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Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Wie im Vorfeld anfallende Kosten bewältigen?

Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Wie im Vorfeld anfallende Kosten bewältigen?

Dass ein Auslandaufenthalt Geld kostet ist keine neue Information und viele geben Probleme bei der Finanzierung als Grund dafür an, dass sie nicht während ihres Studiums ins Ausland gehen. Beratung ist hier das A und O, denn vielfältige Förderungsmöglichkeiten können diese Sorgen aus der Welt setzen.
Doch Menschen mit Behinderung, deren staatliche Unterstützung als Sozialleistung gezahlt werden, dürfen kaum Geld ansparen. Bis März 2017 lag die Obergrenze bei nur 2.600 €, mit dem In-Kraft-Treten des Bundesteilhabegesetzes sind es aktuell (seit 01. April 2017) 5.000 €.

Doch wenn man nicht sparen darf und Förderung erst im Nachhinein ausgezahlt wird, wie soll man dann ggf. im Vorfeld geforderte Zahlungen für Miete, Flüge etc. schultern?

  • Wie habt Ihr dieses Problem gelöst?
  • Welche Änderungen wünscht Ihr Euch diesbezüglich durch den Gesetzgeber, die Förderinstitutionen und andere?

Selbstverständlich könnt Ihr Euch gerne einen Nickname wählen und auch alle anderen Angaben anonymisieren!

Kommentare
  1. Anxious

    2. Mai 2017

    Ich habe gerade viel Geld in den Sand gesetzt weil ich keine Vorleistung bekommen habe trotz Bewilligung eines Bildungsgutscheins. Nach einem Unfall bin ich schwerbehindert was man nicht sieht und ich kämpfe seit Jahren um eine berufliche Erstausbildung. Den Bildungsgutschein kann ich nicht einlösen weil ich kein Geld zur Verfügung gestellt bekomme sondern mir etwas leihen soll! Für mich ist das pervers und es hat System!

  2. Andreas Hanka

    18. April 2017

    Liebe Alina,
    Dein kurzer Kommentar nimmt mit Stipendien sicherlich ein geeignetes Mittel zur Finanzierung von studienbegleitenden Auslandsaufenthalten ins Visier… Hier geht es aber um ein praktisches Problem, auch bedingt in der Ausgestaltung dieser Zahlungen. Denn Stipendien – wenn man sie erhält – laufen häufig erst mit dem Beginn des Auslandsaufenthaltes an, wenn z.B. schon Vorauszahlungen für den Wohnheimplatz oder notwendige Flugkosten (z.B. auch für Personen, die Assistenzleistungen übernehmen) anfallen. Wenn dann ein Sparen gesetzlich nicht ebenso möglich ist, wie für Kommilitoninnen und Kommilitonen (siehe oben), müssen Wege gefunden werden, diese Hürden zu überbrücken…
    Die , „durch eine Behinderung oder chronische Erkrankung begründeten auslandsbedingten Mehrkosten, die von keinem anderen Kostenträger gedeckt werden“ und durch den DAAD auf Antrag „bis zu einer Obergrenze von in der Regel 10.000 Euro“ übernommen werden können (https://www.daad.de/der-daad/ueber-den-daad/foerderprogramme/de/29151-mobilitaet-mit-behinderung/), werden erst im Nachgang erstattet, müssen also vorgestreckt werden.
    Was sind Eure Erfahrungen damit? Handelt es sich überhaupt um ein Problem? Wie seid Ihr damit umgegangen?

    1. Dirk

      26. April 2017

      Hallo Andreas,

      ich halte das für ein Riesenproblem! Ich musste mir vor Antritt meines Auslandsaufenthaltes die Hälfte (!) des Geldes, die ich später über ein
      entsprechendes Stipendium zurückbekommen habe von Freunden leihen! Das ist total unangenehm gewesen, weil die meisten ja auch noch Studis sind und es halt nicht so dicke haben. Aber wenn ich da nicht gefragt hätte, hätte ich nie ins Ausland gehen können.

    2. Andreas Hanka

      28. April 2017

      Vielen Dank für Deinen Kommentar!
      Es ist schon bedenklich, dass trotz vorhandener finanzieller Förderung noch immer eine „Lücke“ vorhanden ist, deren Überbrückung eine zusätzliche Hürde aufbaut… Und es ist auch nicht garantiert, im Freundeskreis oder in der Familie jemanden zu finden, bei dem oder der man Geld leihen kann.
      Wie ging es denn den anderen? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht wie Dirk?
      – Habt Ihr diese Problematik lösen können – und wenn ja, wie?
      – Habt Ihr Ideen, wie man die Situation verbessern könnte? Oder gibt es vielleicht schon Förderstrukturen, in denen es bereits besser gelöst wurde?

  3. Alina

    18. April 2017

    Nach geeigneten Stipendien suchen… 😉

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