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Netzwerk‑Events vom Labor zum Start‑up

Im Rahmen meines Praktikums in der Bay Area habe ich verschiedene Netzwerk-Formate kennengelernt. Dabei stand vor allem der Austausch zwischen Wissenschaft, Gründungsteams und Investoren im Mittelpunkt.

Bakar BioEnginuity Hub: Innovation & Community

Die Bakar BioEnginuity Hub (BBH) bietet nicht nur Labore, sondern auch Programme für Gründer*innen. Das modernisierte Gebäude vereint den Bakar Labs Incubator mit Fellowships und Programmen für Studierende und Forschende, ausgestattet mit Laboren, Büroflächen und Gemeinschaftsbereichen. Ziel ist es, Forschung in wirkungsvolle Produkte zu überführen: „Start-up‑Teams können ihre Ideen testen, entwickeln und wachsen – ein Ort, an dem Technologien zur gesellschaftlichen Anwendung übersetzt werden“.

AI & Climate Symposium – Brücke zwischen KI und Klimaschutz

Im April 2025 organisierten das Bakar Climate Labs und das Bakar Institute of Digital Materials for the Planet (BIDMaP) das AI and Climate Symposium. Das Motto „From Cutting‑Edge Research to Commercialization“ betonte, dass künstliche Intelligenz den Übergang von der Forschung zur Anwendung in der Klimatechnologie beschleunigen soll. Hier werden Gründer*innen und Investor*innen zusammengebracht, um die Entwicklung von CO₂‑Filtern, Batteriespeichern und anderen Technologien zu beschleunigen. Ich habe beispielsweise Omar Yaghi kennenglernt, den Erfinder der Metall-Organic Framework Chemie, das Treffen dazu geführt, dass er mich dem CEO seines Start-ups vorgestellt hat. Shilpi Kumar vom Bakar Climate Labs erklärt, dass das Symposium Disziplinen vereinen will, die bisher getrennt arbeiteten, und gleichzeitig die Umweltauswirkungen von KI reflektieren soll. QB3 is ebenfalls eine gute Quelle für Netzwerk Events im Bereich Entrepreneurship.

Scientist to Founder – Von der Idee zum Unternehmen

Einer meiner Lieblings‑Events in der BBH‑Community ist „Scientist to Founder„, organisiert von dem VC‑Fonds Fifty Years. Das Event fand im Juli 2025 im Bakar BioEnginuity Hub statt und richtet sich an Forschende, die ihre Ideen in Start‑ups überführen wollen. Fifty Years versucht das Problem, dass viele Durchbrüche in wissenschaftlichen Arbeiten stecken bleiben und nie den Weg in die Anwendung finden, zu lösen. Der Vortrag von Alex Teng zeigte, wie man Forschungspotential identifiziert, geistiges Eigentum schützt, das passende Team findet und schnell iteriert. Fifty Years hat bereits über 100 Deep‑Tech‑Unternehmen unterstützt; zu den Erfolgsbeispielen zählen Solugen (CO₂‑negative Chemikalien) und Astranis (Internet via Satellit). Das Format bietet konkrete Tipps und Networking bei gutem Essen – perfekte Rahmenbedingungen, um Mitstreiter*innen zu finden. Ich habe durch die Teilnahme Zugang zu Alex Teng bekommen und bereits einen Interview Termin ausgemacht, um dort zu arbeiten.

Synthetic Biology for Sustainability Symposium

Nicht in Berkeley, aber für die Bay Area relevant ist das Synthetic Biology for Sustainability Symposium, das im Mai 2025 an der Stanford University stattfand. Die Veranstaltung fokussiert darauf, wie synthetische Biologie die größten Nachhaltigkeitsprobleme lösen kann. Der Keynote‑Speaker Michael Koepke von LanzaTech sprach darüber, wie Mikroben genutzt werden können, um Kohlenstoffemissionen in wertvolle Produkte zu verwandeln. Weitere Vorträge behandelten den Einsatz von synthetischer Biologie für nachhaltige Baumaterialien und zellbasiertes Fleisch.

Ich inmitten der Teilnehmer des Synthetic Biology for Sustainability Symposiums.
Ich inmitten der Teilnehmer des Synthetic Biology for Sustainability Symposiums. Direkt hinter Michael Jewett

Weitere Events – Nucleate, IndieBio & Y Combinator

Neben diesen Veranstaltungen gibt es in der Bay Area eine Vielzahl weiterer Netzwerk‑Formate. Nucleate organisiert jedes Jahr The Forum, ein Demo‑Day für junge Biotech‑Start‑ups, bei dem Wissenschaftler*innen ihre Projekte vor Investorinnen und Mentor*innen pitchen. IndieBio veranstaltet regelmäßig Demo‑Days und happy hours, bei denen Teams aus dem Accelerator ihre Fortschritte vorstellen und Partner suchen. Y Combinator hostet Startup School‑Sessions und „office hours“, die auch Life‑Science‑Gründer*innen offen stehen. Es lohnt sich, auf den Mailinglisten dieser Organisationen zu bleiben – so verpasst du keine Möglichkeit, dein Netzwerk zu erweitern und kritisches Feedback für deine Idee zu bekommen.

Mitmachen und Wirkung erzielen

Anschluss in der Bay Area zu finden, bedeutet nicht nur, Freunde zu finden, sondern ein Teil des Ökosystems zu werden, das die Zukunft gestalten will. Ob du nun im Softball‑Team die Schläger schwingst, im Intermission Orchestra die Zelda‑Titelmelodie spielst oder auf dem AI & Climate Symposium über die nächste Generation von CO₂‑Filtern diskutierst – überall triffst du auf Menschen, die wie du etwas bewegen wollen.

Mein Tipp: Sei kritisch bei der Auswahl deiner Projekte. Stell dir die Frage, welchen gesellschaftlichen oder ökologischen Impact eine Aktivität hat und ob du dort wirklich etwas lernen kannst. Die Bay Area bietet unzählige Möglichkeiten – nutze sie, aber verliere nie den Blick für das, was dich antreibt.

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