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Zwei Tage Kambodscha – warum ich alleine nach Angkor gereist bin

Angkor Wat ist die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit in Kambodscha. Der Tempelkomplex ist das Wahrzeichen des Landes und ziert sogar die Nationalflagge. Es war schon immer mein Traum, die Tempel in der Region Angkor zu besuchen. Daher habe ich nicht lange nachgedacht und mir ein Busticket nach Siem Reap gekauft. 24 Stunden Busfahrt für 48 Stunden in Kambodscha. Es war anstrengend, aber ein unvergessliches Erlebnis. Besonders auch, weil ich es nur für mich gemacht habe.

Ich bin ein großer Fan davon, alleine zu reisen. Fast hätte ich auch darüber einen allgemeinen Blogeintrag geschrieben, aber es wurde in dem Post von Louisa schon alles gesagt. Angkor wurde für mich jedoch ein besonders nennenswertes Ziel für das Reisen alleine. Warum? Das erfahrt ihr jetzt.

Meine Zeit, mein Tempo

Die vielen beeindruckenden Tempel in Angkor sind einfach überwältigend. Zum Ende des Tages hin wurden die Begehungen der Anlagen in der prallen Sonne jedoch schon anstrengend. Weil ich alleine unterwegs war, war es aber gar kein Problem, auch Mal eine Pause mehr einzulegen oder einfach mal die Tempelwände in Ruhe von einer Treppenstufe aus zu betrachten. Ich hatte alle Zeit der Welt für die Tempel und für mich.

Ich konnte mich ganz den Tempeln widmen

Die beeindruckenden Bauten und Anlagen haben eine magische Ausstrahlung. Ich habe es sehr genossen, alleine mit bzw. in den Tempeln zu sein. Tatsächlich hatte ich sogar ab und zu eine ganze Anlage für mich allein. Das war fabelhaft, um all die Eindrücke auf mich wirken lassen zu können.

An einem Tempel fragte ich ein Mädchen, die gerade auf umständliche Weise Selfies von sich machte, ob ich nicht ein Foto von ihr machen solle. Ich wollte nur nett sein, doch das Ende vom Lied war, dass sie selbst Deutsche war und mir nicht mehr von der Seite wich und mit Smalltalk anfing. Ich war ehrlich gesagt froh, sie bei meinen weiteren Ausflügen nicht mehr getroffen zu haben. Denn in Angkor ging es mir um die Tempel und nicht um andere, in dem Moment belanglos erscheinende, Dinge. Denn ob das Mädel jetzt Zahnmedizin studiert hat oder nicht, war mir zu dem Zeitpunkt echt egal. Auch die Unterhaltungen, die ich zwischen anderen Besuchern aufgeschnappt habe, bezogen sich oftmals nicht auf die Anlage, sondern auf andere Dinge. Es wurde über die Zimmernachbarn gelästert oder ein Sportevent diskutiert. Das fand ich schade (für sie). Denn wenn man schon mal dort ist, sollte man sich komplett den antiken Gebäuden widmen (können).

Irgendwie war ich dann doch nie allein

Siem Reap, die kleine Stadt in der Nähe von Angkor, ist durch die Sehenswürdigkeit zur Touristenhochburg geworden. Tausende Menschen aus aller Welt tummeln sich hier auf dem Nachtmarkt, der Kneipenstraße und in den zahlreichen Hostels und Gasthäusern. Ich war dort abends immer unter Menschen und habe mich in keiner Situation alleine, unwohl oder unsicher gefühlt.

Dazu beigetragen hat insbesondere, dass die Kambodschaner unfassbar freundlich und zuvorkommend sind. So auch mein Tuk-Tuk-Fahrer, der mich an beiden Tagen zu den Tempeln brachte. Es ist ratsam, die Region mit einem Fahrer zu entdecken, da die Wege sehr weit sind. Mit dem Fahrer an meiner Seite war ich, zumindest auf den Wegen zwischen den Tempeln, auch in Angkor nicht alleine.

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