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Von früh bis spät – 1 Tag Ukraine

Von früh bis spät – 1 Tag Ukraine

Ich bin auf einer Sommerschule in Mykolajiw. Wie ein typischer Tag abläuft? Er beginnt jedenfalls mit Blini zum Frühstück und endet mit einem Bier bei Sonnenuntergang. Und dazwischen lerne ich die Geschichte und Kultur des Landes kennen.

Sommerliche Temperaturen & viel Geschichte

Bei sehr sommerlichen Temperaturen, morgen sollen es über 30 Grad werden, befassen wir uns mit der Jüdischen Geschichte in der Süd-Ukraine. Eine besondere Rolle spielen dabei die Städte Mykolajiw und Odessa. Wir lernen viel zur Geschichte der Region und besuchen zum Beispiel die örtliche Synagoge oder das Stadtarchiv.

Exkursionen und gemeinsamer Austausch

Im Archiv findet man eine Vielzahl von Dokumenten auf Russisch, Jiddisch, aber auch auf Deutsch. Zum Beispiel die Schulnoten von Isaak Babel, aus seiner Zeit am Mykolajiwer Gymnasium. Ergänzend lesen wir Texte von Babel, lernen Russisch und sind viel in der Stadt und im Umland unterwegs. Die unterschiedlichen Studienfächer der TeilnehmerInnen ermöglichen einen breiten Austausch und Perpektivwechsel. Bei dem ein oder anderen abendlichen Bierchen fällt der Austausch sowieso viel leichter …

Babel, Noten, Mykolajiw

Ein Blick in das Notenregister von einem Gymnasium aus Mykolajiw…

Aber wie sieht 1 Tag in der Ukraine nun aus?

  • 7:30 Uhr: Der Wecker klingelt, rein in die Dusche, raus zum Frühstück.
  • 8:00 Uhr: Omlet? Ja, gerne! Bei reichhaltigem Buffet geht der Tag gut los.
Frühstück, Mykolajiw

Von Blini bis Buchweizen – zum Frühstück gibt es eine reichhaltige Auswahl.

  • 9:00 Uhr: Auf zur Universität.
  • 9:30 Uhr: Das erste Seminar: „Der Ansiedlungsrayon – Existenzbedingungen der jüdischen Bevölkerung im Russischen Reich“
  • 10:45 Uhr: Kurze Kaffeepause.
  • 12:15 Uhr: Mittag! Ab in die Mensa. Hier gibt es Auswahl für wenig Geld.
  • 13:45 Uhr: Sprachkurs Russisch: In unserem Kurs sind nur 3 Leute, was das Arbeiten deutlich erleichtert. Wir singen aber auch viel, wie zum Beispiel Lieder der Bands „Aquarium„, „Kino“ und „Leningrad„. Wenn wir nicht gerade singen, lesen wir Texte von Tolstoi oder berichten von unseren Exkursionen.
  • 15:15 Uhr: Nach dem Sprachkurs geht’s weiter zur Exkursion: Zum Beispiel in das Jüdische Zentrum der Stadt Mykolajiw.
  • 18:00 Uhr: Ende des offiziellen Programms.
  • Ab 18:00 Uhr: Mit den anderen Teilnehmern die Stadt erkunden, essen und lecker Bierchen trinken.
  • 23:00 Uhr: Schnell ins Bett – morgen geht’s wieder früh los.

Mittlerweile sind wir in Odessa und verbringen die restlichen Tage der Sommerschule in der „Perle des Schwarzen Meeres“. Zum Abschluss fahre ich morgen Abend weiter nach Kiew!

Kommentare
  1. Lea

    25. April 2021

    Hey, sehr spannender Bericht 🙂 Ich wollte mal fragen wie genau das Bewerbungsverfahren für die GoEast Summer School ablief, ob es sehr schwer war einen Platz zu bekommen und wie viele Kosten du zusätzlich hattest?
    Überlege mich ebenfalls für eine GoEast Summer School zu bewerben!

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