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5 Tipps zum Studieren in Delft

Zum Ende meines ersten Quartals kann ich sagen: Mein Studium in Delft ist tatsächlich ganz anders als mein Studium in Deutschland. Das fängt schon bei der Struktur des Studiums an: Wir haben keine Semester, sondern eben Quartale. 5 Tipps, die den Start in Delft ein wenig leichter machen.

Ist es denn wirklich anders?

Ja, alleine schon, weil man hier in Quartalen studiert. Da kann man schon mal aus allen Wolken fallen, wenn es in der ersten Woche gleich mit Hausaufgaben, etc. losgeht. Einen Kurs musste ich sogar sofort wieder abwählen, weil man schon vor der ersten Vorlesung einen Test hätte machen müssen. Das erwartet man – gewohnt vom langsam anlaufenden deutschen Semester – natürlich nicht.  Das führt zum ersten Tipp.

Sehr hohes Gebäude mit Glasfront in Delft
Meine Fakultät, gleichzeitig auch das höchste Gebäude auf dem Campus. Hier sind meine meisten Vorlesungen.

Tipp #1: Informiert euch IMMER online.

An der TU Delft läuft alles über Onlineportale. Das kann verwirrend sein, weil jedes Onlineportal für etwas anderes zuständig ist. Zwei der Websites braucht ihr regelmäßig im Alltag: „MyTimetable“ und „Blackboard„. Bei „MyTimetable“ findet man die aktuellen Vorlesungsräume, zur allgemeinen Übersicht nur mit kryptischen Raumkürzeln, die man nur mit Glück auf dem Campusplan findet. Da sich hier tatsächlich Räume von Woche zu Woche ändern können, lohnt es sich ab und an nachzuschauen. Auf „Blackboard“ sind alle Kurse zu finden, die man momentan besucht. Hier werden Ankündigungen aller Art, die Vorlesungsfolien, Hausaufgaben und alles andere hochgeladen. Fertige Hausaufgaben werden hier auch wieder hochgeladen.

Tipp #2: Fangt direkt an zu arbeiten.

Wie bereits erwähnt, geht das Quartal direkt los und man muss von Anfang an lernen und Hausaufgaben machen. Wer die ersten Wochen langsam angehen lässt und nichts für die Uni macht, hat am Ende ein Problem alles noch zu schaffen. Arbeitet man kontinuierlich an seinen Kursen, ist das aber alles kein Problem. Am Ende des Quartals hat man eine Woche frei, bevor die Prüfungen beginnen. Von daher ist dann auch noch Zeit, sich etwas mehr auf Prüfungen vorzubereiten.

Tipp #3: Ein Quartal = 15 ECTS.

Im Erasmus+-Programm hat man das Glück, keinem Studienprogramm folgen zu müssen. Stattdessen kann man seine Kurse relativ frei wählen. Hilfe dabei bietet das Vorlesungsverzeichnis. Macht aber nicht den gleichen Fehler wie ich und lasst euch von den verschiedenen Kurstypen der TU Delft verwirren. Es gibt nämlich auch Kurse, die ein Semester lang dauern. Sie haben keine Klausur am Ende des ersten Quartals. Aber man muss natürlich trotzdem lernen und Hausarbeiten abgeben. Da ich das am Anfang alles naiverweise nicht ganz verstanden habe, habe ich im ersten Quartal 23 ECTS belegt. Im Nachhinein würde ich das nicht weiterempfehlen, man hat echt eine Menge zu tun.

 

Tipp #4: Lernt kochen.

Ich kann leider nicht viel Gutes über die Mensa hier sagen. Sie ist teuer und das Essen ist nicht gut. Es gibt ein vegetarisches und ein fleischhaltiges warmes Gericht. Es ist meistens Reis mit einem kleinen bisschen Soße. Ansonsten gibt es verschiedene Sandwiches und Wraps. Der Preis liegt bei ungefähr 4 Euro. Zum Glück gibt es aber in den Fakultäten oft Mikrowellen. Ich bringe mir mein Essen also jeden Tag von zu Hause mit. Damit lässt sich der Tag viel besser überstehen.

Tipp #5: Trinkt Kaffee, viel Kaffee.

In den Niederlanden wird generell viel Kaffee getrunken – natürlich auch an der Uni. Man passt sich sehr schnell an. Da die Vorlesungen immer eine Viertelstunde Pause zwischendurch machen, verleitet das dazu noch mehr Kaffee zu trinken. Man findet an jeder Fakultät ein Café. Dazu stehen überall Kaffeeautomaten, die auch wirklich viel genutzt werden. Der Kaffee schmeckt tatsächlich ganz gut. An den Automaten zahlt man pro Kaffee zwischen 40 Cent und 1,50 Euro. Um sie benutzen zu können, braucht man ein niederländisches Konto, um bargeldlos bezahlen zu können.

Kaffeebecher zum Mitnehmen neben dem Laptop
Kaffee in der Bib? Hier kein Problem.

Und dann?

Studieren in Delft macht sehr viel Spaß. Die meisten Kurse sind interessant und ihr werdet viel lernen. Natürlich müsst ihr auch euren Beitrag dazu leisten.  Der Spaß bleibt aber auch nicht auf der Strecke. Wenn ihr meine Tipps beherzigt, habt ihr noch genügend Zeit für andere Aktivitäten!

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