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Die EU zum Anfassen: Europatag in Brüssel

Die EU zum Anfassen: Europatag in Brüssel

Jährlich erinnert der 5.Mai an die Gründung des Europarates und wird seit 1964 als Europatag gefeiert. Natürlich wird dieses Ereignis zum Anlass genommen, um hier in Brüssel die EU und generell Europa zu feiern.

Tag der offenen Tür vieler EU-Institutionen

Zum Anlass des Europatags hatten viele EU-Institutionen wie beispielsweise das Parlament, die Kommission und der Rat ihre Türen für das breite Publikum geöffnet. Es gab zahlreiche Informationsstände, Vorträge, Filmvorführungen, Mitmachaktionen und Führungen, um die Arbeit der EU besser zu verstehen und hinter die Kulissen dieser riesigen Institution zu blicken.

Auf der Jagd nach Kugelschreibern, Notizblöcken & Co.

Ein altbekanntes Phänomen der Menschheit war auch wieder an diesem Tag zu beobachten. Sobald es irgendwo etwas gratis gibt, verhalten sich viele Menschen wie Raubtiere auf der Jagd. Da wird dann alles mitgenommen und eingepackt, was einem ins Blickfeld kommt und nicht bereits von jemand anderem weggeschnappt wurde. Außerdem hinterfragen die Leute gar nicht mehr, ob sie die Sachen, die sie sich da gerade einpacken, überhaupt gebrauchen können. Das Motto lautet: Mehr ist mehr – einfach mal alles mitnehmen, denn es ist ja schließlich kostenlos! Die Konsequenz davon? Viele Menschen, die bis oben hin vollgepackt waren und Taschen voller Kugelschreiber, Broschüren, EU-Fähnchen, Aufkleber, Luftballons und mehr oder weniger nützlichen Kleinkram mit sich herum trugen. Hätte man es nicht besser gewusst, hätte man meinen können, die Leute kommen gerade von einem erfolgreichen Besuch beim Flohmarkt.

Was nehme ich von diesem Tag mit?

Ich persönlich hatte zuvor nicht allzu große Erwartungen an diesen Tag. Ich habe damit gerechnet, ein bisschen durch die Gebäude der einzelnen Institutionen schlendern zu können und dabei ein paar Informationen über die Arbeit der EU zu bekommen. Was aber letztendlich den Besuchern geboten wurde, übertraf alle meine Erwartungen. Die EU zeigte sich bürgernah und es wurde versucht die Menschen für Europa, die kulturelle Vielfalt und die Werte und Normen, für die sie steht, zu begeistern, was eindeutig gelang. Viele Menschen, inklusive mir, vergessen im Alltag schnell, was sie der EU zu verdanken haben und wie glücklich sie sich schätzen können, dass es diese Institution gibt. Durch diesen Tag wurden wir allesamt noch einmal daran erinnert: Wir brauchen die EU und die EU braucht Bürger die hinter ihr stehen und sie unterstützten.

 

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