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Das Ende einer Reise ist der Beginn einer neuen Reise

Das Ende einer Reise ist der Beginn einer neuen Reise

Die schöne Zeit eilt – von dem Moment an als ich den ersten Blick auf die Stadt hatte, bis zum Packen meines Koffers. WG-Leben, Uni, Integration und Reise: Hier sind die interessantesten Themen, die ich euch erzählen will!

1.WG-Leben

Eine Wohnung hat immer die höchste Priorität, bevor man zu einem anderen Ort umzieht. Bei mir war dies genauso. Deswegen bewarb ich mich ganz am Anfang bei der Uni für einen Platz in einem Studentenwohnheim, oder einem Zimmer außerhalb des Campus, der von der Uni verwaltet wird. In den meisten Fällen organisieren die Universitäten in Großbritannien, dass die Austauschstudenten miteinander wohnen. Gemischt oder in ein Studentenwohnheim kommt man nur, wenn der Aufenthalt sehr kurz, z. B. zwei Monate, ist.

Typisches englisches Ziegelhaus

Um ehrlich zu sein, war ich ein bisschen enttäuscht, dass alle meine Mitbewohner auch Erasmus-Studenten waren, weil ich dann wenig Chancen hatte, Einheimische kennenzulernen. Andererseits war es auch toll, dass alle mit gleichen Erfahrung oder in derselben Situation zusammen leben. Zum Glück hat unsere WG ganz gut funktioniert! Alle sind neu ins Land gekommen, hatten unterschiedliche Leben in der EU und konnten viel erzählen.

Das wichtigste war, alle sind Ausländer! Das bedeutet, dass unsere Identitäten uns nur noch enger zusammengekettet haben. Wir gingen zusammen zur Fresher Party, kauften Paintball-Tickets für die ganze Wohnung, entdeckten jede Ecke von unserer neuen Stadt usw. Was ich sehr interessant fand war, wenn wir fünf zusammen kochten und im Wohnungszimmer saßen. Ich kann mich jetzt nicht mehr erinnern, wievielmal wir zusammen gekocht und gegessen haben, aber jedes Mal haben wir ein paar Stunden lang geredet.

Erstes Hausessen, die authentischen Chinesische Speisen

Ich möchte behaupten, nachdem wir ein Jahr lang zusammen gewohnt und so viel erfahren haben, wird diese schöne Erinnerung ganzes Leben lang bleiben und auch Freundschaft.

"Letztes" WG-Foto

2. Uni

Zum Thema möchte ich nun vier bemerkbare Unterschiede im Vergleich mit meiner Heitmatuni, der Universität Konstanz nennen.

Highlight! Besuch aus Bodensee

Erstens, statt zwei Semesters pro Studienjahr gibt es bei University of Warwick drei Trimester, und jedes hat zehn Wochen. Man entscheidet sich jeweils am Anfang für zwei Trimester-Kurse. Das dritte Trimester ist für die Endklausuren geeignet und man hat nur Wiederholungskurse zu besuchen. Selbstdisziplin ist hier die Schlüsselkompetenz.

Zweitens, normalweise haben wir keine strenge Anwesenheit in den Übungskursen. Aber bei der University of Warwick ist die Anwesenheit der Seminare oder Übungen Pflicht. Falls man mehr als drei Fehlstunden innerhalb eines Trimesters hätte, dann würde es Konsequenzen geben und ein Gespräch mit der Fachschaft zur Folge haben.

Drittens, ich habe schon mal in meinen vorherigen Artikel erwähnt, dass die Studentenunion große Autonomie und Macht darauf hat, studentische Tätigkeiten zu organisieren, z. B. Orientierungswoche, Vereinsfinanzierung, Sporttag, Party usw. Studenten kümmern sich um Studenten. Jedes Jahr findet die Wahl der Beamten des Studentenwerkes statt. Mit sehr hoher Beteiligung, vielen Wahlreden vor den Vorlesungen und hängenden Wahlslogans auf dem Campus ist die Wahl ein Grand Event in dem Jahr.

Student Union

Zuletzt ermutigt die Uni Teamarbeit im jedem Umfeld. Alle meine ausgewählten Kurse erfordern die Zusammenarbeit in verschiedenen Formen und bei manchen Aufgaben wird der Partner zufällig ausgewählt. Dadurch werden viele neue Leute kennengelernt und zusätzlich die Fähigkeit verbessert, mit „Fremden“ ein Projekt durchzuführen.

3. Integration durch Society

Ich glaube, dass die meisten Studenten, die sich für einen Auslandsaufenthalt beworben haben, um internationale Erfahrung sammeln zu können, sich darüber sorgten, wie sie sich im Auslandin in den einheimischen Kreis am besten und schnellsten integrieren können. Es ist nicht der beste Weg, durch Alltagsleben die lokalen Kontakte zu knüpfen.. Deswegen empfehle ich euch sehr,  an einer Society teilzunehmen!

Was machen wir?

Als ein Teil  von der Orientierungswoche, die Vereinsmesse (sogenannte Societies Fair) findet jedes Jahr statt. Das ist die beste Chance für Freshers, sich über mehr als hundert verschiedene Vereine zu informieren. Ich habe mich Canoe & Canoe Polo Society (Abkürzung Kanuverein) entschieden, weil ich schon in Konstanz ein großer Fan von Wassersport geworden bin, obwohl ich auch eine neue Sportart ausprobieren wollte. Ein Mitglied im Verein zu werden, bedeutete für mich,  ein Teil der Uni zu sein und mich nicht mehr allein zu fühlen. In den folgenden Monaten erwies sich dies als meine schlauste Entscheidung.

Surf Trip

Wie funktioniert eine Society tatsächlich? Eine Sport Society ist auf Deutsch ein Sportverein. Einerseits er ist so wie eine große Familie, eine harmonische Umgebung, in der alte Mitglieder sich um die neuen Mitglieder (Freshers) kümmern und sie herumführen. Andererseits ist eine Society auch wie eine Institution. Denn es gibt mehrere Ämter, Präsident und Vizepräsident, Generalsekretär, Kassenwart usw., die zusammen den Verein verwalten.

Weihnachtsessen

Was macht man mit der Society? Sowie vorher geschrieben, wollte ich am Anfang an mehreren Vereinen teilnehmen, aber das war echt naiv, weil allein ein einziger Verein so viele interessanten Dinge organisiert, die meine ganze Freizeit einnehmen, neben dem normalen Training und Wettkampf. Dazu gehörten Grill, Laser Quest, Skool Dayz, Pop, sogar Feuerwerke!

Lazer Quest Nacht

Wir trainierten regelmäßig drei Mals pro Woche, paddelten zusammen in Flüssen und Meer, campten auf Berggipfeln, machten Lagerfeuer am Strand, gingen als Team Warwick in Wettkämpfe und gewannen die Silbermedaille vom BUCS (British Universities and College Sport) Tournier…Es gibt noch viel mehr schöne Erinnerungen, aber diese passen hier nicht alle hin.

Preisträger!

Durch diese Erfahrung habe ich nicht nur meine Sprachfähigkeit verbessert, sondern auch viele englische Freunde kennengelernt. Durch den Kanuverein habe ich meinen Auslandaufenthalt bereichert.

 

4. Reisen

Drei von Vier von der Vereinigtes Königreich habe ich schon durch meine vorlesungsfreie Zeit besucht. Nach Northern Irland muss man einen Flug oder eine Fähre nehmen. Deswegen habe ich diesen Teil ausgelassen. Einige Reisetipps habe ich auch in meinen letzten Artikel erwähnt, hier kann ich noch zwei Punkte hinzufügen.

Afrika? Sondern Richmood Park

Verschiedene Flughafen spielen auch eine große Rolle beim Buchpreis. Zum Beispiel, der nächste Flughafen von Coventry ist in Birmingham (ca. 10 oder 30 Minuten, je nachdem welcher Zug). Der Preis für die Flugverbindungen des Flughafens von oder nach Deutschland ist immer doppelt so hoch, verglichen mit den Flügen von den Flughafen in London. Aber man braucht ein oder zwei Stunden länger um nach London zu fahren. Aber so Geld zu sparen finde ich okay.

Skyline in London

Der größte Fernbusanbieter hier heißt National Express hier. Ich finde die Preisleistung nicht so gut, verglichen mit dem Zug. Aber manchmal könnte Bus eine bessere Alternative sein, z. B. um in der Nacht zum Flughafen in London zu fahren, da das Zugticket dann viel teurer war.  Der Bus-Service ist auch in Ordnung.

Wenn man sehr viel reisen möchte, ist ein Auto nach meiner Ansicht am praktischsten, vor allem wenn man einen Kajak auf dem Dachgepäckträger transportieren muss. Aber Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Großbritannien ist auch bequem und es gibt auch viel Optionen. In England ist das Zugnetz ähnlich wie in Deutschland. Die meisten Städte kann man einfach mit dem Zug erreichen. Aber in Wales und Schottland ist es ein bisschen problematisch. Zum Beispiel bei meiner Reise in die Highlands musste ich an einer lokalen Reisegruppe mit einem Führer teilnehmen, ansonsten hätte die Reise von Edinburgh zu unserer Endstation Portree (Hauptstadt von Isle of Skye) viel länger gedauert.

Isle of Skye

Die zehnmonatige Zeit verging schneller als ich es mir vorgestellt hatte. Sobald ich nächste Chance habe, wieder in einem neuen Land zu leben, nutze ich die Gelegenheit, ohne zu zögern.

Mit dem Sonnenaufgang am Flughafen ist mein Aufenthalt in Großbritannien zu Ende gekommen.

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