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Was tun, wenn das Eis bricht? Wandern auf dem Baikalsee

Eine Reise tiefer in die Weiten Sibiriens, eine Wanderung auf einem See, der einem Ozean gleicht und Schnee und Eis bis zum Ende des Horizonts. Was es mit dem „Atem“ des Baikals auf sich hat und wie man sich bei Einbrechen der Eisschicht verhalten soll, erfahrt ihr hier.

Ein Weg auf dem Baikalsee...
Bis zum Ende des Horizonts …

Urlaub im Praktikum

Um ein paar Dinge vorwegzunehmen: Ja, ich arbeite auch während meines Praktikums am Goethe-Institut in Nowosibirsk und nein, ich reise nicht nur. Aber dank eines Feiertags hatte ich ein langes Wochenende und konnte die Zeit nutzen, um nach Irkutsk zu fliegen. Von Nowosibirsk sind es noch fast 1.800 Kilometer bis ins einstige Paris Sibiriens. Nach einem Tag in Irkutsk ging die Reise weiter zum eigentlichen Ziel meiner Reise: dem Baikalsee.

Auf dem Weg zum Baikal

Von Irkutsk dauert die Fahrt mit dem Bus eine gute Stunde bis zum Baikalsee. Wir sind nach Listwjanka gefahren, ein kleines Fischerdorf, das an der Angaramündung liegt. Wenn man dem Fluss folgt, kommt man wieder nach Irkutsk. Sie ist der einzige Abfluss aus dem See, in Irkutsk spricht man auch von der einzigen Tochter des Baikals …

Ich, mit Sonnenbrille auf dem Baikalsee.
Mit neuer Sonnenbrille fühlt man sich doch gleich viel cooler …

In Listwjanka angekommen, war der Himmel strahlend blau und das Eis reflektierte die Sonnenstrahlen. Die erste Aufgabe des Tages bestand also darin, mir eine Sonnenbrille zu kaufen. Da der Ort sehr touristisch ist, war diese schnell gefunden und wir konnten hinaus auf den See.

Wenn sich das Eis verschiebt ist eine gewisse Vorsicht geboten

Dank 20 cm Neuschnees am Tag zuvor hatten wir auch ohne Spikes perfekte Wanderbedingungen. Während es in Listwjanka noch hektisch und laut war, hörte man nach ungefähr einem Kilometer nur noch das Knirschen des Schnees und ein gelegentliches „BUM“, das Atmen des Sees. Diesen darf man sich nicht als glatte Fläche vorstellen. Das Eis verschiebt sich von Zeit zu Zeit und dabei öffnen sich Spalten und Risse, die bis zu einem Kilometer groß werden können. Deswegen ist bei allen schönen Bildern, Entspannung und Ruhe auch eine gewisse Vorsicht geboten.

Die Frage, ob das alles so klappt, habe ich während der Wanderung weit von mir weggeschoben. Nur meine Schritte sind vorsichtiger geworden. Man muss aber dazu sagen, dass das Eis fast einen Meter dick ist und der See von den Behörden freigegeben wurde.

Farbenfrohes Ende eines schönen Tags

Insgesamt konnte ich mit einheimischer Begleitung eine der schönsten Seiten des Baikals sehen und hatte eine einmalige Tagestour. Die Wanderung endete mit einem Sonnenuntergang und ich kann es kaum abwarten, wieder an diesen Ort zu kommen. Vielleicht das nächste Mal, wenn Sommer ist und man den Baikal ohne sein Gewand aus Eis erleben kann.

Sonnenuntergang über dem Baikalsee.
Sonnenuntergang in Listwjanka.

Kommentare

  1. toulousianer

    3. April 2017

    Wow! Beeindruckende Landschaft! *-*

    1. Paul Assies

      5. April 2017

      Liebe Nathalie, du liest ja doch den Blog 🙂 ich freue mich schon, wenn wir dich in Frankreich besuchen kommen und dann kannst du beweisen, ob du wirklich eine Toulousianerin geworden bist 🙂

  2. Jemand

    8. März 2017

    Sehr faszinierend👏🏼Wirklich!

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