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„Euphoria“: 16 Studierende und ein Wohnzimmer


Mein WG-Zimmer für mein Auslandssemester in Estland habe ich in einer Facebook-Gruppe gefunden. Glück, dass ich nicht getäuscht wurde? Ja, definitiv! Warum ich damit aber eine der besten Entscheidungen getroffen habe, erkläre ich euch im Folgenden.

Circa drei Monate vor meinem Abflug nach Estland habe ich angefangen, mich nach einer Wohnung umzusehen. Gemeinsam mit Lea, die ich von meiner Heimatuniversität kenne, bin ich auf die Suche nach einer passenden WG in Tallinn gegangen. Das waren anstrengende vier Stunden Recherche, da wir keinen Plan hatten, wo wir suchen sollen. Viele Internetseiten waren lediglich auf Estnisch, andere haben nur Wohnungen für Langzeitaufenthalte angeboten und wiederum andere waren einfach unverschämt teuer. Die besten Angebote haben wir dann schließlich in Facebook-Gruppen gefunden.

Eine Wohnung über Facebook suchen?

Nun weiß ich auch, dass Facebook, anders als in Deutschland, noch aktiv genutzt wird. Damals war das für mich zuerst befremdlich, über Facebook eine Wohnung zu suchen. Lea und ich hatten uns dann für drei Angebote entschieden und jeweils eine Anfrage geschickt. Kalev, unser jetziger Vermieter, war uns am sympathischsten und so haben wir nach der Zusendung des Vertrages die Kaution für ein WG-Zimmer im Haus mit dem Namen „Euphoria“ überwiesen. Und zum Glück existiert dieses Haus auch in Wirklichkeit.

Oder doch ins Studentenwohnheim?

Meine Gastuniversität, die TalTech, hatte auch Plätze in Studentenwohnheimen angeboten, allerdings war ich da mit meiner Bewerbung zu spät. Nachdem ich die E-Mail von der TalTech erhalten habe, waren die Plätze innerhalb von einem Tag vergeben. Nun bin ich froh darüber, da ich mir ungern mit 60 weiteren Studierenden eine Küche geteilt hätte.

Ein Haus wird zum Zuhause

Jetzt teile ich sie mir eben mit zwei weiteren Studierenden. Lea kannte ich schon bereits aus Deutschland und Gregorio kommt aus Italien. Die geräumigen Zimmer münden in einem Flur mit Küche und Essbereich und einem kleinen Bad. Allerdings gibt es noch vier weitere WGs in dem Haus, ebenfalls mit international Studierenden und eine große Lounge mit gemütlichen Sitzgelegenheiten.

Auf diese Weise habe ich schnell Anschluss gefunden und jetzt sind wir zu einer großen Familie zusammengewachsen. Neben gemütlichen Filmabenden kochen wir auch zusammen, machen Ausflüge oder gehen gemeinsam in die Universität.

Stadtnah oder Uninah wohnen?

Die Universität liegt circa eine halbe Stunde mit dem Bus entfernt. Trotzdem bin ich sehr glücklich, mich für ein Zimmer fünf Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt entschieden zu haben. Ich liebe die Freiheit, abends spontan in eine Bar laufen zu können und jegliche Einkaufsmöglichkeiten direkt vor der Haustür zu haben.

Die Wohnung überzeugt also nicht nur mit ihrer Lage und der Möglichkeit, schnell neue Menschen kennenzulernen, sondern auch mit dem Gefühl von „Zuhause“. Ich fühle mich dort mittlerweile sehr wohl und angekommen. Warum das mal nicht so war, kannst du gerne in diesem früheren Blogbeitrag nachlesen. See you!

Hast du noch Fragen?

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