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Eine Liebeserklärung an die kreolische Küche

Eine Liebeserklärung an die kreolische Küche

La Réunion ist kulturell unglaublich vielfältig, jeden Tag finden sich Einflüsse aus China, aus Indien, aus verschiedenen afrikanischen Ländern und natürlich Frankreich. Eine Liebe teilen sich aber alle Bewohner der Insel: die zu einem guten Cari. Was es mit dem Gericht auf sich hat und wie ihr euch den Geschmack La Réunions in die eigene Küche holen könnt, erfahrt ihr hier.

Cari ist das wohl typischste Gericht der Insel. Die Grundlage eines guten Caris besteht aus Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Ingwer, Thymian und Piment (Kreol für absolut jede Art von scharfem Gewürz, egal ob Chili oder Pfeffer). Die Zutaten für ein Cari wachsen alle auf La Réunion und können für wenig Geld auf dem Wochenmarkt gekauft werden. Dazu kommen dann verschiedene Gemüse-, Fleisch- oder Fischsorten, außerdem die sogenannten Grainsdas können Linsen oder Bohnen sein. Gegessen wird das Ganze mit einer Portion Reis und für die nötige Schärfe sorgt das sogenannte Rougail: wieder Piment mit Mango, Tomate, Avocado, Papaya, Gurken oder Zitronen – hier habe ich gelernt, dass man wirklich alles scharf essen kann.

Ich persönlich liebe Cari und die Tatsache, dass es in so vielen Variationen gegessen werden kann. Um den Geschmack La Réunions mit nach Hause zu nehmen, habe ich mich diese Woche daran probiert, ein richtig gutes Cari zu kochen.

Ich habe mich für ein veganes Rezept entschieden, weil ich gerne die lokale Jackfrucht (ti Jacque –heißt so viel, wie „Kleiner Jack“, was lustig ist, wenn man weiß, dass die Frucht um die 8 kg wiegen kann) ausprobieren wollte. Sie hat eine ähnliche Konsistenz wie Hackfleisch und ist reich an Kalzium, Vitamin B, Magnesium und Eisen. In Deutschland bekommt man sie in asiatischen Supermärkten, Feinkostläden, oder sogar eingeschweißt in der Drogerie.

 

Das Rezept reicht gut für drei bis vier Personen.

Und was trinkt man dazu?

Darauf kann es nur eine Antwort geben: ein kaltes Dodo-Bier.

Und wenn der kleine Hunger kommt?

Samoussas (indische Teigtaschen mit Fleisch-, Fisch-, Käse- oder Gemüsefüllung) und Bonbon piment (pürierte Sojabohnen mit Chilischoten, schmecken ähnlich wie sehr scharfe Falafel) sind die Snacks für unterwegs. In der Caféteria der Universität oder auf dem Markt kann man sich für 30 Cent das Stück eine kleine Papiertüte damit füllen lassen.

Und was wäre eine Mahlzeit in Frankreich ohne Nachtisch? Als Dessert gibt es hier das typisch französische Café Gourmandein großer Teller mit kleinen Portionen diverser Desserts, wie Crème Brûlée, karamellisierte Ananas oder Pana Cotta. Dazu gibt es einen kleinen Espresso.

Etwas exotischer ist dann wiederum der Gateau patate oder Gateau manioc, kleine Kuchen aus Süßkartoffeln oder Maniokwurzel.

Und keine Sorge – eine große Portion Cari oder diese süßen Desserts darf man sich nach einer großen Wanderung mit bestem Gewissen mal gönnen. Wem das nicht reicht: Habt ihr schon gelesen, welche Sportarten der Hochschulsport anbietet?

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