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,,Lonely, I am so lonely“ auf Teneriffa?

,,Lonely, I am so lonely“ auf Teneriffa?

Kontakte knüpfen im Ausland? Wie soll das denn gehen? Als ich meinen Auslandsaufenthalt geplant habe, habe ich mich auf eine vermeintliche Tatsache besonders eingestellt: Komplett auf mich allein gestellt zu sein und meinen Auslandsaufenthalt nahezu kontaktlos zu bewältigen. Doch es kam ganz anders

Das Kennenlernen von neuen Menschen hat zu meiner Überraschung bereits vor meiner Ankunft auf Teneriffa begonnen. Der sogenannte Wegweiser, den ich vor Praktikumsbeginn erhalten habe, hat neben der üblichen Informationen auch einen wichtigen Hinweis enthalten: Es solle eine Facebook-Gruppe existieren, auf der alle PraktikantInnen die Möglichkeit hätten, sich untereinander zu vernetzen. In der Gruppe Praktikanten der DS Tenerife befinden sich sowohl aktuelle als auch ehemalige PraktikantInnen der Schule und tauschen sich über Wohnungssuche, Schulalltag und Co. aus. Auch Insidertipps über Must-Sees kann man sich in dieser einholen.

„Hey, wann bist du auf Teneriffa?“

Neben dieser zahlreichen Informationen sind mir besonders die Postings der Personen ins Auge gestoßen, denen das Praktikum, genauso wie mir, noch bevorstand. Ihre Zeit auf Teneriffa hatte ebenfalls noch nicht begonnen und ihre Fragen und Sorgen ähnelten meinen. So habe ich all meinen Mut zusammengenommen und diese kontaktiert. Schnell wurde klar: Wir sind alle zur selben Zeit auf Teneriffa. Nicht nur ich, sondern auch sie sind erleichtert gewesen, bereits jemanden vor dem Auslandsaufenthalt kennengelernt zu haben. Um im Kontakt zu bleiben, haben wir Nummern ausgetauscht, die erste kanarische WhatsApp-Gruppe ist entstanden. Das Gefühl allein zu sein, hat sich zum ersten Mal ein kleines bisschen aufgelöst.

Wohungswahn

Bei der Wohnungssuche sind für mich zwei Möglichkeiten in Frage gekommen: Das Leben in einer Ein-Zimmer-Wohnung oder die Suche nach einem WG-Zimmer. Da ich auch in der Heimat noch nie mit jemandem zusammengewohnt habe, den ich vorher nicht schon kannte, erschien es mir anfangs als sicherere Entscheidung, alleine zu wohnen. Was wäre nämlich, wenn ich mich mit meinen MitbewohnerInnen nicht verstehen würde? Wenn wir es nicht schaffen würden, Regeln aufzustellen? Wenn ich mich nicht wohlfühlen würde? Das waren nur einige der Fragen, die mich bei der Wohnungssuche beschäftigten. Aus irgendeinem Grund, wahrscheinlich wegen des Bauchgefühls, habe ich beschlossen, die WG-Suche trotzdem weiterzuführen. Gott sei Dank, denn so habe ich eine super WG in der Nähe der Schule und direkt am Meer entdeckt. Für den Ausblick bin ich über meinen Schatten gesprungen, habe meine Sorgen zur Seite geschoben und mich für eines der drei Zimmer beworben.

Aussicht aus der WG

Nach Zimmerzusage habe ich die Information bekommen, dass die weiteren Zimmer auch für PraktikantInnen der Deutschen Schule vermietet würden. Das freute mich: Ich würde zwei MitbewohnerInnen haben, die nicht nur in meinem Alter sind, sondern auch ähnliche Tagesabläufe haben würden. Durch einen Zufall habe ich sie sogar vor meiner Anreise kennenlernen dürfen. In unserem Video-Gespräch haben die beiden sich als total liebe und aufgeschlossene Personen erwiesen. Dieser Eindruck hat sich sich während meiner Zeit auf Teneriffa bestätigt. Aus zuerst fremden Mitbewohnern wurden Freunde.

Meine Mitbewohnerinnen und ich

Praktis wohin das Auge reicht

Erst auf Teneriffa angekommen, ist mir bewusst geworden, dass die Sorge hier einsam zu sein, total unbegründet war. Im Gegenteil, du hast hier nicht die Chance allein zu sein :D! Die Deutsche Schule Santa Cruz, welche neben der Primarstufe auch noch eine Krippe, einen Kindergarten und eine Sekundarstufe beinhaltet, ist ziemlich groß. Dementsprechend gibt es in jedem dieser Bereiche zahlreiche PraktikantInnen. Aus diesen entwickelt sich eine Community. man trifft nicht nur in der Schule aufeinander oder isst in der Mensa zusammen, sondern verabredet sich auch in der Freizeit und unternimmt gemeinsame Ausflüge. Es entstehen WhatsApp-Gruppen über WhatsApp-Gruppen für verschiedene Unternehmungen. Gruppendynamiken veränderten sich zwar immer wieder, gut verstehen tut man sich jedoch trotzdem. Freundschaften entwickelten sich und und man beginnt Pläne für die Zukunft zu schmieden..

Niemals allein!

Halt dich also nicht davon ab einen Auslandsaufenthalt zu wagen, weil du befürchtest allein zu bleiben. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, neue Menschen kennenzulernen und sich zu vernetzen. Vielleicht entwickeln sich aus einigen deiner Bekanntschaft sogar echte Freundschaften und du machst einen Gewinn fürs Leben. Trau dich!

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