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Während Corona ins Auslandssemester: 5 Dinge, die man beachten sollte

Während Corona ins Auslandssemester: 5 Dinge, die man beachten sollte

Die Corona-Pandemie bestimmt aktuell unseren Alltag. Auch in Bezug auf das Auslandssemester gibt es in dieser Zeit einige Dinge, auf die man besonders achten sollte. Dazu findet ihr hier meine fünf wichtigsten Punkte:

1. Informiert euch ausreichend

Verlasst euch nicht nur darauf, was ihr von eurer Gastuniversität hört. Es ist immer gut, sich selbst nebenbei auch noch zu informieren. Ich habe Wochen vor der Abreise fast täglich die Seite des Auswärtigen Amts gecheckt. Hier könnt ihr euch übrigens auch in die Krisenvorsorgeliste eintragen. Das mache ich immer, kurz bevor ich eine Reise antrete, damit die Auslandsvertretung vor Ort im Notfall Kontakt mit mir oder Angehörigen aus Deutschland aufnehmen kann.

Zusätzlich habe ich zur Sicherheit immer auf der Seite der Regierung in meinem Zielland Georgien nachgeschaut. Hier findet man Informationen zu den Beschränkungen, Fallzahlen zum Corona-Virus und häufig gestellte Fragen zur aktuellen Situation. Teilweise unterscheiden sich die Informationen auf beiden Seiten, da die georgische Regierung die Beschränkungen nochmals in die verschiedenen Regionen und Städte untergliedert. Daher empfehle ich immer, beide Seiten im Blick zu behalten.

2. Macht euch Gedanken über eure Krankenversicherung

Außerhalb von Europa sollte man sowieso ausreichend krankenversichert sein. Ich habe eine Versicherung, die Kostenerstattung für die meisten Fälle bietet, allerdings nur 56 Tage im Jahr. Das ist vor allem sinnvoll, wenn ihr bereits früher anreist und eure Krankenversicherung erst mit Semesterstart beginnt.

Ab Semesterstart bin ich dann über mein Stipendium krankenversichert. Über die Stipendienleistungen werde ich in einem anderen Beitrag weitere Informationen geben.

In Georgien ist das Ganze jedoch etwas komplizierter. Jeder Austauschstudent ist aktuell verpflichtet, eine georgische Covid-Versicherung abzuschließen, die circa 20 Euro pro Monat kostet. Alle Austauschstudierenden meiner Universität haben die TBC Versicherung, da sie einen Studententarif für wahlweise 6 Monate oder 1 Jahr anbietet.

Deutsche Auslandskrankenversicherungen werden leider nicht mehr akzeptiert, egal ob die Kosten einer Corona Infektion abgedeckt sind oder nicht.

3. Erstellt eine Packliste

Eine Packliste erstelle ich eigentlich auch für jeden normalen Urlaub. Dieses Mal habe ich allerdings besonders darauf geachtet, Dinge einzupacken, die gegen Langeweile helfen. Es ist gut möglich, dass ihr einige Tage in Quarantäne verbringen müsst. Also macht euch bereits zu Hause darüber Gedanken, wie ihr euch in dieser Zeit beschäftigen könnt. Ich bin zum Beispiel superfroh, ein spannendes englisches Buch mitgenommen zu haben. Zum einen, um meine Englischkenntnisse zu verbessern und zum anderen ist man mit dem Lesen über einen längeren Zeitraum beschäftigt.

Gegen Langeweile bin ich zwar gut ausgestattet, Klamotten habe ich dafür aber weniger eingepackt. Ursprünglich sollte der Lockdown kurz nach meiner Ankunft gelockert werden. Deshalb dachte ich, wenn ich noch Klamotten brauche, kaufe ich mir einfach Vorort welche. Da die Zahlen allerdings immer noch zu hoch waren, blieben die Geschäfte weiterhin geschlossen. Nachdem es dann einige Tage nach meiner Ankunft -8 Grad hatte, habe ich draußen total gefroren. Weil warme Sachen viel Platz im Gepäck wegnehmen, habe ich mehr Sachen für den Sommer eingepackt und Schneeschuhe mitzunehmen kam für mich sowieso nicht infrage. Die nächsten drei Tage habe ich dann in meiner Wohnung verbracht, da der Wind draußen so kalt war und ich es ohne Schal, Handschuhe, Mütze und warme Schuhe nicht lange ausgehalten habe.

4. Sucht euch eine Wohnung, in der ihr euch wohlfühlen könnt

Zuerst habe ich nur nach Wohnungen in der Nähe der Uni geschaut. Die waren zwar gut gelegen und recht günstig, aber nicht unbedingt schön und gemütlich. Auch wenn das Auslandssemester als Präsenzunterricht vorgesehen ist, kann es gut sein, dass ihr am Ende doch die meiste Zeit vor dem Laptop in eurer Wohnung verbringt. Auch Quarantäne und Ausgangssperren sind leider keine Seltenheit. Deshalb sollte man sich in der Wohnung wohlfühlen können, ansonsten bekommt man ziemlich schnell Heimweh.

Ich bin letztendlich doch froh, meinen Fokus auf Ausstattung und Gemütlichkeit gelegt zu haben. Meine Wohnung ist zwar etwas weiter von der Uni weg, aber dafür ziemlich neu und gut ausgestattet. Und mit dem Taxi ist man für umgerechnet 1-2 Euro trotzdem schnell in der Innenstadt oder bei der Uni.

5. Reist früh genug an

Wahrscheinlich ist es immer gut, nicht erst kurz vor knapp im Gastland anzukommen, um stressfrei ins Auslandssemester zu starten. Aktuell sind es aber die Quarantänebestimmungen, die einen guten Grund für eine frühe Anreise liefern. In Georgien war bis zu meiner Ankunft nicht ganz klar, ob ich in Quarantäne gehen muss oder nicht. Denn laut meiner Gastuniversität gibt es  unterschiedliche Bestimmungen für Touristen und Studenten. Letztendlich hat meine Einreise mit negativem PCR-Test ohne Quarantäne geklappt. Meine Kommilitonen aus Österreich müssen jetzt aber für 12 Tage ins Quarantänehotel.

Ihr könnt euch aber auch in Ruhe mit eurer neuen Umgebung vertraut machen. In den ersten Tagen bin ich täglich zu Fuß in die Innenstadt gelaufen und habe unterwegs neue Einkaufsmöglichkeiten, Parks oder kleine Gassen entdeckt. Mit Lockdown, Sprachbarriere und einem anderen Alphabet habe ich nämlich eine Weile gebraucht, um mich an Georgien zu gewöhnen.

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