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Wie finanziere ich mein Auslandsjahr ohne einen Ölscheich?

Da ich keinen Goldesel habe und auch (immer noch) nicht mit einem Ölscheich verheiratet bin, muss ich mein Auslandsjahr anders finanzieren. Also eins kann ich schon einmal klar stellen, ich werde nicht gesponsert. Ich kriege leider kein Werbegeld für die ganzen Essensbilder und bin jetzt auch nicht so berühmt, dass mir meine ganzen Beauty-Utensilien umsonst zugeschickt werden. Und trotzdem habe ich es hinbekommen.

Welche finanziellen Mittel mir zur Verfügung stehen

  1. Auslands-BAFöG: Das Auslands-BAFöG solltet ihr ca. 6 Monate vorher beantragen, um auf der sicheren Seite zu sein. Denn die Bearbeitung eines Antrages dauert immer etwas länger und wenn es ins Ausland geht, möchte man nichts riskieren. Informiert euch, welches BAFöG-Amt für euch zuständig ist.
  2. DAAD-Stipendien: Für die, die den vierjährigen Bachelor Orientwissenschaften (international) in Marburg studieren, gibt es ein DAAD-Semesterstipendium.
  3. Eltern: Und wenn es mal knapp wird, helfen mir meine Eltern aus. Ein Danke wäre wohl an dieser Stelle nicht so verkehrt. DANKE!

Um euch einen besseren Überblick zu schaffen, liste ich euch meine Kosten unten auf.

Meine Kosten im Überblick

Miete zzgl. Nebenkosten (Strom, Wasser)

  • Die Miete kostet 11.000 Dirham (= ca. 1.025 Euro)
  • Die Nebenkosten schwanken zwischen 30-60 Euro pro Monat und da wir zu dritt in der Wohnung sind, wird das auf drei aufgeteilt. Unterm Strich zahlen wir monatlich und pro Person ca. 360 Euro.
  • Es gibt viel günstigere Wohnung. Wir wohnen in Agdal, ein etwas teureres Viertel, aber in der Nähe unserer Uni. Eine günstigere Alternative wäre der Stadtteil Hassan. Es liegt etwas weiter weg von unserer Uni, ist aber sehr belebt und beliebt bei den Studierenden. Außerdem gibt es auch Studentenwohnheime, deren Miete natürlich auch je nach Größe und Ausstattung unterschiedlich ist. Die Miete liegt da bei ca. 1500-2800 Dirham (= ca. 140 – 260 Euro).

Lebensmittel

  • Unsere Lebensmittel kaufen wir teilweise beim Carrefour ein.
  • Gemüse und Obst kaufen wir in den Hanouts ein (dt.: Supermarkt). Das ist zum einen die etwas günstigere Variante und zum anderen gibt’s die an jeder Ecke. Auch Großeinkäufe sind möglich, angefangen von Beautyprodukten bis zu Käse und Handyguthaben, alles ist vorhanden.  Die Preise variieren je nach Stadtteil, z.B. in Agdal sind die Preise der Hanouts vergleichbar mit dem Carrefour. Wenn man in einem Hanout in der Altstadt einkauft ist es auf jeden Fall günstiger.
  • Die preisgünstigste Variante ist der Souk.
Hanout (dt. kleiner Supermarkt) im Stadtteil Agdal, Rabat/Marokko
Ein Hanout bei uns um die Ecke

Reise- und Transportkosten in Marokko

Der Transport ist hier im Vergleich zu Deutschland vieeeeel günstiger. Egal ob Taxi, Tramway, Zug oder Bus, reisen ist hier ein Spaß! Hier einmal ein paar Strecken mit Preis und Fahrtdauer aufgelistet.

  • Zug: Rabat – Marrakesch ca. 12 Euro (Fahrtdauer ca. 5 h); Rabat – Casablanca ca. 3 Euro (Fahrtdauer ca. 1 h)
  • Tramway: Eine Fahrt kostet ca. 0,50 Euro und die Karte ist eine Stunde gültig. Es gibt auch Monatskarten oder Jahreskarten z.B. drei Monate ca. 65 Euro und ein Monatsticket ca. 23 Euro
  • Taxi: In Rabat kosten gefahrene 100 Meter weniger als 0,02 Euro.

Kommunikation via Internet & Mobiltelefon

  • Internet: Wir haben einen einjährigen Internet-Vertrag bei Maroc Telekom, das ist auch einer der wenigen Internetanbieter in Marokko. Monatlich kostet das 200 Dirham also weniger als 20 Euro.
  • Telefon: Es gibt viele verschiedene Verträge z.B. für 150 Dirham inkl. SMS, Internet und Ausland + Inlands-Anrufe. Ich habe eine normale Prepaid Karte, jeden Monat kaufe ich mir beim Hanout nebenan ein Guthaben für 50 Dirham und benutze das nur für das Internet. Mit 50 Dirham stehen mir 5 GB Internet zur Verfügung.
Werbeplakat für das Internet am Bahnhof
Natürlich gibt es auch am Bahnhof kostenlosen Zugang zum Internet.

 App-Empfehlung

Lebensmittel, die Miete, Internet und Transportkosten teilen wir immer unter uns Dreien auf, da wir immer als Trio unterwegs sind. Um uns die Rechenarbeit zu ersparen, benutzen wir die kostenlose App „Splitwise„. Das erleichtert uns die Arbeit ungemein!

So finanziere ich mein Auslandsjahr und bis jetzt hat das ganz gut geklappt, auch ohne Ölscheich!

Liebe Grüße aus Rabat,
Eure Sümeyye

Stay tuned!

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