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Bereitet ein Auslandsaufenthalt überhaupt auf die Arbeit im Klassenzimmer vor?

Bereitet ein Auslandsaufenthalt überhaupt auf die Arbeit im Klassenzimmer vor?

Was meint ihr? Bringt ein Auslandsaufenthalt für (angehende) Lehrerinnen und Lehrer überhaupt was? Oder lohnt sich der ganze Aufwand gar nicht?

Stimmt ab! Und lasst uns gerne auch einen kleinen Kommentar mit euren Meinungen und Erfahrungen da 🙂

Bereitet ein Auslandsaufenthalt überhaupt auf die Arbeit im Klassenzimmer vor?

Kommentare
  1. Franziska

    13. Juni 2017

    Um authentisch im Fremdsprachenunttericht zu wirken, finde ich es persönlich sehr wichtig für angehende FremsprachenlehrerInnen während oder nach ihrem Studium ins Ausland zu gehen. Ein sicheres Sprachgefühl kann meiner Meinung nach nur im Ausland mit Nativespeakern gelernt werden ganz im Sinne von „learning by doing“. Ein Lehrer, der selbst nur „das Englisch aus der Schule“ kann, wird einige Schwierigkeiten haben, wenn er vor einer Klasse lehren muss.
    Ein Praktikum im Ausland kann ich nur empfehlen, nicht nur weil die Sprache intensiver gelernt wird, man lernt zum Beispiel neue Unterrichtsmethoden kennen, sammelt Unterrichtsmaterialien (wie Cora schon erwähnt hat) oder kann Schulkontakte knüpfen, um später mit seinen SchülerInnen Brieffreundschaften zu führen.

    1. Clara Schaksmeier

      13. Juli 2017

      Liebe Franziska,

      vielen Dank für Deine Nachricht. Ich stimme Dir voll und ganz zu. Insbesondere die Verbindungen ins Ausland können einem als Lehrkraft sehr helfen – sei es für spätere schulische Kooperationen oder für einen persönlichen Informationsaustausch.
      Auch die Sprachkenntnisse sind natürlich (wie schon so oft erwähnt) ein großer Aspekt.

  2. Cora

    19. Mai 2017

    Ich wollte schon frühzeitig Fremdsprachenlehrerin werden und war deshalb mehrfach im Ausland (ich habe Englisch und Russisch Lehramt studiert). Mein erster Aufenthalt fand noch während der Schulzeit statt: ich war 3 Monate an einem Sixth-Form-College in England. Dies war eine sehr prägende Erfahrung, was meine Persönlichkeitsentwicklung betrifft. Ich fand es aber auch sehr spannend zu erleben, wie Unterricht in einem anderen Land abläuft.
    Es folgten dann noch jeweils einjährige Aufenthalte in Cardiff, Wales, in den USA und mehrwöchige Reisen nach Moskau und St. Petersburg…
    Wann immer ich im englischsprachigen Ausland oder in Russland war, habe ich zudem immer viele Materialien gesammelt, die ich in meinen Unterricht einbauen wollte – m.E. ist es für die Schülerinnen und Schüler abwechslungsreich, wenn neben den Lehrbuchmaterialien auch authentische Kassenzettel, Flyer, Zeitungsausschnitte, Fotos von Wahlplakaten, Briefumschläge (Russland) oder auch mal amerikanische Wahlunterlagen in den Unterricht einbezogen werden. Von kleinen Anekdoten ganz zu schweigen…
    Nun arbeite ich schon seit vielen Jahren in der Bildungsverwaltung, aber auch hier waren meine Auslandserfahrungen bei der Ausschreibung der Stelle ein wichtiges Kriterium.
    Ich kann angehende Lehrerinnen und Lehrer nur ermutigen, den Schritt ins Ausland – gerade auch über längere Zeiträume (mindestens 6 Monate am Stück!) – zu wagen. Am besten nicht nur einmal… Ich fühle mich persönlich und beruflich bereichert durch meine „Blicke über den Tellerrand“!

    1. Clara Schaksmeier

      21. Mai 2017

      Liebe Cora,

      vielen Dank für deinen Beitrag! Wow, mehr Auslandserfahrungen kann man ja fast schon gar nicht mehr machen! Toll, dass du all diese Chancen genutzt hast. Wie bzw. mit welcher Organisation bist du nach Wales und in die USA gekommen?

      Du gibst da einen tollen Hinweis mit den ausländischen Unterrichtsmaterialien! Ich habe es bisher nur umgekehrt erlebt und deutsche Gegenstände mit ins Ausland genommen. In Vietnam sind die authentischen Speisekarten und Fahrpläne super angekommen, aber ich kann mir das auch sehr gut in deutschen Klassenzimmern vorstellen.

      Vielen Dank auch für die Ermutigung an alle Lehramtsstudierende. Diese kann ich nur nochmal unterstreichen.

  3. Miriam

    17. Mai 2017

    In meinem Master-Studium Grundschullehramt werden Seminare mit Titeln wie „Heterogenität und Diversität in der Grundschule“, „Deutsch als Zweitsprache“ oder „Die Anderen im Klassenzimmer“ angeboten. Ich glaube, dass die Themen, die dort bearbeitet werden, absolut relevant für meinen zukünftigen Beruf sind. Und ich glaube, dass es sehr hilfreich sein kann, Fremdheitserfahrung am eigenen Leib gemacht zu haben, unter Umständen eben während eines Auslandsaufenthalts. Abgesehen davon kann ein Auslandsaufenthalt meines Erachtens dazu beitragen, dass man Kultur(en) nicht mehr als etwas „sauber“ gegeneinander abgegrenztes wahrnimmt, sondern Gemeinsamkeiten und Überlappungen sieht und die dabei gleichzeitig bestehende Vielfalt als eine Bereicherung erlebt, nicht als Bedrohung.

    1. Clara Schaksmeier

      18. Mai 2017

      Liebe Miriam,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Auf jeden Fall sind solche Seminarinhalte sehr wichtig- insbesondere, um mit einem theoretischen Fundament in einem heterogenen Klassenzimmer agieren zu können. Aber ich stimme dir auch zu, dass ich eine selbst erlebte Fremdheitserfahrung als etwas sehr prägendes und bereicherndes empfinde und es nur jedem empfehlen kann, diese auch einmal zu erleben!
      Warst Du im Ausland? Wenn ja, wo und wie lange?

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