studieren weltweit
Duales Studium, Berufswelt und jetzt Master im Ausland

Duales Studium, Berufswelt und jetzt Master im Ausland

Nach einem dualen Studium zum Wirtschaftsingenieur und zwei Jahren Berufstätigkeit habe ich mich dazu entschieden, ein Masterstudium in Schottland zu beginnen. Was mich als ehemaliger dualer Student dazu motiviert hat, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Der Sehnsuchtsort des dualen Studenten

Eine meiner Praxisphasen verbrachte ich an einem Standort meines Ausbildungsunternehmens in den USA. Ein Erlebnis dort hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich mich für ein Masterstudium in Großbritannien entschieden habe. Eines Tages zeigte mir ein Kollege den Campus der nahe gelegenen Virginia Tech Universität und meine Vorstellungen von einem amerikanischen College wurden weit übertroffen. Voll ausgestattete Vorlesungssäle, kompakte Studentenwohnheime und moderne Sportstätten soweit das Auge reicht.

Fassade eines Studentenwohnheims in den USA.
Der Wunsch auf einem Campus zu leben entstand in den USA.

Das war ein starker Kontrast zu meiner Studiensituation in der Heimat. Dort erwarteten mich spartanische Vorlesungsräume in Bürogebäuden, eine 25-minütige Anreise zur Hochschule und Sportveranstaltungen am anderen Ende der Stadt. Schottland ist zwar nicht die USA, aber einige Internetrecherchen ließen mich zu dem Schluss kommen, dass die britischen Universitäten dem nahekommen und das für weniger als die Hälfte der Studiengebühren.

Mehr Optionen dank des Bologna-Prozesses

Als dualer Student war für mich von Anfang an klar, dass nach dem Bachelor an der dualen Hochschule erst einmal Schluss ist. Entweder hätte ich mich direkt im Anschluss an einer normalen Hochschule für einen Masterstudienplatz bewerben müssen oder ich konnte von den Vorteilen des dualen Studiums Gebrauch machen. Ich habe mich für Letzteres entschieden und angefangen in meinem Ausbildungsunternehmen zu arbeiten. Ich war den Hochschulalltag satt, wollte mich persönlich weiterentwickeln und die Entscheidung für ein Masterstudium nicht überstürzen.

Dass dies die richtige Entscheidung war, merkte ich schnell. Mein Job als strategischer Einkäufer in der globalen Einkaufsorganisation machte mir so viel Spaß, dass ich nach kürzester Zeit das Verlangen hatte, mich in diesem Bereich auch akademisch weiterzubilden. Bei der darauffolgenden Recherche nach einem geeigneten Masterstudium musste ich bald feststellen, dass es meinen Wunschstudiengang als Vollzeitstudium nur im Ausland gibt. Dank der europaweiten Vereinheitlichung von Studiengängen und -abschlüssen (Bologna-Prozess) kann ich nun die restlichen 90 Leistungspunkte (ECTS-Punkte), die mir zum Masterabschluss fehlen, in Schottland erwerben.

Zwischen Kulturen und außerhalb der Komfortzone

Wie ich konnte der Großteil meiner Kommilitonen eine Praxisphase an einem ausländischen Unternehmensstandort verbringen. Zusätzlich gab es die Möglichkeit, ein Semester an einer Partnerhochschule im Ausland zu studieren. Leider habe ich diese Möglichkeit nicht genutzt und die Entscheidung im Nachhinein bereut. Dafür hatte mein anschließender Job einiges an Internationalität zu bieten. Wöchentliche Teambesprechungen mit Kollegen in den USA oder Projekte mit Partnern in Italien, England und der Schweiz.

Meine bisherigen interkulturellen Erfahrungen haben mich neugierig gemacht und das Bedürfnis geweckt, für eine längere Zeit im Ausland leben zu wollen. Ein Masterstudium an einer britischen Universität bietet die besten Voraussetzungen für weitere interessante Einblicke in andere Kulturen und Lebensweisen. Da ich auch zum ersten Mal in einem Studentenwohnheim wohnen werde, sind kulturelle Fettnäpfchen garantiert.

Freut euch auf meine Erfahrungsberichte!

Kommentieren

Bitte beachte, dass dein Kommentar nach dem Absenden erst von unserer Redaktion gesichtet werden muss. Aus diesem Grund kann das Erscheinen deines Kommentars etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Mehr über #Campus

Vom Campus- und Unileben im Ausland