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Campen ohne Zelt?! 

Campen ohne Zelt?! 

Letztes Wochenende habe ich mich dem UCD Mountaineering Club für eine Zwei-Tages-Wanderung in den Wicklow Mountains angeschlossen. Einziges Problem: Nicht genügend Zelte für alle!

Schließ dich einem Club deiner Wahl an! 

Ich kann nur empfehlen, sich beim Studium in Irland unbedingt einem der zahlreichen Clubs oder einer Society anzuschließen. Ich habe mich in der zweiten Uniwoche auf der großen Club-Messe eingeschrieben und bin dem Versprechen des UCD Mountaineering Clubs auf viel Wanderaction gefolgt.

Nachdem ich die ersten beiden Ein-Tages-Wanderungen verpasst habe aufgrund von Reisen nach Connemara beziehungsweise Galway, wollte ich bei der dritten Aktivität unbedingt von meiner Mitgliedschaft Gebrauch machen: einem Overnight-Hike über zwei Tage einmal quer durch die Wicklow Mountains. 

Da uns (Gruppe von etwa 20 Personen) der Busfahrer nicht direkt zu Beginn des Wanderwegs rauslassen wollte, sondern nur am nächstgelegenen Parkplatz, mussten wir gleich zu Beginn einen 2 Kilometer langen Umweg machen. Das war am Ende jedoch halb so wild, da wir sonst den Powerscourt Wasserfall verpasst hätten. Der weitere Tag bestand im Wesentlichen aus guten Unterhaltungen mit wechselnden Gesprächspartnern, während wir unsere Route durch die regenverhangene Landschaft fortsetzten. Sofern es die Witterung und der Wanderpfad zuließen, kreisten die Gesprächsthemen viel um die eigenen Erfahrungen und Vorhaben am College (ich würde einfach mal behaupten aus beinahe jeder Fachrichtung und jeder Phase des Studiums war jemand mit auf der Wanderung) und um weitere hinausgehende Lebensziele. Ohne einmal gänzlich durchnässt zu werden, aber dennoch geschafft, erreichten wir kurz nach Einbruch der Dunkelheit unseren Schlafplatz: Die Brusher Gap Hut, 2.5 Kilometer nördlich von Laragh auf dem Wicklow Way.

Eine 3-teilige Reel-Reihe über den Trip findest Du auf meinem Instagram-Kanal

Böse Überraschung an der Hütte

An der Hütte angekommen mussten wir jedoch feststellen, dass wir nicht die Einzigen waren, die vor hatten, hier zu nächtigen. Zwei andere Wanderer hatten es sich bereits in Hütte gemütlich gemacht, sichtlich verstimmt angesichts unserer Ankunft. Den auch bei der Hüttenplatzbelegung gilt: first come, first served. Somit standen wir nun vor der Herausforderung, dass zu viele Personen auf zu wenige Zelte verteilt werden mussten. Nach etwas Rücken in der Hütte und einer Neuzuteilung der Plätze in den Zelten hatte aber schließlich jeder einen Platz für die Nacht. Der Rest des Abends war Wanderlust pur. Nachdem wir unser Essen zubereitet hatten (wahlweise vorgekochtes Essen oder auf dem Campingkocher zubereitete Trekkingnahrung), saßen wir noch bis spät in die Nacht bei „Irish Hot Whiskey“, mitreißenden Geschichten und entspannter Musik um das knisternde Lagerfeuer.

Nach guten acht Stunden Schlaf ging es am nächsten Morgen bei bestem Wanderwetter von der Brusher Gap Hut über das wohl bekannteste Tal der Wicklow Mountains – Glendalough, das Tal der zwei Seen – bis nach Glenmalure, wo zunächst eine herzhafte Mahlzeit und anschließend der Bus für die Heimreise auf uns wartete. 

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