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Fragen und Antworten: Corona

Durch die Corona-Pandemie befindet sich die Welt in einer Ausnahmesituation. Solltest du aktuell für einen studienbezogenen Aufenthalt im Ausland sein oder einen Auslandsaufenthalt planen, findest du hier ein paar wichtige Infos.

Du planst, ins Ausland zu gehen

1. Kann ich jetzt ins Ausland gehen?

Die Reisewarnungen werden durch das Auswärtige Amt stetig angepasst. Informiere dich ausführlich, wie die Lage in deinem Zielland ist und ob du aus Deutschland einreisen darfst und kannst.

Neben dem Auswärtigen Amt und dem Robert-Koch-Institut sind auch deine Hochschulen in Deutschland und im Ausland oder dein Praktikumsgeber im Ausland eine gute Adresse, um dich zu informieren und um über eine eventuelle Verschiebung zu sprechen.

Quarantäne-Zeiträume können bei Erasmus+ zum Förderzeitraum gezählt werden, wodurch dir eine finanzielle Förderung für diesen Zeitraum gewährt wird. Bei Rückkehr ins Heimatland wird dir eine mögliche Quarantäne-Zeit jedoch nicht angerechnet.

2. Wie sieht ein Auslandsaufenthalt im Sommersemester 2021 aus?

Genau wie in Deutschland haben auch viele Hochschulen im Ausland ihr Programm auf ein Online-Angebot umgestellt. Einen guten Überblick darüber, wie das Programm an Unis im Erasmus-Raum weitergeht, bietet die Seite Erasmus+ Covid-19 Mobility Status der European University Foundation.

Du kannst dein Erasmus-Auslandssemester auch vorerst virtuell von Deutschland aus starten und später dann im Ausland fortsetzen. Die finanzielle Förderung greift jedoch erst, wenn du tatsächlich im Ausland bist und damit auslandsbezogene Kosten für dich anfallen (siehe nächste Frage).

Falls deine Hochschule im Ausland außerhalb der EU liegt, solltest du schauen, ob du überhaupt einreisen darfst und das International Office oder deine Ansprechpersonen an der jeweiligen Hochschule direkt kontaktieren.

3. Kann ich mein Erasmus+ Auslandssemester virtuell beginnen, wenn meine Gasthochschule Online-Kurse anbietet?

Wenn von der Gasteinrichtung Online-Kurse angeboten werden, die zur Erreichung der Lernziele beitragen, kannst du in Absprache mit deiner Heimathochschule Ihre dein Auslandssemester virtuell beginnen.

Im Rahmen des Erasmus+ Programms kannst du normalerweise Sprachkurse belegen. Das geht auch, wenn du (noch) nicht ausgereist bist. Entsprechende Lizenzen für den Online Linguistic Support (OLS) werden zur Verfügung gestellt, damit du dich gut auf deinen Auslandsaufenthalt – egal ob virtuell oder physisch – vorbereiten kannst.

So lange du in Deutschland bleibst und die Kurse deiner Gastuni online besuchst, fallen für dich keine auslandsbedingten Mehrkosten an. Deshalb bekommst du in dieser Zeit keine finanzielle Förderung über Erasmus+. Sobald du deinen Auslandsaufenthalt aber auch physisch antrittst, kannst du den regulären Zuschuss bekommen. Die Mindestförderdauer von drei Monaten sollte erfüllt werden. Sollte es aber weiterhin Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie geben und du keine drei Monate im Ausland sein können, kann dein physischer Auslandsaufenthalt verkürzt und zum Beispiel durch eine virtuelle Teilnahme an Kursen von Deutschland aus ergänzt werden. Achtung: Diese Regelung gilt seit dem 16. Juni 2020 und nicht rückwirkend.

Virtuelle Mobilitätsphasen im Heimatland, die nicht finanziell gefördert werden (siehe Frage 1unter „Du bist schon/ noch im Ausland“), zählen nicht zum Erasmus+ Kontingent von 12 Monaten pro Studienzyklus. Dies gilt auch für den virtuellen Teil von Mobilitäten, die im Blended-Ansatz durchgeführt werden.

Virtuelle Mobilitätsphasen im Gastland sind, sofern deine Hochschule dem zustimmt, unter Einhaltung der Erasmus+ Vorgaben regulär finanziell förderfähig. Und zählen daher wie gehabt zum Erasmus+ Kontingent.

4. Kann ich mein Erasmus+ Praktikum im Home-Office durchführen?

Sofern du dein Learning Agreement erfüllen kannst, kannst du auch dein Auslandspraktikum weiterhin im Rahmen von Erasmus+ machen.

So lange du in Deutschland bleibst, fallen für dich keine auslandsbedingten Mehrkosten an. Deshalb bekommst du in dieser Zeit keine finanzielle Förderung über Erasmus+. Sobald du deinen Auslandsaufenthalt aber auch physisch antrittst, kannst du den regulären Zuschuss bekommen.

Die Mindestförderdauer von zwei Monaten sollte erfüllt werden. Sollte es aber weiterhin Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie geben und du kannst nur kürzer als zwei Monate im Ausland bleiben, kann die physische Mobilitätsphase verkürzt und zum Beispiel durch eine virtuelle Mobilitätsphase ergänzt werden. Achtung: Diese Regelung gilt seit dem 16. Juni 2020 und nicht rückwirkend.

5. Wenn ich ausreisen möchte, muss ich mich im Gastland zu Beginn meines Auslandsaufenthaltes in Quarantäne begeben. Werde ich in diesem Zeitraum gefördert?

Der Zeitraum der Quarantäne im Gastland kann bei Erasmus+ zum Förderzeitraum gezählt werden, das heißt, du kannst bereits dann finanzielle Förderung bekommen. Der DAAD empfiehlt, sich vor der Ausreise zu informieren, ob die Quarantäne durch einen ein negativen Covid19-Test vermieden werden kann. Wenn du jedoch zurück nach Deutschland kommst und dort ebenfalls in Quarantäne musst, wird diese Zeit nicht angerechnet.

6. Ich habe kürzlich mein Studium abgeschlossen und möchte ein Erasmus+ Praktikum im Ausland machen. Ich musste mein Praktikum wegen der Corona-Pandemie verschieben und kann die Frist der zwölf Monate seit dem Abschluss nicht einhalten – was nun?

Die Frist wurde auf 18 Monate verlängert. Diese Regelung ist am 16. Juni 2020 in Kraft getreten und gilt nicht rückwirkend.

7. Kann ich mich aktuell für DAAD-Stipendien bewerben?

Bewerbungen auf laufende Ausschreibungen werden weiterhin entgegengenommen und bearbeitet, Kommissionssitzungen werden teilweise per Videokonferenz durchgeführt oder aber es wird auf Grundlage der schriftlichen Unterlagen entschieden. Alle Infos findest du hier.

Du bist schon/noch im Ausland

Gehen oder bleiben?

Die Entscheidung, ob es besser ist, im Ausland zu bleiben oder nach Deutschland zurückzukehren, kann dir keiner so einfach abnehmen. Wenn du unsicher bist, helfen vielleicht folgende Fragen: Was sagen Heimat- und Gasthochschule oder dein Arbeitgeber im Ausland? Was sagen die Behörden und Profis wie das Robert Koch Institut und das Auswärtige Amt, zum Beispiel? Wie sieht dein Alltag gerade aus? Was sagen die anderen Studierenden und was raten deine Vertrauenspersonen?

Viele Flüge sind gestrichen und auch andere Reisemöglichkeiten werden eingeschränkt. Um im Notfall schnell Hilfe bekommen zu können und alle Infos zu erhalten, wird Deutschen im Ausland empfohlen, sich in die Elefand-Datenbank einzutragen. Das Auswärtige Amt beantwortet hier die wichtigsten Fragen zum Thema Reisewarnungen, die Rückkehr nach Deutschland und was du tun kannst, wenn deine Flüge nach Deutschland zurück gestrichen wurden.

Die Erfahrungsberichte unserer Correspondents findest du hier.

1. Ich bin im Rahmen von Erasmus+ im Ausland, aber mein Studium/ mein Praktikum wurde auf Grund der Corona-Pandemie unterbrochen/ abgebrochen. Was passiert nun?

Grundsätzlich ist es möglich aufgrund der gegenwärtigen Situation einen Erasmus+ Aufenthalt abzubrechen. Wenn Erasmus+ Studierende ihren Aufenthalt aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht fortführen oder antreten können, bietet das Erasmus+ Programm verschiedene Möglichkeiten zum Umgang mit der Situation an.

Bitte zögere nicht, dich zur Beratung an die entsprechenden Beratungsstellen der Gasthochschule bzw. an das International Office deiner Hochschule in Deutschland zu wenden.

Wenn du beispielsweise planst, die Mobilität zeitnah fortzusetzen oder eine Ausreise nicht möglich ist und du daher im Zielland bleiben und:

a) noch immer Ausgaben hast, die direkt und ausschließlich mit deinem Aufenthalt in diesem Land verbunden sind, wie Miete und Strom etc. und/oder

b) du an virtuellen Lernformaten teilnimmst (wenn die Einrichtung im Zielland diese als Alternative zu den ursprünglich geplanten Aktivitäten zur Verfügung gestellt hat), verständige dich bitte mit deiner Heimathochschule, welche Möglichkeiten diese bietet den Zuschuss zu behalten.

Darüber hinaus kannst du möglicherweise einen (geringeren) zusätzlichen Zuschuss erhalten, um den zusätzlichen Zeitraum abzudecken, den du aufgrund des Covid-19-Ausbruchs im Ausland verbringen musst und der über deine ursprüngliche Planung hinausgeht. Du solltest dich diesbezüglich bei deiner Heimathochschule erkundigen.

2. Kann ich meinen Auslandsaufenthalt irgendwann fortsetzen?

Ob du an deine Gasthochschule und in dein Gastland zurückkehren kannst, lässt sich derzeit auch nur schwer sagen. Halte engen Kontakt zu deinen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern im Ausland und wäg ab, ob eine Rückkehr möglich ist, wenn die Hochschule oder das Unternehmen, in dem du ein Praktikum machst, ihren Betrieb wieder normal aufnehmen.

Wer mit Erasmus+ im Ausland ist und seinen Aufenthalt abbricht, sollte sich erkundigen, ob nicht vielleicht eine Neubewerbung möglich ist. Du kannst dich in jedem Studienabschnitt (also jeweils im Bachelor, Master und später während der Promotion) für bis zu zwölf Monate um Erasmus-Förderung bewerben. Diese Zeit lässt sich auch aufteilen – einem weiteren Auslandsaufenthalt steht also vielleicht nichts im Wege, wenn er jetzt kürzer war als erwartet.  Wenn du z.B. deinen für vier Monate geplanten Auslandsaufenthalt nach einem Monat abbrichst, kannst du in deinem aktuellen Studienabschnitt noch 11 weitere Monate gefördert werden.

Virtuelle Mobilitätsphasen im Heimatland, die nicht finanziell gefördert werden (gemäß Frage 5), zählen nicht zum Erasmus+ Kontingent von 12 Monaten pro Studienzyklus. Dies gilt auch für den virtuellen Teil von Mobilitäten, die im Blended-Ansatz durchgeführt werden.

3. Ich habe im Rahmen von Erasmus+ einen Auslandsaufenthalt durchgeführt, musste aber nach Hause zurückkehren. Kann ich mein Stipendium behalten? (Stand 30.11.20)

Du hast Anspruch auf den Zuschuss, der den Zeitraum abdeckt, in dem du die Aktivität im Ausland durchgeführt hast. Wenn z. B. die Mobilität am 1. Januar begann und am 1. Juli enden sollte und die Aktivitäten z. B. am 15. März ausgesetzt wurden, bist du mindestens berechtigt, den Zuschuss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 15. März zu erhalten. Darüber hinaus bietet das Erasmus-Programm weitere Möglichkeiten der Unterstützung. Bitte halte diesbezüglich Rücksprache mit deiner Heimathochschule.

So oder so

Egal, wo du gerade bist: Halte dich an die Ratschläge der Behörden. Halte dich an die Abstandsregeln, trag eine Alltagsmaske in geschlossenen Räumen und pass gut auf dich auf. Vernetze dich online mit anderen Studierenden und Betroffenen und behalte die Nachrichtenlage im Blick. Das Auswärtige Amt, das Robert Koch Institut und auch der DAAD versorgen dich mit aktuellen Informationen.

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