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Von Geburtstagen und gebrochenen Regeln

Von Geburtstagen und gebrochenen Regeln

Diese Woche habe ich alles was ich je gelernt habe, gekonnt über den Haufen geworfen. Dazu gehört unter anderem: Nicht im Auto von Fremden mitfahren und meine Haare nicht selbst bleichen. Eins von beidem ging besser aus als das andere…

Wenn ich chronologisch vorgehe, dann steht wohl der Trip nach Tralee an erster Stelle. Tralee ist eine kleine Stadt an der Westküste Irlands und befindet sich deshalb direkt am Strand. Der eigentliche Plan von meinen WG-Mitbewohnern und mir war es, mit dem Bus dorthin zu fahren und im Meer baden zu gehen. Das Wetter sollte nämlich schön werden. Soweit so gut. Jedoch war wie fast jede Fahrt mit dem Bus durch die ländlichen Gegenden Irlands, auch diese mehr als holprig. Ich will nicht sagen wer, aber jemand konnte seinen Mageninhalt nicht die ganze Fahrt über bei sich behalten. Diese Person war definitiv nicht ich.

Proviant ist trotz den wilden Busfahrten natürlich essentiell.
Proviant ist trotz der wilden Busfahrten natürlich essentiell und meine Mitbewohner machen die besten Zimtschnecken.

Auf jeden Fall stellte sich Tralees Strand mehr als ungeeignet zum Baden heraus. Wir wanderten also eine Weile am Strand entlang, bis uns eine nette Frau mit Hund entgegen kam. Die Frau war mehr als bereit uns weiterzuhelfen, als wir sie fragten, ob es in der Nähe noch andere Strände gäbe. Da es Sonntag war, empfahl sie uns einen Taxiservice anzurufen. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen irgendjemanden zu erreichen, beschloss die Frau kurzerhand uns alle in ihrem Auto in den nächsten Küstenort zu bringen. Sie musste definitiv nicht in diese Richtung, wodurch wir umso dankbarer waren, dass sie uns dorthin brachte, auch wenn sie fast ihren eigenen Hund am Strand vergessen hätte. Wir verbrachten also den Rest des Tages in einem kleinen Ort namens Fenith und trampten dann auch wieder zurück nach Tralee wo unser Bus nach Limerick wartete. Interessant war, dass ich mir eigentlich geschworen hatte niemals bei einer fremden Person ins Auto zu steigen, vor allem nicht in einem anderen Land! An dem Tag habe ich diese Regel sogar zwei Mal gebrochen. Dies hatte wohl unter anderem den Grund, dass wir zu fünft waren. Wenn ich alleine gewesen wäre, dann wäre ich sicherlich nicht so leichtfertig in das Auto eines Fremden eingestiegen, auch wenn ich bis jetzt nur sehr positive Erfahrungen mit den Iren gemacht habe. Vorsichtig sollte man aber wohl überall sein.

Mein Geburtstag in Irland

Als wäre die letzte Woche nicht schon aufregend genug gewesen, hatte ich ein paar Tage später auch noch Geburtstag. Ich wusste ehrlich gesagt nicht so richtig, was ich von diesem Tag erwarten sollte. Als ich vor ein paar Wochen in Irland ankam, wusste ich ja nicht mal ob ich überhaupt so schnell Freunde finden würde, die meinen Geburtstag mit mir verbringen wollen. Diese Angst war jedoch vollkommen unbegründet, weil ich letztendlich einen wahnsinnig schönen Tag hatte. Meine Mitbewohner backten mir Brownies und ich bekam sogar ein paar Geschenke mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Beispielsweise habe ich Seifenblasen bekommen und der Tag wird niemals kommen, an dem ich mich nicht wie ein kleines Kind über Seifenblasen freuen werde, deshalb vielen Dank dafür. Am Abend gingen wir dann noch in einen typisch irischen Pub und ließen den Abend ausklingen. Natürlich hätte ich auch gerne meine Familie und meine Freunde gesehen aber manchmal kann es auch positive Effekte haben, wenn man sich an einem solchen Tag nicht in seinem gewohnten Umfeld befindet. Denn interessanterweise war dieser Geburtstag vergleichsweise weniger chaotisch.

Als wir vom Pub nach Hause gelaufen sind war es schon dunkel. Dann sieht man wie ganz Limerick mit lauter Girlanden beleuchtet ist.
Als wir vom Pub nach Hause gelaufen sind war es schon dunkel. Dann sieht man wie ganz Limerick mit lauter Girlanden beleuchtet ist.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich in den letzten paar Wochen schon so unfassbar viel gelernt habe und das bezieht sich keinesfalls nur auf den akademischen Bereich. Ich habe in solch kurzer Zeit schon so viele Erfahrungen gemacht, die mir vor allem im zwischenmenschlichen Umgang extrem helfen werden. Manchmal muss man offen sein und Dinge tun, die man normalerweise nicht tun würde. Natürlich sollte man trotzdem immer noch das Risiko abwägen. Wenn man zum Beispiel den impulsiven Drang hat sich die Haare blau zu färben, dann kann es eventuell hilfreich sein, sich mehr als fünf Sekunden damit auseinandersetzen. Sonst hat man am Schluss vielleicht ein paar blaue und ein paar blonde Strähnen. Das soll schon Leuten passiert sein… 

Was mir aber auf jeden Fall noch einmal klar geworden ist, dass ich noch so viele Bücher darüber lesen kann, wie es ist im Ausland zu leben und Kultur und Sprache mitzuerleben, aber es wird nie das Gleiche sein, wenn man sich nicht mal selbst ins Abenteuer stürzt. 

Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, was ich im Ausland noch so anstellen werde, dann folgt mir gerne auf Instagram und Tiktok.

 

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