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Mein Einstieg in den Praktikumsalltag

Nach Monaten voller Vorlesungen und gleichzeitig Abenteuerreisen hat für mich ein neuer Abschnitt begonnen: Mein Praktikum in Kuala Lumpur. Bereits zu Beginn meines Auslandsaufenthalts war klar, dass ich nicht nur studieren, sondern auch praktische Erfahrungen sammeln werde. Doch der Übergang vom Unileben zur Arbeitswelt war nicht ganz ohne Hürden.

Auch wenn ich mental vorbereitet war, ein Praktikum zu absolvieren, war der Wechsel spürbar: Während ich im Studium meine Zeit flexibel einteilen konnte und oft spontane Trips unternahm, beginnt mein Alltag nun früh und mit einer festen Arbeitszeit bis 17:30 Uhr. Die größte Herausforderung? Der Abschied von der Uni-Bubble, von den Freunden, die ich dort gefunden habe, und der Atmosphäre, die so offen, international und vertraut war. Ich hatte weniger Bedenken vor dem Arbeiten selbst, sondern eher davor, wieder ganz von vorne anzufangen, vor allem, was neue Kontakte betrifft.

Warum gerade Kuala Lumpur?

Kuala Lumpur ist eine pulsierende Großstadt mit unzähligen Möglichkeiten, das hat mich gereizt. Nicht nur, weil es hier mehr internationale NGOs gibt, sondern auch, weil ich mich mit Englisch gut verständigen kann, ohne sofort die Landessprache zu beherrschen (auch wenn ich gerne ein bisschen Bahasa Malay lerne!). Die Praktikumsstelle fand ich über eine inspirierende Professorin, die ich bei einem DAAD-Treffen kennenlernen durfte. Sie war im sozialen Bereich aktiv und erzählte mir von einer NGO. Zwar konnte mir weder der DAAD noch meine Hochschule konkrete Kontakte vermitteln – aber nach zahlreichen eigenen Anfragen bin ich nun genau dort, wo ich sein möchte.

Einblick in meine Arbeit

Tenaganita“ ist eine NGO in Kuala Lumpur. Sie setzt sich für die Rechte von Geflüchteten, Migrant:innen und Frauen in prekären Lebenslagen ein. Ich unterstütze das Team in verschiedenen Bereichen: Ich unterrichte Geflüchtete Kinder aus Myanmar in Englisch. Sie sind zwischen vier und fünfzehn Jahren alt.Zudem lernen Erwachsene Geflüchtete bei mir den Umgang mit dem Computer.Im Büro helfe ich beim sogenannten Case Management. Dort geht es um die Unterstützung in schwierigen Lebenslagen.

Hinter all den Fällen stehen schwere Schicksale. Es geht um Menschenhandel, Ausbeutung oder persönliche Fluchtgeschichten. Diese Arbeit fordert mich. Aber sie macht mir auch klar, wie wichtig sie ist.

Mein Praktikum ist ehrenamtlich. Ich bekomme also kein Gehalt. Aber zum Glück habe ich mein Vollstipendium vom DAAD, das mich auch in der Praktikumszeit weiter unterstützt. Und ganz ehrlich: Diese Freiheit, das zu machen, was mich wirklich interessiert, ist mir gerade mehr wert als ein Gehalt. Hier kannst du mehr über mein DAAD-Stipendium erfahren.

Neues Umfeld, neue Freundschaften

Freundschaften im Arbeitsleben zu schließen ist eine ganz andere Herausforderung als im Studium. Die meisten meiner Kolleg:innen sind älter, fest integriert in ihre eigenen sozialen Kreise und es gibt keine „Neuankömmlings-Dynamik“ wie an der Uni. Dennoch finde ich langsam Anschluss, unter anderem durch andere Praktikant:innen aber auch Leute die ich außerhalb kennen lerne. Am Wochenende nutze ich die Zeit für Shopping, Streetfood-Touren oder kleine Ausflüge in andere Städte.

Der Wechsel vom Studium ins Praktikum war ein Sprung ins kalte Wasser aber einer, der sich gelohnt hat. Ich lerne nicht nur fachlich viel, sondern bekomme auch einen tiefen Einblick in gesellschaftliche Realitäten, die sonst oft verborgen bleiben. Und Kuala Lumpur? Diese Stadt fordert, überrascht und begeistert mich jeden Tag aufs Neue! Ich bin gespannt, was ich hier noch erleben werde.


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