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Island und ich: erst Studium, jetzt Praktikum

Island und ich: erst Studium, jetzt Praktikum

In diesem Beitrag möchte ich erzählen, warum ich mein Pflichtpraktikum in Island mache, wie ich den Praktikumsplatz bekommen habe und was meine neue Mission ist.

Es ist Oktober, vor etwa zwei Wochen bin ich Island angekommen. Begrüßt wurde ich mit Wetter, das für Island nicht typischer sein könnte: tiefe Wolken, verregnet und Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad. Ich habe schon von Januar bis August dieses Jahres in Island verbracht, um ein Erasmus-Semester zu absolvieren und meine Bachelorarbeit zu schreiben. Dabei habe ich dieses Wetter gut kennengelernt (ich gebe zu, im Winter ist es ein bisschen kälter und im Sommer ein bisschen wärmer). Doch das Wetter kann meine Laune nicht trüben, ich freue mich auf das bevorstehende Praktikum bei der Firma Össur.

Weißes Firmengebäude der Firma Össur
Das Firmengebäude von Össur in Reykjavik.

Össur, was machen die eigentlich?

Aufgrund der geringen Einwohnerzahl (etwa 350.000 Einwohner:innen hat Island), gibt es hier nicht sehr viele große Firmen. Össur ist eine der sehr wenigen weltweit verbreiteten Firmen mit Sitz in Island. Die Firma wurde 1971 von Össur Kristinsson gegründet und stellt seitdem orthopädische Produkte und Prothesen her. Einige der Prothesen werden bei den Paralympics eingesetzt, beispielsweise wird Markus Rehms Prothese (mehrfacher Goldmedaillengewinner bei den Paralympics) von Össur hergestellt.

Wie ich zu Össur gekommen bin?

Um meinen Bachelor abzuschließen, muss ich ein Pflichtpraktikum absolvieren. Da ich mich nach meinem Mechatronik-Bachelor in Richtung Medizintechnik spezialisieren wollte, war Össur für ein Praktikum gut geeignet. Außerdem hat es mir während des Erasmus-Semesters und der Bachelorarbeit in Island sehr gefallen. Während eines Gespräches mit meinem Betreuer für die Bachelorarbeit an der Reykjavik University habe ich erwähnt, dass ich mit dem Gedanken spielt, mich bei Össur für ein Praktikum zu bewerben. Mein Betreuer sagte mir, was ich ohnehin schon wusste. Össur ist in Island ein recht prestigeträchtiges Unternehmen und es ist nicht einfach, einen Praktikumsplatz zu bekommen. Dann fügte er jedoch hinzu, dass er Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung kennen und bei ihnen nachfragen würde, ob es für den Herbst Praktikumsplätze geben würde. Innerlich bin ich vor Freude in die Luft gesprungen und natürlich habe ich mich herzlich bei meinem Betreuer bedankt.

Das alles hat sich im Juli abgespielt. Ein Problem war, dass im Sommer in Island sehr, sehr viele Leute in den Urlaub fahren und das Land fast in einer Art Stand-by ist. Sogar Coronaimpfungen wurden für einen Monat ausgesetzt, damit das medizinische Personal Urlaub machen konnte. Auch die erwähnten Mitarbeiter:innen von Össur waren natürlich im Urlaub. Ende August habe ich dann jedoch nach erneutem Nachfragen von meinem Betreuer eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch bei der Firma bekommen. Am Vortag meiner Abreise aus Island radelte ich also noch schnell zu Össur und nach einem kurzen Gespräch und einer kleinen Tour durch die Firma habe ich eine Zusage für mein Praktikum bekommen.

Meine Mission

Nachdem ich nun an der Reykjavik University für ein Semester studiert und meine Bachelorarbeit dort geschrieben habe, absolviere ich also nun mein Praktikum bei einer isländischen Firma. Ich will herausfinden, ob Medizintechnik wirklich das Richtige für mich ist und in welchem Feld ich mich in Zukunft spezialisieren will.

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