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Zurück in der Realität: Was mir meine Zeit in Dubai gebracht hat

Vor kurzem habe ich meinen Auslandsaufenthalt in Dubai beendet. Dass der letzte Monat der anstrengendste werden würde, hätte ich nicht gedacht. Vielleicht fiel es mir deswegen „einfacher“ nach Deutschland zurückzukehren.
In diesem Eintrag möchte ich euch von dieser Rückkehr berichten und vor allem zukünftigen „Emiratis auf Zeit“ ein paar abschließende Tipps geben, die das Leben vor Ort erleichtern.

Leergefegte Straßen in Dubai während des Ramadan.
Kurz vor Sonnenuntergang, also kurz vor dem Fastenbrechen, waren die sonst sehr stark befahrenen Straßen oft leergefegt

Ramadan in Dubai

Ende Mai startete für Muslime weltweit der Fastenmonat Ramadan. Für mich persönlich ist das ein sehr schöner Monat, da ich ihn in den letzten Jahren immer gemeinsam mit Freunden und Bekannten „zelebrierte“. Für viele Muslime ist der Ramadan ähnlich wie Weihnachten in Deutschland – eine sehr besinnliche Zeit.
In Dubai steht im Ramadan das Leben etwas auf dem Kopf. Gesetzlich ist man als Muslim verpflichtet zu fasten – beim Nichtbefolgung können sogar Gefängnisstrafen ausgesprochen werden. Für alle Touristen, Einwohner (ob nun muslimisch oder nicht) gelten die selben Regeln: Von Sonnenauf bis -untergang ist es nicht gestattet in der Öffentlichkeit zu Essen, zu Trinken, zu Rauchen oder Zärtlichkeiten mit den Partner*innen auszutauschen. Eine Ausnahme besteht nur für Kinder. Von Bekannten habe ich auch gehört, dass man als Tourist höflich ermahnt wird und im schlimmsten Falle eine Geldstrafe zahlen muss.
Allerdings gibt es einige Orte wie den Barasti Beach Club, wo man auch tagsüber an der frischen Luft essen, trinken und einen angenehmen Strandtag verbringen kann.

Barasti Beach in Dubai mit Blick auf die künstlich angelegte Palmeninsel
Am privaten Barasti Beach. Im Hintergrund sieht man Baustellen auf der „Palme“, einer künstlich angelegten Wohninsel.

Sparen, sparen, sparen – so geht’s am besten

Das klingt zunächst etwas beschwerlich. Ehrlich gesagt hatte ich mich etwas vor diesen Regelungen gefürchtet, allerdings konnte ich den Ramadan in Dubai als einen sehr schönen Monat erleben.
Die Arbeitszeiten im Ramadan sind mehr als moderat, und so arbeitete ich täglich von 09:30 Uhr bis 15:00 Uhr. Zu dem finden im großen Rahmen „Business-Iftars“ statt, worunter man sich eine Kombination aus Fastenbrechen und Geschäftsessen vorstellen kann. Zwei dieser üppigen Buffettbesuche pro Woche reichen aus um ganze Woche nur noch Wasser trinken zu können.
So gut wie jedes Hotel und größeres Restaurant bietet spezielle Deals und Iftar an. Hierbei lohnt es sich auf jeden Fall die Entertainer-App zu kaufen. Zwar kostet sie umgerechnet 110 €, dafür erhaltet ihr in unzähligen Restaurants, Bars und Hotels „2 zum Preis von 1“-Rabatte. Also egal ob Hauptgerichte, Drinks, Übernachtungen, Aktivitäten oder sogar Maßanzüge – mit dieser App spart man zu zweit bei jeder Gelegenheit wahnsinnig viel Geld.

Kurz vor Ende meines Aufenthalts erhielt ich Besuch von einem Freund aus Deutschland. Mit ihm habe ich es dann endlich auch noch auf das Burj Khalifa geschafft – dem höchsten Gebäude der Welt. Wer vorhat es zu besuchen, sollte sich auf keinen Fall direkt am Schalter in der Dubai Mall ein Ticket kaufen, sondern besser vorher schon online auf Groupon! Dort erhaltet ihr den Eintritt, ohne anstehen zu müssen, für knapp 35 €. Immerhin billiger als die offiziell verlangten 75 € auf der Website des Burjs.

Der Blick aus dem höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa
Ausblick vom höchsten Gebäude der Welt – dem Burj Khalifa

Rückkehr nach Deutschland

Drei Monate Dubai. Drei Monate voller Sonne, viel Arbeit, toller Menschen und gutem Essen. Auch wenn ich eine klassische Arbeitswoche hatte und die Wochenenden meist sehr kurz waren, schätze ich mich sehr glücklich solch eine gute Zeit gehabt zu haben. Meine Mitbewohner sind zu Freunden geworden und es ist schön zu wissen in Barcelona, Kapstadt und Bangalore ein Dach über dem Kopf finden zu können.
Sollte ich das nächste Mal in ein anderes Land für längere Zeit reisen, werde ich lieber zwei Wochen früher anreisen und mir die Unterkunft vor Ort suchen anstatt vorab auf ein leicht unsinniges Angebot einzugehen, so wie es bei meiner ersten Wohnung der Fall war.

Dubai wirkt auf viele Menschen beeindruckend und stellt etwas ganz besonderes dar – was es sicherlich auch ist. Für mich war es dort eine erkenntnisreiche und auch besondere Zeit, die all die tollen neuen Freunde und Bekanntschaften ausgemacht haben. Leben würde ich dort allerdings nicht wollen.
Wer internationale Kontakte gewinnen will, ist in Dubai genau richtig! Trotzdem ist es schön, wieder in Deutschland zu sein. Sattes grün, moderate Lebensmittelpreise und auch Regen sind Dinge, die man zu schätzen lernt, wenn sie eine Weile nicht zugänglich sind. Bekanntlich ist es zu Hause ja am schönsten.

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