1. Oktober 2025
Das einzige, was mir in Cholula fehlt, ist das Meer. Deswegen sind wir übers Wochenende ans Meer gefahren und haben die salzige Luft, jede Menge gutes Essen und Sonnenuntergänge genossen.
Mit 130 anderen internationalen Studierenden in drei Bussen für sieben Stunden auf dem Weg nach Puerto Escondido: Nach einer eher unbequemen Nacht im Bus war ich endlich in La Punta Zicatela angekommen. Die Fahrt hatte ich aber sofort vergessen, als ich beim Aussteigen den Sand unter den Füßen gespürt und die salzige Meeresluft gerochen habe. Endlich war ich wieder hier! Das erste Mal war ich vor drei Jahren in Puerto Escondido und habe mich sofort in dieses kleine Paradies verliebt. Der Charme, das Klima und die endlosen Strände sind einfach etwas, das man selbst erleben muss.
Puerto Escondido liegt an der mexikanischen Pazifikküste und versprüht sofort Urlaubsflair. Die Straßen sind sandig und bunte Quads gehören hier zum alltäglichen Straßenbild. Viele laufen im Bikini und mit Flipflops – oder gleich barfuß – durch die Gegend. Überall gibt es kleine Frühstückslokale, Fischrestaurants, Bars und Shops mit Strandklamotten. Aus den meisten Läden dringt schon morgens Reggaeton Musik.

Vormittag am Strand, Nachmittag am Pool
Unsere Hotel-Zimmer waren noch nicht fertig, also sind wir direkt mit unseren Badesachen zum Strand gelaufen. Puerto Escondido ist ein Surferparadies, denn das Meer ist alles andere als ruhig. Der Playa Zicatela ist wegen der berühmten „Mexican Pipeline“ gefährlich und daher nicht wirklich gut zum Schwimmen geeignet. Mit seinen riesigen Wellen gilt er als einer der gefährlichsten Surfspots der Welt. Ich bin zwar eigentlich kein Angsthase, aber hier habe ich mich wirklich nur mit den Füßen ins Wasser getraut. Dafür habe ich die Wellen und die Surfer vom Strand aus beobachtet – super beeindruckend! Am Nachmittag konnten wir endlich ins Hotel einchecken, wo wir eine Pool Party gefeiert haben. Das war wirklich ein gelungener Start ins Wochenende.
Baby Turtle Release
Am Samstagmorgen ging es früh raus aus den Federn und zu einem Turtle Sanctuary am Playa Escobilla gefahren. Nach einer kurzen Aufklärung über die Arbeit der Organisation wurden wir auf den Ladeflächen von Pick Ups zum Strand gefahren, wo wir winzige Babyschildkröten freilassen durften – genauer gesagt Lederschildkröten. Die Möwen haben immer wieder versucht sich die Babys zu schnappen. Wir haben zusammen mit den Mitarbeitern unser Bestes getan, um sie zu beschützen. Deren Überlebenschancen sind leider nicht so groß: Circa eine von tausend Schildkröten schafft es bis ins Erwachsenenalter. Ich drücke meinen Kleinen ganz fest die Daumen!
Ganz wichtig: Die Tiere darf man auf keinen Fall anfassen, sondern nur in den kleinen Schüsseln halten, die man bekommt. Menschlicher Kontakt kann Krankheiten übertragen. Außerdem ist der Geruch des Strandes wichtig, damit sie ihren Weg dorthin zurückfinden, um ihre Eier zu legen. Der menschliche Geruch kann das verhindern.

Der schönste Moment passierte jedoch am Sonntag, zurück am Playa Zicatela in der Nähe unseres Hotels: Wir waren den ganzen Nachmittag dort und haben die Surfer beobachtet. Neben uns hat ein Mann nach einer Surf-Session seine Gitarre ausgepackt. Die sanften Klänge seiner Gitarre zusammen mit dem Meeresrauschen waren einfach traumhaft. Immer wieder kamen Strandverkäufer vorbei, die zum Beispiel Mangos verkauft haben. Der krönende Abschluss: Wir konnten beobachten, wie die Surfer in den Sonnenuntergang gefahren sind. Bilder, die ich nie vergessen werde.
Abendessen mit Chili fürs Herz
Unseren letzten Abend haben wir mit einem Abendessen in unserem Lieblingsrestaurant ausklingen lassen. Wenn man in Puerto Escondido ist, sollte man auf keinen Fall „Fish Shack La Punta“ missen – total lecker und echt günstig! Für mich gab es an diesem Abend Fish Tacos und Aguachile – das ist roher Fisch in Limettensaft, Chili und Gurke.
Am nächsten Morgen haben wir unsere Sachen schnell zusammengepackt, um die letzten Stunden noch entspannt am Pool zu verbringen. Ich habe noch eine Kokosnuss geschlürft, die frisch von der Palme im Hotel geholt wurde.
Puerto Escondido war ein Wochenende voller Strand, Surfer, Tacos und Mangos mit Chili. Ein Ort, locker und lebendig, den man so schnell nicht vergisst – einfach pures Chili fürs Herz!




