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Stipendium – ohne Bestnoten?

Stipendium – ohne Bestnoten?

Um ein Stipendium zu bekommen, musste ich nicht unbedingt ein Überflieger sein. Aber woher nahm ich den Mut und was hat mir bei der Bewerbung Sicherheit gegeben?

Wofür habe ich mich beworben?

Im November 2021 hatte ich genug von der Isolation durch Corona und die ständig ausfallenden Praktika. Ich wollte mehr erfahren über die Art und Weise, wie Forschung funktioniert und dem Theoretischen, was ich im Studium lerne eine Perspektive geben. Deshalb bin ich, relativ kurzfristig, auf das „RISE weltweit“- Programm gestoßen. Hier werden einmal im Jahr Praktikumsstellen f¨ur den kommenden Sommer ausgeschrieben. Diese sind speziell für deutsche Bachelorstudierende im MINT-Bereich ausgelegt. Der Bewerbungsprozess findet komplett auf der Website des Programms statt und beschränkt sich auf ein paar wenige Dokumente.

Frau am Mikroskop im Labor.
Durch das RISE weltweit-Programm konnte ich schon viele neue Methoden lernen.

Hochstapler-Syndrom

Ein großes Problem bei meiner Stipendienbewerbung war die Angst vor Ablehnung oder am falschen Platz unter Einserkandidatinnen zu sein. Daf¨ür gibt es einen Namen: das Hochstapler-Syndrom. Es beschreibt die irrationale Angst davor sich in eine aktuelle Position hereinzuschummeln oder hereingeschummelt zu haben. Allerdings durfte ich feststellen, dass Noten nicht das Einzige sind, das Einfluss auf die Auswahl des Komitees hat. Genauso gut konnte meine starke Motivation für den Auslandsaufenthalt und mein außeruniversitäres Engagement überzeugen.

Die Angst überwinden

Irgendwann war ich mir also bewusst, dass ein Auslandspraktikum gut in meine Planung für das kommende Jahr passen würde und auch, dass ich es schaffen kann, die notwendigen Unterlagen rechtzeitig beisammen zu sammeln. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht geschafft hatte, war die zweifelnde Stimme in meinem Kopf zu beruhigen, die davon ausging, dass Stipendien nicht für Leute wie mich gemacht sind. Wer genau diese „Leute wie ich“ waren, wusste ich nicht. Was ich aber zu wissen schien war, dass eine Bewerbung mich nur unnötig viel Zeit kosten werde, die am Ende eh nur verschwendet war. Mir persönlich hat es hier sehr dolle geholfen meine Ängste auszuformulieren und aktiv Gegenbeispiele zu finden, die bestätigen, dass ich in dem Bewerbungsprozess an der richtigen Stelle bin.

Und was hatte ich noch vorzuweisen außer meiner Noten?

Die Eigenschaften, die ich in meiner Bewerbung angegeben habe, beziehen sich vor allem auf die Art und Weise, wie ich mich in den drei Jahren meines Studiums neben der Uni beschäftigt habe. Hier ein paar Beispiele:

  • Engagement in Hochschulgruppen
  • Auslandserfahrung
  • Interesse an internationaler Vernetzung
  • Laborerfahrung
  • Starkes Interesse in dem Fachbereich des Praktikums
Frau mit Gepard
Mein letzter Auslandsaufenthalt war in Südafrika, wo ich mit Geparden gearbeitet habe. Meine Erfahrungen habe ich in meiner Bewerbung angesprochen.

Die Statistik

Ein weiterer Aspekt, den ich erst im Nachhinein herausgefunden habe und der mich im Bewerbungsprozess deutlich beruhigt hätte, ist die Statistik. Diese besagt, dass dieses Jahr fast alle Bewerber*innen für das „RISE worldwide“-Programm einer Praktikumsstelle zugewiesen werden konnten und die Hälfte davon ein Stipendium bekommen hat. Das bedeutet, dass die Ablehnung vor der ich so große Angst hatte gar nicht so wahrscheinlich war, wie ich mir das vorgemacht hatte.

Forschungsplakat mit Pfirsichen
Aus meinem Auslandspraktikum nehme ich vieles mit. Unter anderem stand mein Name auf einem wissenschaftlichen Plakat, was offiziell als Publikation gezählt werden kann.

Fazit – was nehme ich mit?

Sich für ein Stipendium zu bewerben, mag sich zu Beginn nach einem großen Schritt angefühlt haben. Meine Erlebnisse im Auslandspraktikum, die neuen Freunde und die Praxiserfahrung waren aber die Zweifel wert. Außerdem ist das positive Feedback, das ich hier bekomme eine schöne Bestätigung mich auf dem richtigen Weg zu befinden.

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