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Fufu in Ghana – Mit Vorsicht zu Genießen

Fufu in Ghana – Mit Vorsicht zu Genießen

Alle lieben Fufu und weil das so ist, habe auch ich die heiß geliebte Speise aus Ghana probiert. Aber Achtung: Das Gericht ist was für Profis.

Was ist Fufu?

Fufu oder auch Foufou bezeichnet einen Brei, der sich in einer Suppe befindet. Der Brei, also der feste Teil der Suppe, wird aus Maniok oder Yam und Kochbananen hergestellt. Beide Zutaten werden erst gekocht und anschließend mit einem Mörser zu einem Teig zerstampft. Der Mörser ist ca. zwei Meter lang. Wenn die Lebensmittel eine breiartige Form annehmen, werden sie in Klöße aufgeteilt. Das ist der feste Teil der Suppe. Bei der Suppe handelt es sich entweder um eine Light-Soup (Fleischbrühe) oder Peanutsoup (Vegan). Die Suppe beinhaltet am Ende einen Brei (Maniok&Kochbananen) und ein halbes Hähnchen.

Mein erstes Mal Fufu

Nun bin ich schon seit fast zwei Wochen in Ghana. In jeder Mittagspause sehe ich viele Menschen, die Fufu essen. Leider kommt es selten vor, dass das Gericht vollkommen vegetarisch/vegan zubereitet wird. Meistens wird bei der vegetarischen Variante das halbe Hähnchen rausgenommen. Dennoch bleibt der Geschmack des Hähnchens erhalten. Weil ich mich größtenteils vegetarisch ernähre und Hähnchen ohnehin nicht mag, bin ich in meiner Mittagspause in ein veganes Restaurant gefahren. Es heißt „PAT Vegetarian Health Food and Products“. Es gibt dort klassische ghanaische Gerichte ohne Zutaten tierischen Ursprungs.

Die lokalen Portionen sind sehr groß. Ich schaffe es nie, ein Gericht vollständig zu essen. Abgesehen davon ist das Essen sehr kohlenhydratreich, daran muss ich mich noch gewöhnen. Während ich in Deutschland größtenteils auf Reis, Nudeln und Kartoffeln verzichte, konsumiere ich hier genau diese Lebensmittel in großen Mengen. Auch meine Portion Fufu war viel zu groß für mich.

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Das ist eine „kleine“ Portion Fufu für 2 Euro

So isst du Fufu richtig

Es ist gar nicht so leicht, das Gericht zu essen. Als ich angefangen habe, Fufu mit einem Löffel zu essen, haben mich die Menschen an den Nachbartischen verlegen angeschaut. So geht es richtig:

1. Hände waschen

Zu jeder Mahlzeit/Speise erhältst du eine kleine Schüssel mit Wasser. Auf dem Tischen befinden sich außerdem immer Desinfektionsmittel für die Hände und Seife. Gewaschen wird nur die rechte Hand. Diese reibst du zuerst mit Seife ein. Danach nutzt du das Wasser aus der Schlüssel, um deine rechte Hand zu waschen.

2. Die Schere

Mit deinem Zeige- und Mittelfinger ahmst du eine Schere nach. Mit den Schneidebewegungen kannst du deine Finger in den Brei tunken und dir ein Stück des festen Bestandteils der Suppe „abschneiden“.

3. Die Schaufel

Nachdem du dir mit der Scherenbewegung ein Stück Maniok-Kochbananen-Brei „abgeschnitten“ hast, kannst du jetzt dieses Stück noch mal tief in die Suppe tunken. Anschließend nutzt du deinen Daumen. Mit diesem schiebst du das Essen in deinen Mund.

4. Erstickungsgefahr

Der Brei des Fufus ist sehr klebrig und sollte deshalb nicht gekaut werden. Viele Einheimische schieben sich also die Klöße in den Mund und schlucken sie direkt runter. Dabei handelt es sich aber um große Kloßstücke. Auch ich habe versucht, mein Fufu sofort zu schlucken und habe mich verschluckt. Obwohl das Kauen unangenehm ist und Breistücke an den Zähnen kleben, empfinde ich diese Art des Essens für mich als sicherer. Wer Fufu schlucken will, muss vorher üben.

Geschmackstest

Der Geschmack der begehrtesten Speise in Ghana war für mich ganz in Ordnung. Die Kombination aus Brei und Suppe war mir sehr neu. Ich hatte Schwierigkeiten, die Suppe mit meiner rechten Hand zu essen. Außerdem war der flüssige Teil der Suppe sehr scharf. Weil das Gericht so kohlenhydratlastig war, konnte ich nicht einmal die Hälfte aufessen. Obwohl sie nicht schlecht schmeckte, trifft sie meinen Geschmack eher nicht. Ich bin froh, Fufu probiert zu haben, werde aber in Zukunft auf Gerichte wie Jollof Rice oder Plantain greifen.

Kommentare
  1. Franziska

    25. November 2019

    Liebe Dilara, hast du schon RedRed probiert? Das war mein Lieblingsgericht während meiner Zeit in Ghana. Ich wünsche dir noch einen schönen Aufenthalt und viele lehrreiche Erlebnisse! 🙂

    1. Dilara Yildiz

      26. November 2019

      Liebe Franziska,
      ich habe Redred, Fufu und Plantain probiert und muss sagen, Redred ist mit Jollof-Rice auch mein Favorit! 🙂 Es freut mich, dass auch du in Ghana warst. Ich danke dir für deine schönen Grüße! Viele sonnige Grüße von mir aus Ghana! 🙂

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