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Wie ich die Osterferien in Georgien verbringe Teil 2

Wie ich die Osterferien in Georgien verbringe Teil 2

Die zweite Woche war ich mit einem anderen Deutschen in Georgien unterwegs. Auch er hatte ein Auto mit Dachzelt bei dem gleichen Unternehmen gemietet wie ich.

Autos mit Dachzelt, Sonnenuntergang

Ursprünglich hatten wir uns verabredet, um gemeinsam in den Vashlovani Nationalpark zu fahren. Am Ende haben wir doch eine ganze Woche gemeinsam unterwegs gewesen, da es oftmals zu zweit und vor allem mit zwei Autos einfacher ist. Häufig bleibt man im Nationalpark auf den schwierigen Wegen mit dem Auto stecken, insbesondere nachdem es geregnet hat. Uns ist das an den ersten beiden Tagen auch nicht erspart geblieben, aber mit Anschieben und Schlamm wegschaufeln haben wir es alleine wieder raus geschafft.

Mein Highlight der gesamten Reise: Vashlovani

Der Vashlovani Nationalpark stand ganz weit oben auf meiner Bucketlist für Georgien. Er liegt im Osten des Landes und grenzt an Aserbaidschan. Vor allem deshalb muss man sich für bestimmte Touren vorher im Besucherzentrum anmelden und bei der Grenzpolizei die Grenzgenehmigung beantragen.

Wir hatten uns direkt für drei Tage angemeldet und uns für die lange Tour an der Grenze entschieden. Bevor man den Park betritt sollte man ausreichend Verpflegung einkaufen und das Auto auf jeden Fall kurz vorher volltanken.

Im Park selbst gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten, nur wenige Wasserquellen und die Toiletten beschränken sich auf ein Loch im Boden. Nachdem wir alles eingekauft hatten, ging es zur Station der Grenzpolizei. Hier mussten wir unseren Pass vorzeigen und haben dann gewartet, bis unsere Erlaubnis ausgestellt wurde. Diese muss man gut aufheben, da man sie an der Station im Park selbst auch nochmal vorzeigen muss.

Schon zu Beginn sieht man die beeindruckende Natur, zu dieser Jahreszeit mit grünen Pflanzen und vielen bunten Vögeln. Die schönsten Aussichtspunkte erreicht man aber erst, nachdem man die schlechten Wege gemeistert hat.

Da es im Park Giftschlangen und andere Wildtiere, wie Bären, Hyänen und Wölfe gibt, sollte man immer in der Nähe der Ranger Stationen übernachten.

Der Weg an den sogenannten „scharfen Mauern“ bis hin zum Camp am Alazani Fluss ist selbst mit einem Geländewagen sehr schwer zu fahren. Die meiste Zeit fährt man nur im ersten Gang und kommt nur sehr langsam voran, für die Aussicht lohnt sich aber jeder Kilometer.

Entlang der georgischen Heerstraße zum Freundschaftsdenkmal

Nach einem kurzen Zwischenstopp in meiner Wohnung in Tbilisi, um Wäsche zu waschen und zu duschen, ging es weiter Richtung Stepantsminda. Ich wollte unbedingt den Kazbek sehen, der zu den höchsten Bergen in Georgien zählt.

Unterwegs haben wir in der Nähe von Gudauri am Freundschaftsdenkmal von Georgien und Russland angehalten. Von der Plattform des Denkmals hat man eine tolle Aussicht auf die angrenzenden Berge und bei gutem Wetter sieht man viele Gleitschirme fliegen, die ein perfektes Fotomotiv bilden.

Da Paragliding ebenfalls auf meiner Liste für Georgien stand und sich die Möglichkeit spontan ergeben hat, haben wir diese Chance auch genutzt. Für umgerechnet circa 70 Euro pro Person sind wir mit dem Gleitschirm vom Denkmal bis runter ins Tal geflogen und wurden dort mit dem Auto abgeholt und wieder zurück gebracht.

Stepantsminda und der Kazbeg

Weiter ging es in Richtung Stepantsminda, wo sich eines der berühmten Fotomotive Georgiens befindet: die Gergeti-Dreifaltigkeitskirche. Wir haben die Kirche vormittags besucht und sind danach zu einem Aussichtspunkt des Kazbeg gewandert. Als wir zurückkamen war der Parkplatz an der Kirche sehr gefüllt, da dieser Ort bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt ist. In der Kirche selbst sollte die Kleiderordnung eingehalten werden. Für Frauen liegen lange Tücher zum Umbinden bereit und auch die Haare sollten hier bedeckt werden.

Da das Wetter in den Bergen zu dieser Zeit unberechenbar ist, mussten wir uns ein Zimmer im Hotel nehmen. Wir wurden von einem heftigen Gewitter überrascht und kamen genau zum richtigen Zeitpunkt im Hotel an. Für das Zelten in den Bergen ist es aktuell wohl noch zu früh, denn die Nächte sind noch sehr kalt und das Wetter ändert sich ziemlich schnell.

Ich hätte noch weitere Wochen durch das Land fahren können, aber die Vorlesungen haben bereits wieder begonnen und der Urlaub ist leider vorbei.

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