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E-Mobilität in Singapur – besser als bei uns?

E-Mobilität in Singapur – besser als bei uns?

Das sich Singapur sehr schnell entwickelt, ist kein Geheimnis. Es werden immer mehr Gelder in Straßen und öffentliche Verkehrsmittel investiert. Jedoch wie sieht es mit der E-Mobilität aus? Wie sich das im Alltag zeigt, berichte ich hier.

Wie stehe ich zum Thema E-Mobilität?

Das wir nicht dauerhaft auf fossile Brennstoffe zurückgreifen können, ist mittlerweile auch in der Politik angekommen. Mittel- und langfristig sollte man sich gute Alternativen für die Mobilität überlegen. Für mich ist dieses Thema so wichtig, da man anhand dessen den Entwicklungsstand und vieles mehr eines Landes ablesen kann. Speziell war ich über die Situation in China sehr überrascht, da dort schon in manchen Städten Motorroller mit Verbrennungsmotor verboten sind. Da dieses Thema auch nicht mehr aus der Presse wegzudenken ist, wollte ich an dieser Stelle einen kleinen Einblick dazu geben.

Singapurs Ziele

Singapur hat sich sehr ehrgeizige Ziele gesetzt. Man wollte bis Mitte 2017 ein landesweites Programm zur gemeinsamen Nutzung von Elektroautos starten, wobei alle Stadtteile bis 2020 von der Initiative profitieren wollten. 1.000 Elektrofahrzeuge sollten schrittweise eingesetzt werden, um Singapurs Car-Lite- und Green-Car-Vision zu fördern. Singapur wäre mit seiner kompakten Größe, seinen sauberen Straßen, seinem technologischen Know-How und seinen nachhaltigen Transportzielen ein Traum für Verkäufer und Fahrer von Elektrofahrzeugen. Als ich diese Ziele gelesen habe, war ich erstaunt wie wenig davon bis heute umgesetzt wurde.

Wie sieht es 2019 aus?

Ein Blick auf die Straßen- und Verkehrsdaten des Landes zeigen jedoch ein anderes Bild. Ende des letzten Jahres gab es von insgesamt fast 615.000 Fahrzeugen nur 466 reine Elektrofahrzeuge, gegenüber zwölf Fahrzeugen im Jahr 2016. Auch Ladesäulen sind hier Mangelware. Mit Ausnahme von drei Ladesäulen habe ich selbst noch keine ausmachen können. Private Haushalte haben in der Regel keine Ladestation zu Hause. Eine Nachrüstung ist für viele Haushalte unrentabel. So haben auch andere alternative Antriebe wenig Chancen in Singapur Fuß zu fassen.

Carsharingdienste

Mir ist ein Carsharingdienst in Kombination mit der Elektromobilität aufgefallen. BlueSG ist ein französisches Unternehmen, das vollständig elektrifizierte Fahrzeuge zur Verfügung stellt. Jedoch existieren auch Tribe Car, Car Club, Smove und Whizz Car. Ich selbst habe noch kein Auto hier benötigt, da ich alles bequem zu Fuß erreichen kann. Somit kann ich auch nichts über die Einfachheit der Registrierung oder den Kosten erzählen. Jedoch gibt es eine Webseite, die die Kosten sehr gut aufschlüsselt.

Was sollte getan werden?

Es gibt ein paar wesentliche Hürden, die Singapur im Hinblick auf Elektromobilität noch zu überwinden hat: Es gibt nicht genügend Ladegeräte im öffentlichen Raum und keine Anreize zum Kauf eines Elektrofahrzeugs von der Regierung. Diese könnte Standards bei den Steckern setzen und Kostenanreize für einen Elektroautokauf und der Nachbesserung der Infrastruktur schaffen. Des Weiteren sagen viele, dass Singapur sehr vom Öl abhängt und dies auch nicht so einfach umstellen will. Ähnlich wie Deustchland wurden sich hier sehr ambitionierte Ziele gesetzt. Jedoch wurden bis heute nur wenige davon erreicht.

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