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Zwischen Illustrator, Photoshop und Co. Meine Kurse in Belgien


An der Arteveldehogeschool in Gent belege ich derzeit Kurse im Bereich Grafik und digitale Medien, die unter dem Austauschprogramm „MOCOMA“ (Module in Communication Management) zusammengefasst werden. In diesem Artikel gebe ich dir einen Einblick in die Kursübersicht und du erfährst meine persönliche Einschätzung.

Module in Communication Management

Die Kurse des „MOCOMA“- Programms werden für Austauschstudierende im Bereich Medien- und Kommunikation angeboten. Die Lehre erfolgt ausschließlich auf Englisch und bietet eine Fülle an diversen Modulen. Neben Kursen wie „Graphic Communication“, „Information Design and Visual Effects“ oder „Introduction to Photography“, gibt es jedoch auch Kurse im Bereich Interkulturelles Management, Journalismus oder Europäische Politik. Da ich mein Wissen im Bereich digitales Design erweitern wollte, habe ich vor allem die Module mit einem grafischen Hintergrund gewählt.

Meine Kurse

  • Communication Skills

    In diesem Kurs lernst du etwas über Kommunikation, wie sie funktioniert oder eben auch nicht funktioniert. Es geht unter anderem um verbales bzw. nonverbales Kommunizieren, Personal Branding oder das eigene Auftreten bei Präsentationen. Ein Kurs, bei dem du hin und wieder in dich gehen und dich reflektieren musst, gelehrt von einer tollen Dozentin.

  • Introduction to Photography

    Dieser Kurs besteht aus zwei Teilen: „Photography“ und „Photo and Video Journalism“. Im Photography-Part lernst du die Grundfunktionen und
    -einstellungen deiner Kamera näher kennen, die du in einem zweiwöchigen Fotomarathon unter Beweis stellen musst. Achtung, für diesen Kurs benötigst du eine eigene Kamera (Digitale Spiegelreflex oder Systemkamera), Smartphones zählen nicht! Solltest du keine eigene besitzen, kannst du dir zur Not bei der Arteveldehogeschool eine Kamera ausleihen.

    Im Teil „Photo and Video Journalism“ lernst Du vor allem Techniken der Bildbearbeitung in Adobe Lightroom, etwas über Kompositionen in Magazinen, Zeitungen oder in den Bildern bekannter belgischer Fotografen, die Dos and Don’ts beim Fotografieren etc.

  • Information Design and Visual Effects

    In „Information Design and Visual Effects“ lernst du die Basics über Typographie, Kompositionen und Wirkung von Texten und Bildern bzw. das Animieren von Grafiken in Adobe After Effects. Es wäre von Vorteil, wenn du für diesen Kurs schon ein paar Grundkenntnisse in InDesign oder Illustrator mitbringst.

  • Image Editing & Storytelling Tools

    Dieses Modul bringt dir zum einen die Bearbeitung von Fotos mit Adobe Photoshop näher, du bekommst einen ersten Einstieg in das Programm und musst das Gelernte in kleinen Aufgaben anwenden. Im zweiten Teil beschäftigst du dich mit der grafischen Aufbereitung eines Themas deiner Wahl. Du lernst beispielsweise, Infografiken zu erstellen und diese zusammen mit interaktiven Elementen auf einer Website einzubinden.

  • Graphic Communication

    Auch dieser Kurs besteht aus zwei Teilen. Im ersten Part lernst du erste Schritte zur Konzeption eines Logos und zeichnest auf Papier. Im zweiten Teil werden dir Schritt für Schritt die ersten Steps mit Adobe Illustrator gezeigt. Am Ende des Kurses reichst du alle Designs als ein kleines Portfolio gesammelt ein.

E-Learning aufgrund von Corona

Aufgrund von Corona stellte die Arteveldehogeschool ab Mitte März ihren kompletten Lehrbetrieb auf Online um. Das heißt, ich hatte nur knappe sechs Wochen lang Face-to-Face-Unterricht in den Räumen der Hochschule. Die Umstellung hat fast problemlos funktioniert, allerdings ersetzt sie das persönliche Lehren meiner Meinung nach nicht zu 100 %. Gerade die Inhalte praxisbezogener Kurse, wie „Photography“ oder „Graphic Communication“ hätten unter „normalen“ Umständen sicherlich besser vermittelt werden können.

E-Learning
Mein Portfolio in „Graphic Communication“.

Meine persönliche Einschätzung

Da sich das Semester langsam dem Ende neigt, die letzten Projekte abgegeben werden müssen und die Prüfungen bevorstehen, hier meine persönliche Einschätzung zu den Kursen des „MOCOMA-Programms“:

Ich war anfangs sehr positiv überrascht von der Vielzahl an interessanten Kursen, die meine deutsche Hochschule so nicht anbietet. Allerdings ist es nicht so einfach, die Lehre auf die unterschiedlichen Levels und Hintergründe aller Austauschstudierenden anzupassen, sodass ich hin und wieder in die Situation kam, einiges bereits zu wissen oder zu können. Aber wie sagt man so schön: Doppelt hält besser! Die Kurse sind alle ziemlich zeitintensiv, einige Aufgaben können jedoch auch gemeinsam bearbeitet oder eingereicht werden. Mein Favorit war auf jeden Fall der Fotografiekurs, in dem ich am Meisten dazu gelernt habe. Falls du noch Fragen zu den Kursen des MOCOMA-Programms hast, schreib mir gern auf meinen Social-Media-Kanälen.

Hast du noch Fragen?

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