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5 Dinge, die ich an Schweden liebe

5 Dinge, die ich an Schweden liebe

Schweden, das Land der Fleischbällchen, großer Seen, Astrid Lindgren, Möbeln, die sich weltweiter Beliebtheit erfreuen und wunderschöner Landschaften. Dass Schweden etwas zu bieten hat, ist keine Überraschung. Jeder weiß: Hier ist’s schön. Teil eines Auslandssemesters ist es aber auch hinter die Fassade eines Landes zu schauen. In meiner Zeit in Göteborg habe ich im Alltag kleine Dinge entdeckt, die ich lieben gelernt habe und die das Leben ein kleines bisschen erleichtern.

Fahne
Das obligatorische Foto mit Flagge! Tja– nur doof, dass Nullgrade herrschten und mir der Wind um die Ohren pfiff. Lieb hab ich Schweden trotzdem gewonnen.

1. Effiziente Supermarktkassen

Angekommen in Schweden ging es direkt am ersten Tag erst mal in den Supermarkt. Das Erste, was mir auffällt: eine riesige Wand voll mit Scannern. Über eine App scannt man seinen Einkauf schon, wenn man ihn aus dem Regal nimmt. Am Ende spart das Zeit an der Kasse und ist auch in Zeiten von Corona eine kontaktarme Alternative zum üblichen Einkauf. Es gibt jedoch auch in so gut wie jedem Supermarkt die Möglichkeit, wie gewohnt durch den Laden zu gehen und dann am Ende selbst auszuchecken und den Einkauf selbst zu scannen. In Deutschland habe ich das erst in einem Möbelhaus gesehen, dass ihr ganz bestimmt kennt (Zufall?). Die Schweden haben das System auf jeden Fall perfektioniert: Es gibt so gut wie nie Probleme und auch Produkte ohne Barcode, wie zum Beispiel frisches Obst oder Gemüse lassen sich bequem an den Self-Checkout-Kassen bedienen. Die Vorteile: man spart Kontakt zu dem Personal, es gibt so gut wie nie eine Schlange, man kann in Ruhe seinen Einkauf verpacken und es macht auch irgendwie Spaß, die Produkte zu scannen.

2. Öffentliche Toiletten

Toiletten sind Toiletten– was kann da schon so anders sein? Falsch. Eine Beobachtung, die ich bereits früh in meinem Auslandssemester gemacht habe: die Toiletten befinden sich oft in einzelnen Räumen mit eigenem Waschbecken. Keine riesigen Räume mit vielen Kabinen und dann noch mal eine Schlange für die Waschbecken. Das bedeutet in vielen Cafés und Restaurants, dass die Toiletten unisex sind. Das ist nicht nur praktisch, da somit Schlangen auf dem Damenklo vermieden werden, sondern auch inklusiv für trans oder non-binary Mitmenschen. Ein kleiner Schritt, der für viele sicherlich eine große Erleichterung darstellt.

3. Bargeldlos Zahlen

In jedem Reiseführer steht es: So gut wie nirgendwo wird Bargeld akzeptiert. Ach, so extrem wird es schon nicht sein. Tatsächlich habe ich bisher aber wirklich noch nie mit Bargeld gezahlt. In der Regel zahlt man in Schweden nämlich mit Kreditkarte oder Swish, einer Online-Banking App, die so gut wie alle Schweden benutzen. Ich persönlich fand es zunächst etwas komisch, dass Bargeld nicht nur ungewöhnlich ist, sondern auch oft einfach nicht akzeptiert wird. Inzwischen bin ich jedoch gerade wegen der Zeitersparnis an der Kasse total begeistert. Für Reisende ist das Zahlen mit Kreditkarte außerdem sinnvoll, da es in Schweden nicht Euro, sondern schwedische Kronen gibt. Inzwischen bin ich echt so gut wie immer bargeldlos unterwegs und denke, dass ich das auch in Deutschland weiter so handhaben werde.

Bargeld

Bargeld nutzt einem in Schweden wenig. Alles wird über Kreditkarte oder die Banking App Swish bezahlt. Das Bargeld hier dient quasi nur als Requisite für’s Foto!

4. Alles geht online

Nicht nur das Bezahlen im Laden, sondern auch sämtliche andere alltägliche Angebote sind digitalisiert. Ticketautomaten gibt es so gut wie kaum – wenn, dann nur in einzelnen Bussen und Bahnen. Da wird dann übrigens auch kein Bargeld akzeptiert. Tickets für den öffentlichen Nahverkehr kauft man in der Regel via App der Verkehrsbetriebe. Für Museumsbesuche sollte man oft im Voraus Tickets buchen, auch das geschieht so gut wie immer online. Wo in Deutschland oft die Möglichkeit des Telefonierens besteht, surfen die Schweden online.

5. Immer Zeit für eine Pause mit Freunden

Zum Abschluss ein sentimentaler Punkt. Oft werden Schweden als kühl oder distanziert wahrgenommen. Diese Annahme kann ich eigentlich nicht unterschreiben. Meine Erfahrung ist, dass die Schweden sehr gesellig sind. Die Restaurants und Cafés in Göteborg sind immer gut gefüllt. Die Idee, Zeit mit seinen Freunden zu verbringen und sich gezielt dafür eine Pause zu nehmen, finde ich toll. Natürlich kann ich nicht gezielt für alle Schweden und Schwedinnen sprechen, aber ich habe das Gefühl, dass die schwedische Kultur sehr viel Wert auf Gemeinsamkeit und Lebensgenuss legt.

Fika
Fika, also die Kaffeepause mit Freunden, ist ein fester Bestandteil der schwedischen Kultur. Ich liebe es!

Also: Schweden bietet mehr, als man auf dem ersten Blick vielleicht denkt. Einige Dinge werde ich mir auf jeden Fall von den Schweden abgucken …

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