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Was kostet das Leben in Armenien?

Was kostet das Leben in Armenien?

Da Armenien vielen kein Begriff ist, kann sich auch niemand wirklich vorstellen, wieviel das Leben dort kostet. Also schnallt euch an (oder nicht, das macht man in Armenien selten), macht euch bereit und lasst euch zeigen, wie viel das Leben in dem kleinen Land im Kauskasus so kostet.

Die Basics

Grundsätzlich ist das Leben in Armenien sehr günstig. Vor allem, wenn man Lebensmittel auf Märkten oder in kleinen, privaten Gemüseläden statt in den großen Supermärkten kauft, spart man einiges an Geld. Teuer wird es eigentlich nur dann, wenn man importierte Lebensmittel und Kosmetika kauft. Wer nicht auf sein europäisches Shampoo und seine Bodylotion verzichten kann, keine Sorge – auch die kann man in Armenien finden. Man zahlt eben nur etwas Aufpreis.

Essen gehen

Essen gehen ist in Armenien deutlich öfter möglich als in Deutschland. So kann man schon für zwei bis drei Euro ein Mittagessen inklusive Getränk bekommen. An Touristen-Hotspots wird es natürlich oft teurer, aber auch dort liegt man bei fünf bis acht Euro für eine ganze Mahlzeit.

Bei einem typisch armenischen Essen bestellt man viele kleine Gerichte, die in die Mitte des Tisches gestellt und von der ganzen Gruppe geteilt werden. Da an so einem Abend natürlich auch der Wein fließt und man sich den Bauch vollschlägt, zahlt man in der Regel zwischen acht und zehn Euro.

Und noch eine wichtige Frage für viele: Wie viel zahlt man für Alkohol? Ein Bier in einem Lokal kostet meistens zwischen 80 Cent und einem Euro, für einen Cocktail zahlt man eigentlich nicht mehr als vier Euro.

Wohnen in Armenien

Das Konzept von WGs ist in Armenien nicht unbedingt sehr populär, da die meisten jungen Armenier bei ihren Eltern wohnen, bis sie verheiratet sind. In der Regel ist es also schwierig, armenische Mitbewohner zu finden. Ich hatte das Glück, mit zwei Deutschen in einer Wohnung zu wohnen, die noch dazu nicht weit vom Stadtkern entfernt liegt. So was wie Kautionszahlungen sind in Armenien nicht üblich, es gibt also nur einen Mietpreis und Zahlungen für Wasser, Gas und Strom, die entweder an dafür vorgesehenen Automaten getätigt werden, oder aber man hat Glück – so wie wir – und sehr nette Vermieter, die alle Zahlungen für einen erledigen.

Ein neues, großes Sofa
So feiert man ein neues Sofa, das die Vermieter mitten in der Nacht spontan vorbeibringen

Für eine Wohnung mit drei Zimmern, zwei Badezimmern, großer Küche und großem Wohnzimmer haben wir insgesamt 600 Dollar gezahlt – deutlich weniger als in Deutschland. Wir haben in Dollar statt in der armenischen Währnung Dram gezahlt, weil der Dollar viel stabiler ist.

Öffentliche Verkehrsmittel

In der Hauptstadt Jerewan sind die öffentlichen Verkehrsmittel sehr verlässlich und noch dazu sehr günstig. Eine Fahrt mit der Metro, einem Bus oder einer Marshrutka (kleine Privatbusse) kostet 100 Dram, also etwa 17 Cent. Will man sich nicht in eine Marshrutka quetschen, kann man auch mit einem Taxi fahren – innerhalb der Stadt liegt man da meistens bei 600 Dram, also etwa bei einem Euro.

Metroticket in Jerewan
Ein Metroticket in Jerewan: die kleine Plastikmünze kostet etwa 17 Cent

Und wie kommt man nach Armenien?

Die Preise für Flüge nach und von Armenien sind nicht wirklich verhältnismäßig zu den günstigen Preisen vor Ort. Je nachdem, von welchem Flughafen man fliegt, zahlt man zwischen 300 und 400 Euro. Ein kleiner Tipp: ins Nachbarnland Georgien fliegt man oft deutlich günstiger (vor allem zum Flughafen Kutaissi kommt man manchmal sogar für für unter 50 Euro), und es gibt eine Zugverbindung von Georgien nach Armenien, für die man etwa 17 Euro in einem Schlafabteil zahlt. Dieser doch etwas größere Umweg kann sich also preislich sehr lohnen!

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