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Wohnungssuche in Bangkok – Tipps und Tricks

Wohnungssuche in Bangkok – Tipps und Tricks

Meine ersten Tage in Thailand verbrachte ich in einem Zimmer von der Größe einer Gefängniszelle. Für den Anfang war das ausreichend. Dennoch war ich heilfroh, als ich endlich in mein eigenes Apartment ziehen konnte.

Eigentlich dachte ich, dass sich ein Apartment aufgrund meines kurzen Aufenthaltes nicht lohnen würde. Dem ist allerdings nicht so! Insgesamt bin ich sechs Wochen in Bangkok. Die ersten zwei davon kam ich in einem kleinen Zimmer ohne Klimaanlage und ohne eigenes Bad unter. Ich habe mir damals einfach die günstigste Alternative in der Nähe meiner Arbeit über Airbnb gesucht. Leider bzw. glücklicherweise war das Zimmer für den folgenden Monat nicht mehr verfügbar. Es dauerte nicht lange, da hatte ich auch schon kurzfristig ein Apartment gefunden. Und es war einfacher als ein Autokauf.

Apartmentblock von außen: Ein Tisch und gemeinschaftliche Waschmaschinen auf der Terrasse
Im Eingangsbereich werden Waschmaschinen zur Verfügung gestellt.

Vergesst Terminvereinbarungen und Onlineangebote

Ich verabredete mich mit meiner Kollegin an einem Sonntag(!) zur Wohnungssuche. (Ich war anfangs etwas skeptisch, weil sich bei mir der Sonntag als Ruhetag eingeprägt hat und ich nicht ganz glauben konnte, dass Makler und Hausbesitzer da für Wohnungssuchende die Türe öffnen würden).

Wir trafen uns in einem Wohngebiet, wo sie und andere Kollegen meines Teams wohnen. Ein System bei der Wohnungssuche gab es nicht. Wir liefen einfach die Straße entlang und fragten willkürlich bei Pförtnern nach, ob die Hausbesitzer denn zu sprechen wären. Die Gegend bestand größtenteils aus geschlossenen Wohnanlagen. Einer der Pförtner brachte uns zur Wäscherei nebenan, wo eine Frau mit uns sprach. Ob das wirklich die Hausbesitzerin war, da bin ich mir bis heute nicht sicher :D. Sie machte mir sogleich mündlich ein Angebot, was aber nicht meinen Vorstellungen entsprach. Der Preis lag über meinem Budget und es war kein WLAN verfügbar.

Daraufhin rief sie eine andere Person an und bat uns einige Minuten zu warten. Anschließend kam auch eine andere Frau und führte uns zu ihrem Büro. Dort besprachen wir ein paar Details und sie zeigte mir die verfügbaren Zimmertypen, die meinem Budget entsprachen. Die konnte ich mir auch sogleich vor Ort anschauen. Ich hab mich relativ schnell entschieden, dass das Apartment das Richtige für mich ist.

Wer verhandelt, spart bei der Wohnungsmiete 

Glücklicherweise hatte ich meine thailändische Kollegin dabei, die auch an das Verhandeln gedacht hatte. Denn auch hier wurde uns nur ein mündliches Angebot unterbreitet. Einen schriftlichen Katalog gab es nicht. Schließlich konnte sie mir einen guten Deal aushandeln: Ich habe für den gleichen Preis ein größeres Zimmer erhalten und wurde von der Wasserabrechnung befreit. Außerdem konnte ich auch einen Tag früher einziehen ohne einen Aufpreis zahlen zu müssen. Gemacht – getan. Nicht mal eine Stunde nach der ersten Begegnung habe ich den Mietvertrag bekommen und die Anzahlung geleistet und war bereit für den Umzug. Ganz schön unkompliziert oder?

Lage und Kosten 

Für das möblierte Zimmer, bestehend aus Kleiderschrank, Schuhregal, Doppelbett, Komode, Esstisch, Kühlschrank und dem Wichtigsten: einer Klimaanlage und eigenem Bad, zahle ich für einen Monat 8000 Baht zzgl. Nebenkosten (Ungefähr 210 € im Monat).

Die Kaution beträgt eine Monatsmiete und wird bei Auszug abzüglich der Nebenkosten (Stromverbrauch) und Reinigungskosten zurückgezahlt. Sicher hätte man bei einem längeren Aufenthalt einen besseren Deal aushandeln können. Ab drei Monaten hätte es anscheinend andere Angebote gegeben. Das Einzige was in dem Apartment fehlte, war eine Küchenzeile. In Anbetracht der kurzen Verweildauer und der sehr günstigen Alternativen vermisse ich sie auch nicht.

Ich wohne zwar nicht ganz im Zentrum, aber auch nicht sonderlich weit entfernt. Zur Arbeit sind es lediglich zwei Kilometer und zur nächsten U-Bahn-Station nur zehn Minuten zu Fuß. Restaurants und Supermärkte sind quasi direkt vor der Tür. Wer eine Unterkunft in der Nähe des Lumphiniparks und der Silom-Gegend sucht, dem kann ich die Soi Sri Bamphen (so heißt die Straße) oder generell das Thung Maha Mek-Viertel wärmstens empfehlen!

 

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