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Guadalajara – die Perle des Westens

An meinem freien Wochenende hat es mich nach Guadalajara verschlagen. Mit 1,5 Mio. Einwohnern ist sie zwar die zweitgrößte Stadt des Landes, wirkt gegen Mexiko-Stadt aber fast schon provinziell. Warum der Name Perla del Occidente (Perle des Westens) absolut gerechtfertig ist und was ich da angestellt habe, erfahrt ihr hier.

Guadalajara liegt im Bundesstaat Jalisco nahe der mexikanischen Westküste. Die Stadt ist reich an sehr alten Gebäuden aus der Kolonialzeit, von denen die meisten dringenden Renovierungsbedarf haben. Die Hitze um diese Jahreszeit lässt einem keine andere Wahl als einen Gang runter zu schalten. Viele Ecken hier erinnern mich unweigerlich an Havanna. Kreative Köpfe liefern sich in den Straßenzügen des Zentrums einen erbitterten Wettbewerb, wer das krasseste Graffito an die Häuserwände zaubert. Stundenlang kann man sich so verlieren und von einem Kunstwerk zum nächsten schlendern.

Tlaquepaque – lustiger Name, schickes Viertel

Tlaquepaque ist eigentlich eine eigene Stadt. Im zwanzigsten Jahrhundert hat sich Guadalajara aber immer weiter ausgedehnt und sich das kleine Städtchen einverleibt. Auf wundersame Weise hat sich Tlaquepaque aber einen dörflichen Charakter bewahrt.

Das Logo von Tlaquepaque
Damit auch wirklich jeder weiß, wo man ist.

Der Ort ist für sein Kunsthandwerk berühmt und es haben sich unzählige Boutiquen für Kleidung oder Inneneinrichtung angesiedelt. Leider eher vom Schlag „Ich richte mir meinen dicken Landsitz schön mexikanisch ein“ als „Ich bring Mutti mal ne Tasse von hier mit“.

Schals und Lampen in einem Geschäft
Das Kunsthandwerk ist wunderschön, aber für mexikanische Verhältnisse sehr teuer

Trotzdem macht es Spaß durch die Läden zu schlendern, außerdem kann man hervorragend in den zahlreichen Restaurants essen. Der Bus aus dem Zentrum Guadalajaras braucht etwa eine halbe Stunde.

Unzählige Schwimmreifen bilden das Dach über einer Gasse
Tlaquepaque putzt sich für die Touristen heraus

Was tun in Guadalajara?

Guadalajara hat kulturell so einiges zu bieten. Neben der Kathedrale sticht besonders das „Hospicio Cabañas heraus, in dem es einen kompletten Freskenzyklus von José Clemente Orozco zu bestaunen gibt.

Kirchenfenster und Dachgewölbe einer Kirche
Der Templo Expiatorio del Santísimo Sacramento beeindruckt mit verspielter Architektur

Ansonsten mochte ich es aber auch sehr, einfach durch die Straßen zu schlendern, in einem der unzähligen schönen Restaurants einen Happen zu essen und das Studium mal Studium sein zu lassen. Dass mein Hostel einen Pool hatte (7€ die Nacht) sollte auch nicht zu meinem Nachteil sein.

Alter VW-Käfer mit schön bepflanztem Gebäude
Ein idyllisches Kleinod wartet fast an jeder Ecke

Wie zu Hause auch – sonntags gehts ins Stadion

Außerdem konnte ich eine Karte für das Halbfinale der mexikanischen Liga zwischen den Chivas aus Guadalajara und den unterlegenen Gästen aus Toluca ergattern. Bereits 2 Stunden vor Anpfiff herrschte auf dem Parkplatz eine Atmosphäre wie beim Superbowl und mir wurden mehr Biere von wildfremden Menschen angeboten, als ich trinken konnte.

Grundsätzlich gilt für jede größere mexikanische Stadt: Wenn man gar nicht weiß wohin mit sich ist der Zócalo die richtige Anlaufstelle. Auf dem Hauptplatz wird Essen verkauft, Schuhe geputzt, Animateure begeistern die Kinder oder Händler versuchen, einem irgendeinen Ramsch anzudrehen. Einfach auf eine Bank setzen und dem Treiben zuschauen.

Animateure in Kostümen der Ninja Turtles oder der Schlümpfe
Bei der Hitze ein echter Knochenjob: Ninja Turtle, Schlumpf oder Ferkel

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