Schweiz?

Die Vorlesungszeit ist vorbei. In drei Wochen folgen meine beiden Jura-Prüfungen an der Universität Zürich. Langsam stellt sich die Frage: Kann ich meine Mission „Gekommen, um zu bleiben“ erfüllen und auch nach meinem Auslandssemester in der Schweiz Fuß fassen?

Die Schweiz und ich. Man könnte es Liebe auf den ersten Blick nennen. 2019 war ich das erste Mal zu Besuch und schon da stellte sich mir die Frage, ob ich mir vorstellen könnte, hier längere Zeit, oder vielleicht sogar für immer zu leben. Mein Auslandssemester diente insofern also auch als längerer „Test“ für ein Leben in der Schweiz. Doch es wartet in Deutschland doch eigentlich noch ein fast fertiges Jurastudium auf mich?

Das Studium in Deutschland und das Zu Hause in der Schweiz

Ich befinde mich aktuell im fünften Fachsemester (für mein Auslandssemester habe ich mich beurlauben lassen, weshalb dies nur als Hochschul- nicht aber als Fachsemester zählt). Das bevorstehende erste juristische Staatsexamen wäre also schon fast greifbar gewesen.

Dennoch habe ich mich während meines Aufenthalts in Zürich entschieden, den Weg des klassischen Examens zu verlassen. Die Onlinelehre ist mittlerweile faktisch Normalität geworden und auch wenn sie viele Nachteile birgt, so gibt es für mich doch einen entscheidenden Vorteil: die örtliche Flexibilität. Und so fiel meine Wahl auf die Fernuniversität in Hagen, die sozusagen von Grund auf Onlinelehre praktiziert, in Verbindung mit Skripten, die man von der Uni erhält. Die Uni Hagen bietet einen Bachelor of Laws gemischt mit BWL-Modulen an, davon erwarte ich mir für meine berufliche Laufbahn auch mehr internationale Flexibilität, als es beim Staatsexamen der Fall gewesen wäre. Zufälligerweise hat die Uni Hagen auch ein Schweizer Regionalzentrum in: Zürich! Demnach gibt es kein lästiges pendeln, um Klausuren schreiben zu müssen. Diese kann ich ganz normal vor Ort in Zürich absolvieren. Ab Oktober wird es also heißen: Tschüss Halle, Hallo Hagen. Diese Entscheidung fiel mir kaum schwer.

Alles neu macht der … Juni?

Was mein Studium betrifft ist nun alles so ziemlich in „trockenen Tüchern“. Doch das Leben besteht nicht nur aus studieren (auch wenn das an dieser Stelle viele Juristen verneinen würden). Es braucht unter anderem auch ein Dach über dem Kopf. Mein kleiner Erneuerungs-Rundumschlag hat mich also auch dazu gebracht, mir eine neue WG zu suchen, denn in der alten hat es für mich persönlich nicht mehr gepasst. Vom zürcher Kreis elf ging es Anfang des Monats für mich in den Kreis sechs. Der liegt näher am Stadtzentrum. Plus: Vom neuen Zimmer aus kann ich den 126 Meter hohen Prime Tower in Zürich West sehen. Wenn das mal kein angemessener Grund für einen Umzug ist 😉

Der Blick aus dem Fenster. Rechts sind Bäume zu sehen, links die Skyline von Zürich-West.
Der Ausblick aus meinem neuen WG-Zimmer. Wer erkennt den Prime Tower?

 

Diesen Blog habe ich von Anfang an ehrlich gestaltet und so sollte ich auch den finanziellen Aspekt meiner Mission erwähnen. Wie ich schon hier geschrieben habe, gehört Zürich zu den teuersten Städten der Welt. Hierbei spielt mir allerdings wieder die Flexibilität meiner neuen Uni in die Karten, denn in Hagen kann man sich sowohl als Teilzeit- als auch als Vollzeit-Studierender immatrikulieren. Ich habe dabei erstere Variante gewählt, um nach meinem Auslandsstudium hier nebenbei Teilzeit arbeiten zu können. Dies war vor allem auch wichtig in Anbetracht der Tatsache, dass meine Aufenthaltsbewilligung Ende Juli ausläuft, da dann mein Auslandsstudium an der Uni Zürich endet und die Bewilligung hieran gekoppelt war. Ein Arbeitsvertrag ist bezüglich der Verlängerung beziehungsweise Neubeantragung also definitiv von Vorteil. Ich bin also fleißig dabei, Bewerbungsgespräche zu führen.

Meine Mission lautet: „Gekommen, um zu bleiben?“ Und nun, nachdem ich etwas mehr als fünf Monate schon in der Schweiz wohne und ein Semester hier studiert habe, sieht es ganz danach aus, als würde ich meine Mission erfüllen. Es bleibt weiter spannend!

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