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Uni Augsburg vs. MIC Limerick: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Uni Augsburg vs. MIC Limerick: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Die letzte Woche bestand aus vielen Busfahrten, Panik und dem ganz normalen Wahnsinn. Ich hätte nicht gedacht, dass mich der Mix aus Essays, Performances und Präsentationen mitten im Semester komplett verschlingt. Aber bis jetzt habe ich ja überlebt.

Ich war definitiv nicht darauf gefasst, dass so viel Arbeit so schnell auf mich zu rasen würde, als ich in Limerick ankam. Das Semester fühlt sich hier wirklich extrem kurz an, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass es eben vor Weihnachten schon endet. Meine letzte Prüfung wird am 10. Dezember sein und dann ist es auch schon wieder vorbei. Das ist wohl ein großer Unterschied zu einer deutschen Uni. Außerdem werden beispielsweise Seminararbeiten nicht in den Semesterferien geschrieben, sondern eben während des Semesters. Als professionelle Aufschieberin finde ich das eigentlich ganz gut, muss ich sagen. Somit ist auch alles schneller vorbei und ich kann meine freie Zeit einfach genießen.

Dies bringt mich auch zum nächsten Punkt, denn was sich auch stark von meiner Heimatuni unterscheidet ist, dass ich anstatt einer großen Hausarbeit am Ende des Semesters hier eher mehrere kleine Essays schreiben muss. Ich persönlich bin dafür sehr dankbar, weil ich zum einen die Chance habe, eine schlechte Note für den ersten Essay durch die nachfolgenden wieder auszugleichen und andererseits weiß ich dann auch, dass ich während des Semesters etwas für die Uni machen MUSS, weil ich ja mitten im Semester schon benotete Abgaben habe. Wenn man eben alles, wirklich ALLES, aufschiebt, so wie ich, dann ist diese Struktur des Semesters der nötige Tritt in den Hintern. 

Kurz bevor ich selbst einen Monolog als Schauspielerin in einem Regieprojekt einer meiner Classmates performen musste, war ich unfassbar nervös.
Kurz bevor ich selbst einen Monolog als Schauspielerin in einem Regieprojekt einer meiner Classmates performen musste, war ich unfassbar nervös.

Der Nachteil dabei ist jedoch, dass es keine richtige Pause mehr gibt, sobald es einmal wirklich losgeht. Ich werde jetzt bis zum 10. Dezember beinahe durchgehend Essays schreiben und Performances in meinen Theaterkursen auf die Beine stellen, und das alles während ich auch noch ganz normal Vorlesungen habe. Außerdem will ich ja auch noch das Land erkunden. Dabei habe ich echt Glück, dass ich alle meine Kurse ultra interessant finde, sonst würde das alles glaube ich echt kritisch werden. Diese Woche musste ich beispielsweise meine Umsetzungsidee eines Theaterstücks vorstellen. Dazu musste ich immer mal wieder für Rehearsals mit meiner Schauspielerin durch ganz Limerick mit dem Bus fahren. Im Endeffekt bin ich aber froh, dass wir so viel geprobt haben, weil das Endergebnis dann doch echt cool geworden ist.

Ein weiterer interessanter Unterschied zwischen meiner Heimatuni und dem Mary Immaculate College ist, dass das MIC eine katholische Uni ist. Dies merkt man aber eigentlich nur an der Ästhetik der Uni. Überall sind Kreuze, Heiligenstatuen und sogar eine eigene Kapelle zu finden. Einen solchen Anblick bin ich zwar von meiner Heimatuni nicht gewohnt aber ich bin in Bayern aufgewachsen und zur Schule gegangen, also kommt mir das alles schon ziemlich bekannt vor. Ich persönlich finde den katholischen Aspekt der Uni interessant, und wie gesagt, es ist jeder willkommen. Man muss nicht katholisch sein um sich dort wohlfühlen zu können.

Trotz der vielen Deadlines, haben wir doch alle Zeit gefunden um den Geburtstag einer meiner Flatmates zu feiern.
Trotz der vielen Deadlines, haben wir doch alle Zeit gefunden um den Geburtstag einer meiner Flatmates zu feiern.

Eine Sache, die mir aber sofort aufgefallen ist, als ich meine Kurse hier zum ersten Mal hatte, ist dass das MIC wesentlich kleiner ist als die Uni Augsburg. Generell ist der Campus sehr überschaubar, die Anzahl der Kursteilnehmer ist teilweise geringer als die einer Schulklasse. Im Durchschnitt sind wir circa 15 bis 20 Studierende. Es gibt auf jeden Fall auch Kurse, die stärker besucht sind, aber riesige Vorlesungssäle, in die 1.000 Menschen reinpassen sucht man hier vergeblich.

Letztendlich kann ich sagen, dass es auf jeden Fall eine andere Erfahrung ist am Mary Immaculate College zu studieren als an meiner Heimatuni in Deutschland. Was aber sehr gut vergleichbar ist, ist der Workload. Ich würde behaupten, dass dieser sich an beiden Unis sehr ähnelt. Der Unterschied ist nur, dass er hier in Limerick über das Semester aufgeteilt ist, während in Deutschland die Prüfung immer am Ende des Semesters oder in den Semesterferien stattfindet. Was man davon lieber mag, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. 

Wenn ihr mehr zu meinen Erfahrungen in Irland herausfinden wollt, dann folgt mir gerne auf Instagram und Tiktok!

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