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Die teuerste US-Stadt – So finanzierst du das Leben in New York City

New York City, die teuerste US-Stadt, und die Stadt, in der ich für ein Jahr gelebt habe. Die Frage, die ich wohl am häufigsten gehört habe, ist wie teuer New York eigentlich wirklich ist, ob man sich das Leben hier überhaupt leisten kann. Die zweite Frage ist schwierig zu beantworten, denn das ist natürlich von Fall zu Fall anders. Ich hatte das große Glück, ein Stipendium vom DAAD zu erhalten, sodass ich mir die Lebenskosten in dieser Stadt leisten konnte. Die erste Frage, wie teuer New York wirklich ist, möchte ich heute versuchen – wenigstens ansatzweise – zu beantworten.

Freizeit

In New York gibt es so einiges zu erleben und die Stadt bietet für jeden etwas. Ich habe mich hier auf ein paar Angebote beschränkt, zu denen ich am meisten Fragen bekommen habe. Grundsätzlich ist das aber ein guter Anhaltspunkt dafür, wie es bei anderen Aktivitäten aussieht.

Kein Studentenrabatt im Kino

Wer mal kurz den neuen Wonder Woman Film im Kino sehen möchte, der muss ein bisschen mehr Geld in die Hand nehmen als in Deutschland. Für normale Screenings – nicht 3D! – kostet eine Karte um die $20. Studentenrabatt gibt es in den Kinos nicht. Die NYU bietet allerdings sogenannte Movie Passes an, die man am NYU Box Office kaufen kann. Diese kosten je nach Kino-Kette und Film um die $13 und können dann im Kino gegen eine Eintrittskarte eingetauscht werden. Ein indirekter Studentenrabatt also.

Am NYU Box Office kann man Kino Coupons erwerben.

Ein Besuch in New York ist ja oft mit dem Traum von einer Broadway Show verbunden. Grundsätzlich kann der Traum umgesetzt werden, aber es ist gar nicht so einfach mit einem Studentenbudget an Broadway Tickets zu kommen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die ich auch schon einmal angesprochen hatte. Unter $90 ist es aber meist nur mit endloser Wartezeit oder unglaublich viel Glück in der Lotterie zu schaffen.

 

Sport und Museen sind für Studierende relativ gut zugänglich

Für mich ist es immer wichtig, im Ausland auch die Kultur des Landes zu leben. Die Amerikaner lieben ihren Sport und gerade in New York sind fast alle großen Sportarten vertreten: Baseball (New York Yankees), Football (New York Giants), Basketball (New York Knicks), Eishockey (New York Rangers). Die Preise für die Veranstaltungen variieren, aber auch hier bietet die NYU am Box Office ab und zu vergünstigte Tickets für NYU Studierende an.

Über die NYU habe ich sogar komplett kostenlose Tickets für ein Spiel der New York Yankees bekommen.

Wer gerne mal ins Museum geht, der ist in New York genau richtig. Es gibt nicht nur viele Museen, sondern auch viele bezahlbare Museen. Das Metropolitan Museum of Art zum Beispiel bietet Suggested Admission an. Andere Museen bieten für NYU Studierende besondere Eintrittspreise – oder sogar kostenlosen Eintritt – an. Einfach mal bei der Uni informieren. Studentenrabatt an der Kasse selbst gibt es nämlich wie in Kinos, am Broadway und bei Sportevents auch hier nicht.

Im Metropolitan Museum of Art darf man sich den Eintrittspreis aussuchen.

Selbst Sport treiben kann man natürlich auch. NYU Studierende genießen den Luxus von zwei voll ausgestatteten Gyms mit Fitnessgeräten, Indoor Sportplätzen und sogar einem riesigen Schwimmbecken. Und das alles kostenlos mit NYU ID. Wer nicht in New York studiert, hat die Möglichkeit, sich in einem der vielen Fitnessstudios in der Stadt anzumelden oder eben ohne Kosten im Central Park oder am Hudson River joggen zu gehen. Auch hier sind die Möglichkeiten endlos.

Öffentliche Verkehrsmittel

In New York kommt man recht einfach von A nach B. Eine Übersicht der Kosten habe ich euch hier zusammengestellt:

U-Bahn/Bus: $2,75 pro Fahrt, es gibt auch Wochen- und Monatstickets

PATH Train (New Jersey-New York): $2,75 pro Fahrt, auch hier Wochen- und Monatstickets möglich

Campus Busse der NYU: kostenlos mit NYU ID

Die Campus Busse verbinden den Washington Square Park, Brooklyn MetroTech und die Wohnheime der NYU miteinander.

Die Metro Card ist der Schlüssel zu New York City.

Kosten des Studiums

Nachdem man die Studiengebühren beglichen hat, ist damit leider noch nicht alles getan. Wie auch in Deutschland fallen zum Beispiel Kosten für Bücher an. Pro Kurs können schon mal schnell fünf Bücher „required reading“ sein. Wer Kosten sparen möchte, sollte unbedingt erst einmal online nach gebrauchten Ausgaben suchen, denn amerikanische Dozenten scheinen eine Vorliebe für dicke, teure Bände zu haben.

Während des Semesters bestehen einige Dozenten auch auf „paper copies“ von Hausarbeiten und Essays. Per E-Mail, oder wie ich es von der FU Berlin kenne über ein Online Portal, kann man die Arbeiten nicht einreichen, sondern man muss sie ausgedruckt mitbringen. Pro Seite zahlt man an Druckern auf dem Campus zehn Cent, aber das läppert sich schnell.

Lebensmittel können teuer werden

Ich finde es sehr schwierig, diese Frage zu beantworten. Wie viel kostet Essen in New York? Ich denke, diese Frage würde jeder anders beantworten. Es ist kein Geheimnis, dass New York grundsätzlich eine sehr teure Stadt ist und auch die New York State Tax hilft dem ganzen nicht unbedingt. Ich habe meist $20 pro Woche für Essen im Supermarkt ausgegeben. Freunde haben aber auch oft von $80 pro Woche erzählt. Vielleicht ist die beste Antwort diese: probiert es die ersten Wochen einfach aus. Geht zu verschiedenen Supermärkten, schaut was für euch am besten passt.

Wer mal ausgehen möchte, sollte sich vorher über die Preise informieren, bevor es eine unangenehme Überraschung gibt. Ein „günstiges“ Restaurant in New York wäre nämlich eine angenehme Überraschung.

Sonstige Ausgaben

Welche festen Ausgaben hatte ich im Monat? Gegenfrage: Welche festen Ausgaben habt ihr im Monat? Die monatlichen Ausgaben in Deutschland hat man in den USA auch, nur der Preis kann teilweise anders sein.

Für Smartphones gibt es bei Anbietern wie AT&T, Verizon und Telekom Prepaid-Tarife ab rund $45 pro Monat. Darin sind dann kostenlose Anrufe ins amerikanische Netz, kostenlose SMS ins amerikanische Netz und ab 4GB mobile Daten beinhaltet. Wer mehr mobile Daten pro Monat möchte, kann das auch bekommen. Dafür muss man allerdings etwas mehr pro Monat zahlen.

In Manhattan ist es eher nicht üblich, eine Waschmaschine in der Wohnung oder im Gebäude zu haben. Daher muss man zu sogenannten „Laundromats“ gehen, die überall in der Stadt zu finden sind. Dort kann man Waschmaschinen und Trockner benutzen. Für das Benutzen dieser Laundromats braucht man Quarters (25 Cent Stücke). In Manhattan kostet das Benutzen der kleinstmöglichen Waschmaschine ab 10 Quarters, also $2.50 und für den Trockner zahlt man meist einen Quarter pro fünf Minuten.

Zum Wäschewaschen braucht man Quarters.

Alle anderen typischen Nebenkosten variieren stark und ich möchte nicht verallgemeinern. Ich kann einfach nur dazu raten, erst einmal gründlich zu recherchieren, bevor man sich festlegt – ob es nun um Strom, WLAN, Wohnung, Lebensmittel oder Handyanbieter geht.

Kommentare

  1. Victoria

    10. August 2017

    Liebe Caroline,
    dein Bericht ist sehr interessant und ausführlich. Vielen Dank dafür.
    Aber nur $20/Woche für Lebensmittel? Wo hast du denn eingekauft, wenn ich fragen darf.
    Ich wohne auch seit kurzem in New York 🙂
    Liebe Grüße

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