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Zwischen Großstadt und Safari – Reisetipps für Südafrika

Zwischen Großstadt und Safari – Reisetipps für Südafrika

In diesem Beitrag möchte ich von meiner kleinen Abschlussreise in Südafrika berichten und euch Tipps und Hinweise geben, um das Land sicher und bestmöglich zu erkunden. In meinen vorherigen Beiträgen ging es ausschließlich um Western Cape (Kapstadt und die Garden Route). Diesmal habe ich mich zum ersten Mal außerhalb des Western Capes bewegt.

Ausgangspunkt Stellenbosch

Zunächst einmal kann ich sagen, dass bei einem Auslandssemester in Stellenbosch bereits ein riesiges Angebot an Freizeitaktivitäten vor der Haustür liegt. Egal ob Wandern, Wassersport, Weingüter, Museen oder Kunstgalerien – das alles und noch mehr gibt es im Umkreis von einer Stunde. Nichtsdestotrotz gibt es noch weitere lohnenswerte Destinationen als die vielseitige und reisefreundliche Western Cape Region.

Johannesburg – das wirtschaftliche Zentrum Südafrikas

Eigentlich wollte ich die 1.400 km weite Strecke mit dem Zug zurücklegen. Nach etwas Recherche musste ich aber leider den Plan wieder verwerfen, da der vergleichsweise günstige und komfortable Premier Train nicht mehr in Betrieb ist und Alternativen wie der Bluetrain außerhalb eines normalen Studierendenbudgets liegen (1.000 Euro und mehr). Eine andere Möglichkeit wäre, 19 Stunden mit dem Bus zu fahren. Intercape ist dabei die erste Anlaufstelle. Da ich allerdings während meines Trips noch an meinem letztem Uni-Projekt arbeiten musste, entschied ich mich mit einer Kommilitonin für die zeiteffizienteste, zweistündige Option mit dem Flugzeug.

In Johannesburg haben wir dann drei Tage in Brownsugar Backpacker Hostel gewohnt. Das Hostel aus den 1970er-Jahren hatte einen charmanten und verruchten Flair und war früher tatsächlich mal das Hauptquartier eines Mafiabosses. Zwar ist die Ausstattung sehr einfach, aber die Atmosphäre war angenehm familiär. Im südafrikanischen Winter wird es nachts mit fünf Grad Celsius sehr kalt und ohne Heizung und größere Isolierung auch im Zimmer.

Am Tag nach der Ankunft waren wir zuerst im Apartheid-Museum. Das Museum gibt einen sehr guten Überblick über das politische Geschehen in Südafrika im 20. Jahrhundert – allen voran der Apartheid und dem Leben von Nelson Mandela. Es gab auch eine Sonderausstellung über das Wirken von Desmond Tutu, einem einflussreichen südafrikanischen Geistlichen und Nobelpreisträger, der Ende 2021 in hohem Alter gestorben ist.

Weitere Orte in Johannesburg waren das Hallmark House (Co-Working Space und Rooftoop Terrasse mit gutem Ausblick), Rosebank (modernes Viertel) und Chinatown. Am letzten Tag haben wir außerdem das DAAD-Büro auf dem Campus der Witwatersrand-Universität besucht! Sämtliche Wege in Johannesburg haben wir mit Uber zurückgelegt, da es sich vor allem im Stadtzentrum und um unsere Unterkunft zu Fuß nicht sicher angefühlt hat.

Safari im Kruger Nationalpark

Da wir uns kein eigenes Auto gemietet haben, haben wir uns dazu entschieden, direkt von Johannesburg in den Kruger Nationalpark zu fliegen. Der einstündige Flug mit einer kleinen Propellermaschine ist schon ein kleines Abenteuer für sich. Ebenso die Größe des Flughafens in Skukuza mit seinem winzigen Ankunftsgate. Auf der halbstündigen Autofahrt zu unserer Unterkunft haben wir dann auch schon ein Kudu, eine Schildkröte, ein Krokodil, Giraffen und Zebras gesehen.

Wenn man ohne eigenes Auto in den Kruger Nationalpark reist, muss man die Safaris über das Hotel buchen. Diese werden entweder von Rangern des Nationalparks selbst durchgeführt oder von Safari-Unternehmen. Insgesamt haben wir drei Safaris gemacht: eine Early-Morning (Startpunkt: 4.45 Uhr), eine Morning-Safari (6 Uhr) und einen Afternoon-Drive (16 Uhr). In der Mittagszeit ziehen sich die Tiere meist in den Schatten zurück. Die Erfolgsaussichten, Tiere zu sehen, hängen meiner Erfahrung nach hauptsächlich von drei Faktoren ab: der Tageszeit, der Motivation bzw. Leidenschaft des Safari-Guides und vor allem Glück. Die Tiere in freier Wildbahn zu sehen ist etwas ganz Besonderes und die Ungewissheit, welche Tiere man zu sehen bekommt, ist Teil des Erlebnisses.

Am besten war die Early-Morning Safari, wo wir ein Löwenpärchen in der Morgendämmerung von ganz nah beobachten konnten – und das bevor ein Dutzend anderer Autos aufkreuzte und sich das Löwenpaar zurückgezogen hat. Bilder dazu gibt es in meinem Reel!

Pretoria, die politische Hauptstadt Südafrikas

Als Nächstes ging es für mich von meiner Unterkunft im Kruger Nationalpark nach Pretoria. Dieses Mal wollte ich allerdings nicht fliegen und entschied mich für den Bus. Zunächst ging es mit dem Auto-Transfer 1,5 Stunden vom Kruger Nationalpark nach Nelspruit (Mbombela). Ich hatte etwas Glück mit meinem Reisedatum, da der Weg dorthin am Tag zuvor noch durch einen Protest gegen die auch hier stark steigenden Benzinpreise blockiert war. Von Nelspruit ging es dann weiter mit dem Bus von Intercape (oben erwähnt). Nach sechs Stunden bin ich abends am Hauptbahnhof in Pretoria angekommen und musste leider feststellen, dass die Gegend um den Bahnhof für Uber verboten ist. Da es generell nicht ratsam ist zu Fuß im Dunkeln zu laufen, habe ich dann mein Hotel darum gebeten, mich abzuholen. Insgesamt wäre es wahrscheinlich doch entspannter und auch günstiger gewesen zu fliegen.

Fotos des Voortrekkers Monument in den Abendstunden.
Das Voortrekkers Monument in Pretoria.

In Pretoria selbst war ich dann im Botanischen Garten, habe das Rugby-Länderspiel gegen Wales in einem Pub im studentisch geprägtem Stadtteil Hatfield geschaut und war beim Voortrekkers Monument. Beim Voortrekkers Monument lernt man mehr über die Geschichte der Afrikaaner (niederländische Siedler in Südafrika) und die Burenkriege. Von Pretoria ging es mit dem Gautrain (circa 15 Euro) in etwa 45 Minuten zum Flughafen nach Johannesburg und von dort zurück nach Kapstadt.

Falls Ihr noch Tipps haben möchtet zum Reisen in Südafrika, dann meldet Euch gerne bei mir.

Bis zum nächsten Mal,

Erik

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