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Die Sprache lernen – vor dem Auslandsaufenthalt

Meine Kurse in Porto werden alle auf Portugiesisch sein. Doch auch wer nicht auf der Sprache seines Gastlandes studiert, sollte sich ein wenig mit ihr bekannt machen. Dies erleichtert zum einen das Alltagsleben erheblich, aber auch Freundschaften zu schließen wird mit guten Sprachkenntnissen leichter fallen. Ich habe schon vor einiger Zeit begonnen Portugiesisch zu lernen. Wie und wo man das zu Hause relativ problemlos anstellt, seht ihr hier.

Sprachkurse an der Universität

Die meisten meiner Sprachkurse habe ich an meiner Uni belegt. Ich konnte mir sogar einige Leistungspunkte (5-6 LP pro Kurs) für meine freien Wahlkurse damit verdienen. Dies ist allerdings nicht bei jedem Kurs und für jeden Studiengang möglich.

Ich hatte vier Stunden die Woche Unterricht. Die Kurse, die auf zwei Termine aufgeteilt waren, fand ich effektiver, da man sich mehrmals in der Woche mit der neuen Sprache befasst. Außerdem schaffe ich es selten, mich vier Stunden am Stück zu konzentrieren.

Am besten man erkundigt sich rechtzeitig vor Beginn des Semesters nach Angeboten. Anfängerkurse sind mitunter schnell voll und für die Fortgeschrittenenkurse muss man teilweise einen Einstufungstest an einem festen Termin ablegen.

Teilweise kosten die Kurse etwas, manche sind für Studenten aber auch kostenfrei. Die Kursgröße variiert ebenfalls. Kleine Gruppen sind natürlich empfehlenswert.

Volkshochschulen

An den Volkshochschulen kann man auch Sprachen lernen. Studierenden und Schüler zahlen in der Regel einen ermäßigten Preis. Es gibt oft Konversationsklassen, bei denen man in kleinen Gruppen besonders viel spricht. Einige Kurse bereiten auch auf bestimmte Tests vor.

Der Beginn der Kurse richtet sich nicht nach dem Semester. Wer schon Termine verpasst hat, kann teilweise aber immer noch einsteigen und zahlt dementsprechend auch einen kleineren Preis.

Tandempartner

Sprachen lernt man am Besten durchs Sprechen und Hören. Und dies benötigt man auch am Meisten bei einem Auslandsaufenthalt. Daher ist es sehr hilfreich, wenn man sich regelmäßig mit einem Tandempartner trifft. Ein Tandempartner ist ein Muttersprachler der Sprache, die du lernen möchtest und möchte auf der anderen Seite Deutsch lernen. So kann man sich gegenseitig helfen. Wie die Treffen aussehen sollen, entscheiden die Tandem Partner selbst. Vom Abfragen von Vokabeln in der Unibibliothek über einen Filmabend, bis zum Plaudern bei einem Kaffee oder Bier ist alles möglich. Wer Glück hat, bekommt gleich noch Insider-Informationen über das Gastland oder gewinnt sogar neue Freundschaften.

Tandempartner kann man teilweise über Sprachschulen, Universitäten oder auch im Internet beispielsweise über Facebook-Gruppen finden.

Der kleine Prinz auf Portugiesisch
Kinderbücher und Comics können auch beim Lernen helfen, sie sind leichter zu verstehen, was sich motivierend auswirkt

OLS-Test und Kurs

Wer am Erasmus+-Programm teilnimmt, muss vor der Abreise und nach der Rückkehr den sogenannten OLS-Test für die Unterrichtssprache im Gastland ablegen. Dazu bekommt man zu gegebenem Zeitpunkt Informationen und Zugangsdaten der Heimatuniversität.

OLS steht für Online Linguistic Support (online Sprachunterstützung). Der Test dauert weniger als eine Stunde und kann an einem beliebigen Rechner mit Internetanschluss abgelegt werden. Das Ergebnis wird nicht an die Gastuniversität weitergeleitet und hat auch keine Auswirkungen auf den Stipendienplatz. Er dient nur dazu, das Level der Sprachkenntnisse und die Fortschritte nach dem Auslandsaufenthalt festzustellen.

Studenten, die schlechter als B2 abschneiden, bekommen oft einen kostenfreien OLS online Kurs angeboten. So kann man im Internet an seinen Schwachstellen arbeiten. Es gibt Aufgaben zu Grammatik und Vokabeln, aber auch Zeitungsartikel und Videos in der Unterrichtssprache. Gute Informationen über den Test und den Kurs findet man hier.

Mit guten Sprachkenntnissen ins Ausland zu gehen ist empfehlenswert – aber nicht zwingend notwendig

Abschließend möchte ich noch sagen, dass es natürlich immer gut ist, die Sprache des Gastlandes gut zu sprechen bevor man aufbricht. Besonders, wenn das auch die Unterrichtssprache in den Kursen ist. Aber selbst davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Wer dies jetzt liest und das Gefühl hat, es ist schon zu spät sich noch fürs Ausland zu entscheiden, weil die Sprachkenntnisse noch nicht da sind, liegt meiner Meinung nach falsch. Wille versetzt ja bekanntlich Berge. Ein Jahr oder sogar ein halbes Jahr reicht aus, um gute Grundkenntnisse zu erlangen, wenn man gut lernt. Und oft gibt es sowohl hier als auch im Gastland gute Intensiv- und Vorbereitungskurse. Wichtig ist vor allem, dass man regelmäßig und motiviert lernt. Ist man erstmal vor Ort, macht man denn relativ schnell Fortschritte, da die Sprache permanent um einen herum ist.

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