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Erste Eindrücke in Schweden: Göteborg und mein Sommerkurs

Meine Ankunft in Schweden und die ersten Eindrücke von Göteborg. Ich fühlte mich von Tag eins an angekommen und richtig am einem Ort mit Möwen, Fika und Zimtschnecken.

Sonntagmorgen ging es für mich nach Göteborg. Nach einem kurzen Flug von Frankfurt aus, kam ich im Regen in Göteborg an. Nachdem der Weg vom Flughafen in die Stadt super einfach gewesen ist, fand ich dank Google Maps meinen Weg zum „Studenternas Hus“ um den Schlüssel für mein Wohnheim abzuholen. Vom ersten Moment an war ich beeindruckt, wie nett die Menschen waren. Die Koordinatoren gaben mir den Schlüssel, erklärten mir alles sehr gut und ich bekam ein Willkommenspaket mit einem T-Shirt zur Summerschool, Bettdecke, Kissen, Bettbezug und diversen Kleinigkeiten.

Mein Willkommenspaket in der Summerschool in Göteborg.

Der erste Tag

Direkt am Sonntag konnte ich durch eine Willkommensveranstaltung die anderen Studenten kennenlernen und war sehr gespannt auf die Menschen. Wir haben „Kennenlernbingo“ gespielt, wobei ich schon einiges über die Anderen erfahren konnte. Es war sehr aufregend von wo überall her aus der Welt sie kamen und welche Reise sie auf sich genommen haben, um hier zu sein.

Montagmorgen hatten wir eine Willkommenszeremonie, in der uns die Uni und unsere Lehrer vorgestellt wurden. Dabei gab es auch „Fika„, was in Schweden für: „Die Unterbrechung einer Tätigkeit, um mit der Familie, mit Freunden oder mit Kollegen Kaffee oder, seltener, ein anderes Getränk zu sich zu nehmen“ steht. Die Kaffeepause mit einem kleinen Snack ist eine alte schwedische Tradition und ich finde sie einfach nur super. Bei Sarah könnt ihr mehr zum Thema Fika lesen, sie hat ein halbes Jahr in Göteborg verbracht und einiges zu berichten.


Prinsesstårta: Ein traditioneller schwedischer Kuchen.

In den nächsten Tagen ging es direkt weiter mit unseren Kursen und diversen sozialen Aktivitäten, die für uns geplant wurden. Dienstag war ich bei einem Quiznachmittag und Mittwoch nahm ich an einem Workshop zu einem „SDG Assessment Tool“ (Sustainable Development Goals) teil. Da die ganze Sommeruni unter dem Motto „Sustainability“ also Nachhaltigkeit läuft, besteht auch die Möglichkeit an Workshops zu dem Thema teilzunehmen. Mein Kurs für die nächsten fünf Wochen nennt sich „Teaching Sustainability Goals from a Global Perspective“. Dabei geht es darum, wie Nachhaltigkeit vermittelt werden kann und in Bezug auf Bildung, wie Bildung nachhaltiger wird.

Mir gefällt es voll gut, dass sich die meisten Studenten, die hier teilnehmen, bereits mit dem Thema vertraut sind und dadurch gute Diskussionen stattfinden können. Wenn wir schon beim Thema Nachhaltigkeit sind, finde ich es besonders treffend, dass darauf im alltäglichen Leben in Schweden sehr geachtet wird. Überall gibt es gut geplante Mülltrennung, Kaffeebecher aus recyceltem Material und mit Papierdeckeln, sowie das strikte Verbot Zigarettenstummel irgendwo hinzuwerfen. Der größte Fan bin ich vom sogenannten „Free Shop“, den es hier in der Uni gibt. Das ist einfach ein Raum, in dem Sachen abgegeben werden können, die nicht mehr gebraucht werden. Meistens von Studenten, die Göteborg wieder verlassen. Die Sachen können dann einfach für umsonst von jedem wieder mitgenommen werden. Ich habe mir in diesem „Laden“ eine neue Bettdecke, ein Kissen, ein Regenschirm, Gewürze, ein Pullover und Putzzeug mitgenommen. Am Ende meiner fünf Wochen werde ich da wohl bestimmt auch einiges wieder hingeben für andere Studenten.

In meiner Freizeit habe ich mir mit ein paar anderen Studenten die Stadt etwas vertrauter gemacht und auch die Inseln vor Göteburg bereits besucht. Ich finde die Stadt sehr schön und mag die Stimmung, die hier herrscht.


Was ich mitnehme aus meinen ersten Tagen:

  • Die Aufgeschlossenheit und die Freundlichkeit der Menschen
  • Wenn Menschen sich für die Gleiche Sache interessieren und deshalb zusammen kommen, dann verstehen sie sich oft auch gut.
  • Der Sommerkurs ist unglaublich gut organisiert, ich fühl mich sehr gut aufgehoben und schätze es sehr wert hier teilnehmen zu dürfen.
  • Ich fühlte mich selten in meinem Leben so wohl, willkommen und richtig an einem Ort.

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen schildern, wie begeistert ich von meinem Start in Schweden bin. Bis Bald!

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