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5 Dinge, die man in Schottland nicht verpassen sollte

5 Dinge, die man in Schottland nicht verpassen sollte

Neben der beeindruckenden Landschaft, dem verrückten Akzent und den netten Menschen gibt es in Schottland auch sehr alte und spannende Traditionen. In den letzten Wochen habe ich schon einiges von der schottischen Kultur kennen und lieben gelernt. Von Bräuchen, Veranstaltungen und kulinarischen Spezialitäten erzähle ich hier.

1. Highland Games

Im Frühling und Sommer finden in Schottland die berühmten Highland Games statt. Das sind traditionelle Sportwettkämpfe mit Disziplinen wie Baumstammwerfen („Caber Toss“), Seilziehen („tug o‘ war“)  und Hammerwerfen („Scottish Hammer“). Begleitet werden die Highland Games von Dudelsackmusik, Tänzen und Paraden. Ich bin von Glasgow aus knapp zwei Stunden mit dem Zug nach Pitlochry gefahren, um mir dieses Event anzugucken. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall!

2. Pubs

Ganz wichtig: In Großbritannien geht man abends in Pubs! Falls der Brexit im Oktober wirklich kommt, dann wäre die EU um knapp 25.000 Kneipen ärmer. Ich finde, dass man in Pubs so richtig ein Gefühl für Schottland bekommt. Während meines Auslandsemesters werde ich wohl kaum die Zeit (oder das Geld) haben, um mich durch alle Pubs in Glasgow zu testen, aber für das ein oder andere Pint, Livemusik und Pub-Quiz-Runden werde ich bestimmt freie Abende finden. Vielleicht entdecke ich ja auch ein Pub, in dem es vegetarisches Haggis (schottische Spezialität aus Schafsmagen) gibt – ich halte euch auf dem Laufenden!

Pubs gibt es an jeder Straßenecke.
Pubs gibt es an jeder Straßenecke.

3. Ceilidh

Wie auch immer du dieses Wort intuitiv aussprechen würdest, wahrscheinlich liegst du daneben. Unter einem Ceilidh, gesprochen „kili“, versteht man laut Wörterbuch ein zwangloses Beisammensein zum Musizieren, Tanzen, Singen und Geschichtenerzählen. Auch wenn man nicht der beste Tänzer ist, macht ein Ceilidh einfach unglaublich viel Spaß. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal so sehr gelacht habe. Die Tänze sind nicht schwer zu lernen und man fühlt sich sofort als ein Teil der Gruppe. Meine Universität, die University of Strathclyde, hat in der Einführungswoche für alle neuen Studierenden tatsächlich ein Ceilidh mit Livemusik angeboten. Ich habe einige Schotten kennengelernt, die mir sofort die Schritte gezeigt haben, bis ich irgendwann das Gefühl hatte, als wäre ich in einer Jane-Austen-Verfilmung. Bevor ich im Dezember zurück nach Berlin fliege, muss ich unbedingt nochmal zum Ceilidh.

Ich hab leider nur ein Foto von den Musikern gemacht, denn Leute: Von Beginn bis Ende des Ceilidh war ich die ganze Zeit auf der Tanzfläche!
Ich hab leider nur ein Foto von den Musikern gemacht, denn Leute: Von Beginn bis Ende des Ceilidh war ich die ganze Zeit auf der Tanzfläche!

4. Whiskyverkostung

Wenn Schottland für eine Sache weltberühmt ist, dann ist es der Whisky! Bei einer Reise durch das Land, kann man zum Beispiel dem Speyside’s Malt Whisky Trail folgen und berühmte Distillerien abklappern. Auch wenn man kein Fan von dem intensiven Whiskygeschmack ist, sollte man dem schottischen Single Malt nochmal eine Chance geben.

5. Afternoon Tea

Was macht man an einem regnerischen Tag in Glasgow? Genau, man trifft sich zum Afternoon Tea. Schon seit vielen hundert Jahren gibt es diese Tradition in Großbritannien. Zum Afternoon Tea werden neben Sandwiches – in besonders schicken Cafés ohne Kruste! – auch Kuchen, Scones mit Marmelade und Clotted Cream (schottische Spezialität, schmeckt wie feste Schlagsahne) und natürlich eine Tasse Tee gereicht. Jetzt bin ich so richtig bei Jane Austen angekommen!

Afternoon Tea kann ich sehr empfehlen! Das Foto ist im Hidden Lane Tearoom in Glasgow entstanden.
Afternoon Tea kann ich sehr empfehlen! Das Foto ist im Hidden Lane Tearoom in Glasgow entstanden.
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