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Ferien in Marokko – mein Traum aus 1001 Nacht

Ferien in Marokko – mein Traum aus 1001 Nacht


Nach zweieinhalb Monaten habe ich letzte Woche das erste Mal Spaniens Boden verlassen. Die freie Woche sollte ja in vollen Zügen genutzt und genossen werden! Allerdings habe ich meine Koffer nicht gepackt, um nach Hause zu fliegen, sondern um das nicht allzu weit entfernt liegende Marokko zu besuchen. Doch genug der einführenden Worte, lasst die Bilder und Erzählungen selbst auf euch wirken.

Warum ausgerechnet Marokko?

Vor kurzer Zeit habe ich erst einen Wochenendtrip nach Granada gemacht. Diese Stadt hat eine geschichtsreiche Vergangenheit zu bieten. Spätestens, wenn man die Alhambra von innen sieht, weiß man, wie groß der arabische Kultureinfluss tatsächlich gewesen sein muss. Überall in der Stadt findet man versteckte Hammams und maurische Innenhöfe. Neben Tapasbars reihen sich arabische Teestuben in den Gassen, in denen ein marrokanischer Flair herrscht. Diese Atmosphäre hat mich so begeistert, dass ich noch tiefer in die Welt der 1001 Nächte eintauchen wollte.

Reizüberflutung pur

So ging es für mich letzte Woche mit dem Flugzeug nach Marrakesch. Von dort aus haben meine Freunde und ich die Rundreise gestartet. Es sollte ein Abenteuer werden, das ich so schnell nicht mehr vergessen werde. Schon im Bus vom Flughafen zum Hotel kam ich mir vor wie in einem Film: Frauen in reich verzierten Gewändern, Verkehrschaos und Straßenhändler prägen das Stadtbild dieses Ortes. Aufgrund der ganzen neuen Eindrücke und vor Aufregung, konnte ich in der ersten Nacht kein Auge zu machen. Aber auch, weil sich unser Hotel direkt gegenüber der Koutoubia Moschee befand und ich morgens um fünf Uhr vom Gebetsprediger geweckt wurde. In Marokko ist derzeit Ramadan und die Wichtigkeit dieser Zeit ist überall zu spüren. Tausende Betende strömen Nachts in die Moschee und es finden zahlreiche nächtliche Feiern statt. Das alles sorgt für eine magische Atmosphäre, die meine Reise zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht hat.

Vom Atlasgebirge in die Sahara

Am nächsten Tag ging es für uns noch sehr verschlafen, aber voller Vorfreude, in Kleinbussen Richtung Atlasgebirge. Am Fuß des Gebirges liegt der Ort Aït-Ben-Haddou, den wir als Erstes erkundeten. Diese Stadt aus Lehm ist nicht nur seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe, sondern auch der Drehort vieler bekannter Filme und Serien, wie beispielsweise Gladiator oder Game of Thrones.

Danach führte uns der Weg über Olivenhaine und kleine Dörfer bis hin zum Tizi-n-Tichka-Pass. Bei vielen Zwischenstopps konnten wir die beeindruckende Landschaft genießen und Fotos knipsen. Unser zweites Hotel lag direkt in den Bergen und ich wachte mit einem wunderschönen Panorama auf.

Noch vollkommen überwältigt von den ersten Eindrücken ging es jedoch am nächsten Tag schon weiter Richtung Sahara. Auf dem Weg machten wir Stopp bei einem Laden, der uns mit traditionellen Gewändern für Fotos austattete. Wer wollte, konnte sich auch mit einem Turbantuch für die Wüste ausrüsten. Zwei einheimische Frauen boten ihre detaillreichen Hennatattoos an und ich konnte natürlich nicht nein sagen.

In der Sahara angekommen wurde das Fortbewegungsmittel gewechselt, denn nun ritten wir auf Kamelen weiter. Während die Wüstensonne auf uns brannte, hatten wir eine fantastische Sicht auf die gigantischen Sanddünen. Ich probierte mich im Sandboarden und danach genossen wir den Sonnenuntergang, der eines meiner Highlights der Reise war. Der Tag neigte sich dem Ende zu und wir brachen zum Wüstencamp auf, in dem wir die Nacht verbringen sollten. Hier wurden wir von traditioneller Berber-Musik an offener Feuerstelle begrüßt. Am Ende war die Stimmung so ausgelassen, dass auch wir mit den Einheimischen um das Feuer tanzten.

Marrakesch – ein Erlebnis für die Sinne

Die letzten zwei Tage der Reise verbrachten wir in Marrakesch. Nach einer Führung ließen wir uns durch die Stadt treiben. Das empfehle ich wirklich jedem, der hier Urlaub macht. Die einstige Hauptstadt Marokkos ist nämlich bunt, quirlig und bietet jede Menge zu entdecken. Besonders auf dem zentralen Platz namens Djemaa el Fna kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus: Schlangenbeschwörer, Geschichteberzähler, Affen, einheimische Händler, traditionelle Garküchen und ganz viel Trubel sind garantiert!

Ein weiteres Must-see sind die Souks in der Medina. In diesem Labyinth von Basargassen kommt jeder auf seine Kosten. Bei den vielen Gewürzpyramiden, edlen Stoffen, Holzkunstwerken, Keramiktellern und Lampen konnte ich mich gar nicht entscheiden, welches Souvenier ich mitnehmen möchte.

Wer hätte das gedacht, doch Marokko war eine der schönsten Reisen meines Lebens. Leider war das Abenteuer viel zu schnell vorbei. Deswegen schwelge ich lieber noch ein wenig in Erinnerungen, bevor der Klausurenstress hier in Spanien beginnt. 

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