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Wohnheimleben in Brüssel: Mit 50 Praktikanten unter einem Dach

Wohnheimleben in Brüssel: Mit 50 Praktikanten unter einem Dach

Ab ins Ausland. Für einige Zeit die gewohnte Umgebung in Deutschland hinter sich lassen, um in einem anderen Land zu studieren oder ein Praktikum zu absolvieren. Aber wo soll man während dieser Zeit wohnen? In einer eigenen kleinen Wohnung, einer WG oder doch in einem Wohnheim? Ich wohne nun bereits seit über drei Monaten mit ungefähr 50 anderen Praktikanten in einem Wohnheim in Brüssel. Zeit Bilanz zu ziehen.

Wohnungssuche in Brüssel

Ungefähr vier Monate vor Praktikumsbeginn habe ich mich langsam auf die Suche nach einer Unterkunft in Brüssel gemacht. Ich bin verschiedenen Facebookgruppen wie beispielsweise Deutsche Praktikanten in Brüssel oder International Interns in Brussels beigetreten und wurde dabei zufälligerweise auf das Institute of Cultural Affairs aufmerksam, bevor ich überhaupt aktiv angefangen hatte nach einer Wohnung zu suchen. Meine Anfrage beim ICA nach einem freien Zimmer im gewünschten Zeitraum wurde sofort positiv beantwortet. Viel schneller als gedacht hatte ich somit meine Unterkunft für meine Zeit als Praktikantin in Brüssel gefunden.

Das Institute of Cultural Affairs

Was ist das ICA eigentlich genau? Ich beschreibe es immer als eine Mischung aus Jugendherberge und Internat. Jeder hat sein eigenes Zimmer, Toiletten und Duschen sind auf dem Gang und werden geteilt. Im Mietpreis inbegriffen ist außerdem die Verpflegung. Jeden Tag gibt es Frühstück, die Möglichkeit sich Lunchpakete zu machen und ein warmes Abendessen. Jeder Bewohner kann gegen Mitarbeit im Wohnheim einen Mieterlass von 100 Euro im Monat erhalten. Dafür hat man zwei Mal die Woche Küchendienst (Frühstücksvorbereitung, Spülen nach dem Abendessen, …) und eine bestimmte Haushaltsaufgabe (Eingangsbereich wischen, Toilette putzen, Müll wegbringen, Wäscheraum aufräumen…), die man jede Woche erledigen muss.

Leben im Wohnheim

Im Wohnheim leben fast ausschließlich junge Leute im Alter von 20-30 Jahren aus ungefähr 15 verschiedenen Nationen zusammen. Sobald man also in Brüssel angekommen ist, findet man direkt Anschluss und sitzt nicht alleine in seiner eigenen kleinen Wohnung herum. Morgens frühstückt man zusammen, bevor jeder seinen Tag als Praktikant bestreitet. Abends sitzt man gemeinsam beim Abendessen, tauscht sich über den Arbeitstag aus und diskutiert über die neusten politischen Ereignisse aus Brüssel. Am Wochenende hat man immer Leute mit denen man Brüssel erkunden, andere Städte besuchen oder Feiern gehen kann.

Von kalten Duschen und WLAN-Problemen

Natürlich ist das Wohnheimleben nicht immer nur toll. Vor allem, wenn man morgens unter die Dusche steigt und aus dieser nur kaltes Wasser oder am besten erst gar kein Wasser kommt. Genauso wenig wenn das WLAN mal wieder nicht richtig funktioniert. In solchen Momenten ist man kurz genervt, aber das legt sich auch schnell wieder. Insgesamt lässt es sich hier schon sehr gut aushalten, auch wenn ich mich jetzt definitiv schon wieder auf meine eigenen vier Wände freue.

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