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Mein Roadtrip durch Kanadas Westen: Ab nach Vancouver!

Mein Roadtrip durch Kanadas Westen: Ab nach Vancouver!


Kaum habe ich mich hier in Montreal eingelebt, da standen schon meine ersten Ferien vor der Tür. Ich wäre nicht ich, wenn ich die zwei Wochen nicht in vollen Zügen zum Reisen ausgenutzt hätte. In der ersten Ferienwoche hat es mich ganz weit in den Westen Kanadas nach Vancouver Island und nach Vancouver verschlagen. Stay tuned, denn ich habe viel erlebt…

Mein rostbrauner 48 Liter Backpack ist randvoll, schließlich bin ich für alle Eventualitäten vorbereitet. Das Wetter in Kanada ist immer wieder eine Wundertüte, daher habe ich neben einer Winterjacke, dicken Pullis und Wanderstiefeln auch mal ein T-Shirt und einen Bikini eingepackt. Im Nachhinein betrachtet, habe ich recht gut gepackt, wobei der Bikini und das ein oder andere Oberteil vielleicht doch zu Hause hätten bleiben können. Es ist schließlich doch erst April. Außerdem habe ich sämtliche Kameras und das gesamte Equipment in meinem kleinen Rucksack. Ihr könnt euch also im Laufe des Artikels auf einige schöne Bilder freuen.

Einmal quer durch Kanada

Für meine Ferien reise ich, wie bereits erwähnt, zunächst in Kanadas Westen nach Vancouver und Vancouver Island. Vor Ort treffe ich mich mit einem Bekannten, der vor ein paar Jahren für einen längeren Zeitraum dort gelebt hat. Ich habe sozusagen meinen persönlichen Guide. Die ersten vier Tage verbringen wir auf Vancouver Island und im Anschluss weitere vier Tage in Vancouver. Bevor ich allerdings nach Montreal zurückkehre mache ich noch einen Zwischenstopp in Toronto. Dort werde ich dann allein unterwegs sein.

Zurück zu meiner Anreise nach Vancouver. Über fünf Stunden reine Flugzeit, Zug, Bus zum Fährterminal, 90 Minuten Fähre, nochmal ein Bus und schließlich ein kurzer Fußmarsch bis zum Hostel in „Victoria“ auf Vancouver Island. Ich bin erschöpft. Trotzdem erkunden wir Victoria noch am selben Abend. Am nächsten Tag beginnt unser dreitägiger Roadtrip.

Pacific Rim Highway 1 im BMW

Der kommende Tag beginnt gleich mal mit einigen Überraschungen. Zunächst gibt es kostenloses Frühstück im Hostel und im Anschluss bekommen wir ein Upgrade bezüglich unseres Mietwagens. In einem (fast) neuen BMX X1 werden wir die kommenden Tage die Insel unsicher machen. Auf unserem Weg von Victoria, der Hauptstadt des Staates British Columbia, geht es am ersten Tag zum Surferhotspot „Tofino“. Die Strecke führt uns an der Ostküste bis nach „Nanaimo“ und anschließend quer durch die Insel bis an die Westküste, entlang des malerischen Pacific Rim Highway 1. Unterwegs halten wir immer wieder an, steigen aus, machen Fotos und genießen die atemberaubende Natur. So kommen wir wie geplant erst abends in Tofino an.

Schnee, Hagel, Regen und strahlender Sonnenschein an einem Tag

Gefrühstückt wird heute auf einem Baumstamm am Long Beach. Es gibt Obst, Bagel und Hummus. Das Wetter zeigt sich in der Früh von seiner besten Seite. Man könnte meinen, wir wären nicht in Kanada, sondern in der Karibik. Kaum steigen wir zurück in unseren Mietwagen, beginnt es zur Regnen, doch kaum in „Uculet“ angekommen, stoppt der Regen und die Sonne spitzt zwischen den Wolken hindurch. Wir sind richtige Glückspilze, als wir einen kleinen Spaziergang entlang des Leuchtturms machen. Gleiches Spiel wie vorhin. Wir springen ins Auto und es beginnt zu Regnen und umso weiter wir uns von der Küste entfernen, umso kälter wird es. Es beginnt zu schneien. Großartig. Der Schnee bleibt sogar liegen. Trotzdem wollen wir den „Taylor River “ besuchen, schließlich sind wir nun mal hier. Wir stoppen unser Auto auf dem Rastplatz und der Schneeregen stoppt. Kaum zu glauben. Der „Taylor River“ ist besonders für seine grüne Farbe bekannt und im Sommer ein bekannter Badespot. Unser letzter Stopp, bevor wir unser B&B in „Port Alberni“ beziehen, ist das „hole in the wall“. Wie der Name schon sagt, ist das ein Loch in einer Felswand. Das Loch wurde in der Vergangenheit für ein Wasserrohr angelegt. Heute führt ein kurzer Weg zu diesem Relikt. Leider beginnt es auf der kurzen Wanderung zurück zu unserem Mietwagen zunächst zu Hageln und dann stark zu Regnen. Tja man kann nicht immer Glück haben. Den Abend lassen wir mit guten Gesprächen bei leckerem Essen im B&B ausklingen.

Bevor es nach Vancouver geht, besuchen wir bei unserer Rückfahrt nach Victoria die „Little Qualicum Falls“. Bei strahlendem Sonnenschein geht es mit der Fähre zurück aufs Festland!

Diese „kleine Insel“ ist so ein magischer Ort und hat in der kurzen Zeit einen besonderen Platz in meinem Herzen gewonnen. Die Natur ist einfach einzigartig! Solltet ihr in Vancouver oder in Seattle unterwegs sein, dann solltet ihr unbedingt Vancouver Island besuchen! Es lohnt sich. Das schöne ist, dass die meisten Wanderwege, Aussichtspunkte und Nationalparks direkt am Highway gelegen sind und man dort problemlos parken kann.

Von der Natur in die Großstadt

Die kommenden drei Tage verbringen wir in Vancouver, der drittgrößten Stadt Kanadas. Ein volles Kontrastprogramm im Vergleich zu Vancouver Island. Mein Geographiedozent aus der Uni hat während der Berlin Exkursion gesagt, „Wenn man eine Stadt kennenlernen möchte, dann muss man das zu Fuß machen. Daher gehen Geographen immer zu Fuß“. Seinen Ratschlag nehme ich mir bis heute sehr zu Herzen, also gehen wir das Stadtzentrum am ersten Tag überwiegend zu Fuß ab. Von Gastown mit der Steamclock, die Harboufront entlang bis zum Stanley Park, nach Englisch Bay, die Robson Street entlang und bis nach Granville Island. Ich glaube, am Ende des Tages waren es über 20 Kilometer. Auf Granville Island gibt es verschiedene kleine Markthallen. Es lohnt sich also mit knurrendem Magen dorthin zu gehen, sich dort verführen zu lassen und sein Essen/Snack in der Sonne bei Livemusik zu genießen.

Den zweiten Tag verbringen wir in Kitsilano. Ein Stadtteil mit ganz vielen schönen Cafés, Boutiquen und Shops. Dort leben überwiegend Studenten, die an der nahegelegenen UBC (University of British Columbia) studieren. Dort haben wir am nahegelegenen Strand erst mal ein Heißgetränk unserer Wahl, bei mir ein Chai Latte, genossen. Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch den Campus der UBC. Ich muss wirklich gestehen, dort hätte ich auch gern studiert und so eine Campus-Uni hat wirklich Charme.

Ein Zertifikat zum Abschluss

Der letzte Tag in Vancouver. Ich mache mich allein auf den Weg zum Capilano Suspension Bridge Park. Das Aushängeschild des Parks ist die weltbekannte Capilano Suspension Bridge, eine 150 Meter lange, 80 Meter hohe und wackelige Hängebrücke über den Capilano River. Im Park erwarten mich noch weitere Attraktionen wie der „Cliffwalk“ oder das „Treetop Adventure“. Meiner Meinung nach lohnt sich der Besuch, auch wenn der Park nicht ganz billig und in den Sommermonaten sicherlich sehr touristisch ist. Als kleines Souvenir bekommt man am Ende ein Zertifikat ausgedruckt, dass man die Hängebrücke überquert hat.

Zum Abschluss empfehle ich noch eine kleine Fahrradtour durch den „Stanley Park „und ein Abendessen an der „English Bay“ bei Sonnenuntergang. Räder kann man sich an der Harbourfront ausleihen. Vom Park aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf Vancouvers Skyline. Schnappt euch an der „Denman Street“ etwas zu Essen und setzt euch an den Strand bei „English Bay“ und schaut euch den Sonnenuntergang an.

Mein Eindruck von Vancouver ist durchweg positiv. Eine junge Stadt mit vielen Möglichkeiten. Ich glaube es gibt keine Stadt auf der Welt ,wo man sowohl im Meer Schwimmen und direkt um die Ecke Skifahren oder Wandern gehen kann.

Direkt von Vancouver aus geht es für mich allein nach Toronto. Darüber erfahrt ihr mehr im nächsten Blogpost. Nur so viel vorab, ich begebe mich in luftige Höhe und teste meine eigenen Grenzen aus. Seid gespannt.

Au revoir

Marissa

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