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Ein Balkon zur Sonne

Ein Balkon zur Sonne

Die Wohnung stellt wohl das Herzstück meines ERASMUS dar. Hier ist mein Anker. Dementsprechend wichtig war es mir, eine Wohnung zu finden, die sowohl ein nettes Umfeld hat, als auch gut angebunden ist. Wie und wo ich jetzt zu Hause bin, erfahrt ihr hier.

Yannic auf Balkon
Auf dem Balkon lässt sich auch idyllisch Frühstücken.

Barcelona ist, wie mir scheint eine Stadt mit vielen verschiedenen Zentren, die allesamt ihren eigenen Charme haben. In den Altstadt-Vierteln Gotico oder Raval hat man enge Gassen, ein ganz ursprüngliches Gefühl, dafür aber relativ wenig Licht. Auch die Nähe zum Meer spricht für den Bezirk. Wenn man hier abends lang läuft, kann man sich gut vorstellen, wie es zu der Zeit gewesen sein muss, als es noch keine Autos und Mofas in den Straßen Barcelonas gab und Leute mit ihren Handkarren durch die Gassen schepperten. Allerdings ist die Uni von hier relativ weit entfernt. Acht Kilometer muss man mit dem Fahrrad fahren, um zum Campus zu gelangen. Dazu muss man auch noch einen Berg hinauf.

Wäsche an Balkon
Eine typische Wohnung in der Altstadt. Die Wäsche trocknet man hier draußen.

Als weitere Alternative bot sich mir das Stadtviertel Eixample an. Die Anbindung ist hier sehr gut, man ist mehr oder weniger in der Mitte zwischen Strand und Uni und kommt eigentlich überall in Barcelona relativ schnell hin. Gleichzeitig schreckte mich hier die Masse an Autos ab. In Barcelonas gibt es immer dreispurige Einbahnstraßen, die sich durch den ganzen Bereich von Eixample ziehen. Dementsprechend groß ist auch die Lärmbelastung und ich entschied mich schlussendlich für einen anderen Bezirk.

Natürlich gibt es noch viele andere schöne Bezirke in Barcelona. Ich beschränkte ich mich bei der Wohnungssuche allerdings auf die bisher Aufgeführten.

Meine Wohnung in Gracia

Patio mit Bäumen
Der Ausblick von meinem Balkon. Bis 17 Uhr habe ich hier Sonne.

Das Viertel Gracia ist etwas weiter vom Strand entfernt. Um zum Strand zu gelangen, muss ich mit dem Rad ca. 5km den Berg hinab rollen. Dabei geht es unter anderem durch Fußgängerzonen und am Ende die Hafenpromenade entlang. Das Leben auf der Straße gefällt mir in Gracia besonders gut. Zur Uni sind es von hier auch nur circa fünf Kilometer, sodass ich diese in etwas einer halben Stunde von zu Hause mit dem Fahrrad erreichen kann. Ich habe hier in Gracia auch viele Freude, die zufälligerweise einen ähnlichen Wohnungsgeschmack haben wie ich – wie es scheint 🙂

Straße mit Leben
Gracia! Hier wohne ich.
Straße in Barcelonas
Zur Zeit blühen hier die sogenannten Judasbäume.

Für mein Zimmer bezahle ich hier 400 Euro inklusive Nebenkosten, was wohl für die Location ganz gut ist. Der gute Preis ist aber auch Corona geschuldet, da viele Vermieter nach Mietern suchen und aktuell mehr Angebot als Nachfrage existiert. Ich wohne hier zusammen mit Carmine, Christina und Stana und zur Zeit sind auch wir auf der Suche nach noch einer/ einem netten MitbewohnerIn, da wir noch ein Zimmer frei haben. Carmine kommt aus Italien und arbeitet als Control Engineer, Christina kommt aus England und macht ihren Doktor in einem Photonics Lab und Stana aus Kroatien hat bereits ein abgeschlossenes Architekturstudium und studiert nun nochmals Landschaftsarchitektur.

Zimmer von innen
Mein Zimmer von innen. An der Gestaltung muss ich noch arbeiten.

Von meinem Zimmer aus kommt man direkt in die Küche, von wo aus man wiederum direkt zum Balkon kommt.

Yannic auf Balkon
Ausruhen auf dem Balkon.

Wie findet man eine Wohnung?

Ich habe meine Wohnung mithilfe der App Idealista gefunden. Hier kann jeder Wohnungsangebote inserieren und man tritt ganz leicht über WhatsApp mit den Vermietern in Kontakt. So hatte ich mir vor der Ankunft schon 5 Treffen organisiert und musste nur noch die Wohnung auswählen, die mir am besten gefiel. Und hier bin ich nun in Gracia und bin sehr zufrieden mit meinem Spot.

 

Kommentare
  1. Hardy

    26. März 2021

    An welchem Teil der Sagrada familia wird gerade gearbeitet?

    1. Yannic Scholtyssek

      29. März 2021

      Momentan wird wohl an der später als Hauptfassade gedachten Glorienfassade gearbeitet. Im Baugeschehen äußert sich das so, dass zwischen den filigranen Türmen, nochmal massivere Türme in die Höhe wachsen. Ein paar interessante Funfacts zu der Sagrada Familia sind auch noch:
      – Sowohl Gaudi als auch der Auftraggeber sind unter der Kirche begraben.
      – an der Kirche wurde fast 140 Jahre lang ohne Baugenehmigung gearbeitet
      – bei Vollendung wird sie mit 172m die größte Kirche der Welt werden (der Berg Mont Juic in Barcelona ist genau einen Centimeter größer, da gemäß Gaudi nichs Menschengeschaffenes größer sein soll als „Gottgeschaffenes“.

    2. Hardy

      11. April 2021

      Oha…172m…

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