studieren weltweit

Uni, aber anders

Professoren werden gesiezt und die Vorlesung beginnt eine Viertelstunde später als angegeben. Ist doch selbstverständlich, oder? – Nein. An den Hochschulen anderer Länder ist vieles doch ein bisschen anders.

Uni-im-Ausland-Uni-aber-anders

Pünktlichkeit ist Ansichtssache

Das akademische Viertel, die 15 Minuten, die eine Vorlesung später beginnt, gibt es an Unis in Deutschland, Skandinavien, Österreich und der Schweiz. In anderen Ländern müssen die Studierenden in der Regel zur angegebenen Uhrzeit erscheinen.
Auch das Verhältnis zwischen Studierenden und Professoren ist in manchen Ländern anders als in Deutschland. In Skandinavien werden die Dozenten zum Beispiel geduzt. Auch in Australien ist das Verhältnis zwischen Dozenten und Studierenden fast schon familiär, man spricht sich mit Vornamen an.

Schlafen erlaubt

In einigen Ländern, zum Beispiel in den USA, sind die Kurse kleiner als in Deutschland. In Südkorea und Japan ist der Unterricht frontal ausgerichtet, man legt großen Wert auf Pünktlichkeit, Hausaufgaben sollte man dort sorgfältig erledigen. Dafür ist es bei Japanern durchaus üblich, in der Vorlesung auch mal einzuschlafen, denn Müdigkeit wird als Zeichen für fleißige Arbeit gedeutet.

30 = A+ = 1

Während man sich in Deutschland meistens an Noten orientiert, gibt es in anderen Ländern ganz andere Bewertungssysteme, die sich auch innerhalb der Länder von Uni zu Uni unterscheiden können. In den Niederlanden werden die Studienleistungen häufig mit Punkten bewertet. Zehn Punkte sind die Bestnote. Maximal 30 Punkte gibt es dagegen in Italien. In den USA oder auch in Kanada werden häufig Buchstaben vergeben: von A+ bis F. In Tschechien gibt es an manchen Hochschulen nur vier Abstufungen bei der Bewertung – von „nicht bestanden“ bis „ausgezeichnet“. Schließt man seinen Master in Großbritannien ab, steht auf dem Abschlusszeugnis nur ein Wort: „Merit“ oder „Passed“.

Fast Food statt Mensa-Essen

An Universitäten in Australien sucht man die Mensa manchmal vergeblich. Stattdessen gibt es Fast-Food-Ketten auf dem Campus, die Sandwiches oder chinesische Gerichte anbieten. In Singapur hat man im Uni-eigenen Food-Court die Wahl zwischen zahlreichen Essensständen. Und in Spanien darf man sich nicht wundern, wenn in der Mensa zum Mittagessen ein Glas Wein auf dem Tablett steht.

Mehr über #Campus

Vom Campus- und Unileben im Ausland