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Unterwegs in Mexiko-Stadt

Unterwegs in Mexiko-Stadt

Bevor ich nach Mexiko-Stadt gekommen bin, konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, wie riesig eine Stadt überhaupt sein kann und wie man sich hier bewegen kann. In diesem Beitrag zeige ich euch, welche die besten Möglichkeiten sind, um selbst bei dieser Unmenge an Einwohnern relativ schnell von A nach B zu kommen.

Der ÖPNV in Mexiko-Stadt: Viel Licht und viel Schatten

Da ich auch in Deutschland schon ein großer Fan des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) war, stand es für mich außer Frage, diesen auch in Mexiko zu nutzen. Dieser besteht hier in der Stadt aus Metro (U-Bahn), dem sogenannten Metrobús, im Süden der Stadt gibt es auch eine Tram und überall in der Stadt fahren sogenannte „Peseros“ in der Gegend rum, Busse, die viel Lärm verursachen und bei denen in der Windschutzscheibe steht, welche Stadtteile sie bedienen. Der Name kommt daher, dass früher das Mitfahren in so einem Bus nur einen Peso gekostet hat, leider ist es inzwischen ein bisschen teurer, aber weiterhin erschwinglich. Für Peseros gibt es auch keine Haltestellen, sondern einfach nur Straßenecken, an denen diese halten, wenn jemand ein- oder aussteigen möchte. Das Gute an dem ÖPNV in der Stadt ist unter anderem der Preis, die Metro in Mexiko-Stadt ist die günstigste der Welt. Dies konnte ich vor Kurzem bei einer Ausstellung anlässlich des 50. Geburtstags der Metro lernen. Ein weiterer Vorteil der Metro ist, dass sie sehr eng getaktet ist und ich bisher eigentlich nur nachts höchstens 10 Minuten auf die nächste Bahn warten musste.

An dem ÖPNV in Mexiko-Stadt gibt es aber auch viel auszusetzen. Während der Rush Hour zum Beispiel sind manche Stationen so überfüllt, dass man erst mal draußen warten muss, um auf den Bahnsteig zu gelangen. Mit der Metro komme ich meistens auch schnell von A nach B, das einzige Problem ist, dass die Züge bei Regen an oder zwischen Stationen stehenbleiben und einige Minuten warten, bevor sie weiterfahren. Auch, dass die Metro jeden Tag nur bis Mitternacht fährt, stört mich ein bisschen, aber es gibt andere Wege, nach dieser Zeit noch nach Hause zu kommen. Generell ist das Netz mit seinen 12 Linien zwar gut ausgebaut, aber das reicht bei Weitem nicht aus, um diese vielen Menschen in der Region zu befördern. Dies führt dann auch dazu, dass die Straßen vollgepackt sind, womit ich zu meinem nächsten Punkt komme, dem Autofahren.

Autofahren in Mexiko-Stadt? Nein, danke!

Selber bin ich noch nicht mit dem Auto hier in der Stadt gefahren, möchte das aber auch nicht machen. Der Verkehr hier ist ein großes Problem und auch einer der Hauptgründe für die Luftverschmutzung in der Stadt. Vor allem im Berufsverkehr kann sich die Fahrtzeit bis zu zwei Stunden verzögern. Bei dieser Unmenge an Verkehrsteilnehmern und der Art und Weise, wie Verkehrsregeln nicht unbedingt beachtet werden, traue ich mich nicht, hier Auto zu fahren. Ein Angebot, das ich allerdings häufig nutze, sind Taxi-Apps wie Uber, Cabify oder Beat. Diese sind in der Stadt wirklich vergleichsweise günstig und vor allem in der Nacht die sicherste Möglichkeit, wieder nach Hause zu kommen.

Foto einer leeren Straßenkreuzung von einem Fahrrad aus
Wenn die Autos im Stau stehen: Mit dem Fahrrad cruisen und durchschlängeln.

Fahrradfahren & E-Scooter: Funktioniert das hier?

In Mexiko-Stadt gibt es schon seit längerer Zeit die Möglichkeit, sich per verschiedenster Apps E-Scooter zu leihen. Ich selber habe diese Möglichkeit noch nicht genutzt, habe in Mexiko aber auch noch nichts Negatives darüber gehört. Ich benutze meistens, wenn es nicht regnet und ich keine Lust auf Metro habe, den Fahrradverleihdienst Ecobici, der meiner Meinung nach sehr gut ausgebaut ist und mit 20 Euro im Jahr auch relativ preiswert ist. Mit der gleichen Karte, mit der man sich die Fahrräder ausleiht, kann man übrigens auch die Metro und den Metrobús bezahlen, ist also auch ziemlich praktisch.

Meine Mama findet es nicht wirklich toll, dass ich in dieser Stadt Fahrrad fahre, aber ich fühle mich nicht unsicher dabei. Da es hier relativ gesehen wenige Fahrradfahrer gibt, kann man auf die Fahrbahnen der Busse ausweichen und ich schaffe es meistens, mich im Stau irgendwie durchzuschlängeln, sodass das Fahrrad für mich das schnellste Fortbewegungsmittel ist, auch wenn man natürlich sicherheitshalber einen Helm trägt. Alles in allem hatte ich es mir schwieriger (und noch voller) vorgestellt, sich hier innerhalb der Stadt zu bewegen. Es gibt aber wirklich viele verschiedene Optionen des Transports und kann so ziemlich preisgünstig und schnell viele Punkte in der Stadt erreichen.

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