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Homecoming in den USA

Homecoming in den USA

Home was? Wohin geht’s? Uns Deutschen sagt dieser Ausdruck nicht viel, doch hier in den USA wird mit diesem Begriff viel verbunden, vor allem eins: Gemeinschaft. Doch was genau steckt hinter dem Begriff „Homecoming“?

Homecoming – Was ist das?

Einmal eine kurze Definition: Homecoming ist eine jährliche Tradition an Universitäten und High Schools in den USA. Hier wird gegen Ende September oder Anfang Oktober zu Ehren ehemaliger Schüler und Studenten – den Alumni –  ein Sportspiel, verschiedenste Events und mehr ausgerichtet. Oft findet auch eine Parade statt oder es gibt einen Ball, wo eine Homecoming Queen, eine Ballkönigin (und oft auch ein Homecoming King) gekrönt wird. Das kennt man aus Deutschland eventuell aus Filmen, wo Studenten gekrönt werden und eine Krone und Schärpe verliehen wird. Das dient alles dazu, den School- und Community Spirit zu stärken. Vor Kurzem fand an der Penn State, wo ich gerade studiere, die Homecoming Week statt und ich war sehr gespannt, was mich so erwartet.

Die Homecoming-Parade

Während der Homecoming-Week konnte ich immer wieder kleine Events und Veranstaltung auf und um den Campus beobachten. Eins der Highlights der Woche war aber die Homecoming-Parade am Freitag, welche durch den Campus und Downtown State College zog. Die Stadt war voll von ehemaligen Absolventen und natürlich war der Dress Code Penn State Garnitur. Daran merkte man schon, wie viel das den Leuten hier bedeutet und wie involviert alle sind. Die Parade fing gegen 18:00 Uhr abends an, viele Schaulustige reservierten sich mit einem Campingstuhl einen Platz ganz vorne an der Straße. Und dann rollten auch schon die ersten Paradewagen vorbei, welche hauptsächlich von Studenten-Organisationen gebastelt wurden, aber auch einige Alumni zeigten ihre Bastelkünste. Ich war echt überrascht, wie viel Mühe in die Wagen gesteckt wurde. Man erkannte sofort, dass sehr viel Zeit in die Konstruktion der Paradewagen investiert wurde und das jeder seinen School-Spirit beweisen wollte. Es gab auch Performances von den studentischen Dance-Clubs, der Cheerleader-Mannschaft und der „Blue Band“, welche die Marching-Band der Penn State ist. Insgesamt erinnerte mich die Experience sehr an einen Karnevals-Umzug in Deutschland, mit den Umzugswagen, Blaskapelle und mehr. Es wurden sogar Süßigkeiten an die Kinder verteilt. Ich war schon kurz davor „Kölle Alaaf“ zu schreien.

Das Homecing Game

Da an der Penn State der Football großgeschrieben wird, dufte natürlich ein Homecoming Football-Game nicht fehlen. Meine ersten Erlebnisse mit diesem amerikanischen Sport habe ich hier festgehalten. Das besondere an diesem Spiel war für mich, dass ich es von der „Media-Section“ aus beobachten durfte. Diese ist für Mitglieder der Medien und besonderen Sponsoren gedacht. Während der Homecoming-Week wurden meine Erlebnisse von einem Filmteam, welches mich für paar Tage begleitet hat, festgehalten und dank Ihnen durfte ich das Spiel dieses Mal von hinter den Kulissen beobachten. Das war schon sehr anders. als ich es von der Student-Section gewohnt war. Man hatte seine eigene kleine Box mit Essen, Trinken und einer Top Sicht auf das gesamte Feld. Ich habe mich in der Box schon wie ein Celebrity gefühlt und die Erfahrung sehr genossen. Aber ich würde dennoch die Student-Section bevorzugen, da mit 20.000 anderen Studenten mitzufeiern, doch eine einmalige Atmosphäre ist. Am Ende haben wir das Spiel leider verloren, dennoch war die Woche ein Sieg für mich. Ich konnte etwas mehr in den amerikanischen College-Lifestyle eintauchen und eine der größten amerikanischen Traditionen miterleben. Nach dieser Woche fühle ich mich auf jeden Fall schon ein bissen mehr amerikanisch. Bleibt gespannt auf weitere Abenteuer.

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