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Ehrenamt in Kapstadt: Transformation statt Information

Ehrenamt in Kapstadt: Transformation statt Information


Das Madina Institut hat sich auf die Fahne geschrieben ein Ort der Transformation zu sein. Die Dozenten betonen immer wieder, dass ihnen auch unsere persönliche Entwicklung am Herzen liegt. Das ist nicht sehr akademisch und grundverschieden von meinen früheren Studiengängen an deutschen Universitäten, aber es ist schön.

Kleine Gesten, große Wirkung

Jeden Monat spenden Privatpersonen Grundnahrungsmittel, die dann von uns Studierenden in einzelne Essenspakete aufgeteilt und dann an ältere Menschen verteilt werden. Diese Menschen, beziehen eine Rente, die oft nur bis zur Mitte des Monats reicht. Und so werden unsere Pakete oft schon sehnlichst erwartet. Aber nicht nur Rentner, sondern auch Kinder leiden in Kapstadt unter Hunger. Und auch hier hilft ein monatliches Projekt des Madina Instituts: Studierende bereiten eine Mahlzeit zu und verpacken diese dann für den Transport. Ehrenamtliche Helfer bringen das Essen dann in die Townships und sorgen dafür, dass die Kinder das Essen direkt vor Ort erreicht. Der Grund: Die Kinder leben unter schwierigen Verhältnissen. Es kommt vor, dass die Eltern, die sich nicht selten in einer schwierigen Lebenssituation befinden, das Essen nicht an ihre Kinder weitergeben. 

Transformation: Raus aus der Komfortzone

Schon für eine kurze Zeit, aus der eigenen Komfortzone herauszukommen und zu erleben unter welchen Bedingungen andere Menschen leben, hinterlässt bei mir einen tiefen Eindruck. Mich auf diese Weise sozial zu engagieren, hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, genügsam zu sein und anderen Menschen, die nicht so privilegiert sind, wie man selbst, etwas Gutes zu tun. Ganz gleich in welcher Form, das soziale Engagement jedes einzelnen hat für die Menschen hier eine große Bedeutung und auch wir selbst wachsen daran.

Es ist unsere Pflicht

Ich bin dankbar dafür, dass diese Form des „Ehrenamtes“ in meinem Studium hier verpflichtend ist. Denn ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich sonst wahrscheinlich nicht in dieser Form engagiert hätte. Auch für die Gelegenheit Menschen zu begegnen, mit denen ich sonst keinen Kontakt gehabt hätte, bin ich dankbar. Der Leiter des Madina Instituts ist der Überzeug, dass nichts transformierender ist, als sich vor weniger privilegierten Menschen in Bescheidenheit zu üben. Gerade Theologiestudenten laufen Gefahr ihre Religion nur noch zu rationalisieren und als theoretisches Luftschloss zu betrachten. Dabei predigen die bekannten Religionen, wie das Christentum, das Judentum und der Islam praktische Nächstenliebe als Wesenszug des persönlichen Glaubens. Und so ist soziales Engagement zu zeigen eine Möglichkeit, den Akt der Nächstenliebe in den eigenen Alltag zu integrieren.

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