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Unterstützung im Alltag während des Auslands-aufenthaltes?

Unterstützung im Alltag während des Auslands-aufenthaltes?

Viele ausländische Hochschulen haben ein sogenanntes Disability Office, das sich um die Belange von Studierenden mit Beeinträchtigungen und chronischen Erkrankungen kümmert.

  • Gab es diese Einrichtung an eurer Heimathochschule und – wenn ja – als wie hilfreich empfandet ihr sie?
  • Gab es technische Hilfsmittel und Assistenz im Unialltag?
  • Hattet ihr zusätzlich Kontakt zu Selbsthilfegruppen vor Ort und wie barrierefrei schätzt ihr eure Gasthochschule und das Gastland im Allgemeinen ein?
Kommentare
  1. Annika

    13. Mai 2017

    In den Niederlanden bieten die meisten Unis einen Psychologischen Dienst für psychische Probleme aller Art an. Studenten können dort kostenlos und kurzfristig Termine vereinbaren um über Heimweh, Umgang mit Stress oder schwerwiegende Probleme zu sprechen. Die Campus-Psychologen versuchen konkrete Tipps zu geben um den Studenten aus ihrer schwierigen Situation zu helfen. Sollte dies in einigen wenigen Treffen nicht gelingen, bieten viele niederländische Gemeinden eine kostenlose, präventive Langzeit-Therapie für die in ihrer Gemeinde Gemeldeten. Von einem ähnlichen Ansatz habe ich in Deutschland noch nicht gehört und ich finde sowohl den Service, den die Unis bieten, als auch den Präventions-Gedanken, den die Holländer verfolgen, bemerkenswert.

  2. Sebastian Humenda

    11. Mai 2017

    Ich war im meinem Auslandsjahr in einem Unternehmen beschäftigt. Leider weicht das ein wenig vom Originalbeitrag ab, doch als blinder Student stand ich vor ähnlichen Herausforderungen.
    Formal wäre das Unternehmen für die Versorgung zuständig gewesen. Da ich als Blinder allerdings mir keine weitere Absage leisten wollte, habe ich auf zusätzliche Hilfsmittel verzichtet und mir mit freier Software am Arbeitsplatz beholfen. Als Blinder ist das leichter, da freie Bildschirmleser wie NVDA den Zugang zum PC ermöglichen.
    Was das Gastland betrifft, so hat Großbritannien von der Mentalität einiges voraus. Die Leute, denen ich begegnete, waren hilfsbereiter. Vor allem aber beeindruckte mich, dass mir meine Bank, mein Wasser- und Stromanbieter und andere Stellen Rechnungen, Kontoauszüge und Briefe in Blindenschrift zusendeten. Selbst in manchen Pubs war eine Karte in Braille vorhanden. Mir ist das in Deutschland so noch nicht begegnet.
    Hilfreich war für mich auch, dass es in Nottingham eine Hilfsorganisation namens „MySight“ gab (http://www.mysightnotts.org.uk), die Guides, im Grunde ungeschulte Freiwillige, organisierte, die einem in den ersten Wochen bei alltäglichen Aufgaben wie dem Erlernen des Weges zum Bahnhof, etc. helfen. Diese Organisationen werben oft auf einer Webpräsents, ich kann also nur jedem empfehlen, nach deren Hilfe im Internet zu recherchieren.

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